Wiederaufbauhilfe für die Ukraine: Wir unterstützen mit Know-how

Juliane
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Wie sieht die Energieversorgung nach dem Krieg in der Ukraine aus? Spielt Fernwärme eine Rolle? Unsere Energieexperten unterstützen mit all ihrer Erfahrung. (Bild: AdobeStock)

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine löste vor zwei Jahren eine große Welle der Solidarität auch bei uns im Unternehmen aus. Viele Kolleginnen und Kollegen haben privat Geld oder Sachen gespendet, auch die RheinEnergie und die SWK haben sich intensiv beteiligt. Neben der finanziellen Unterstützung liefern wir zusätzlich Know-how und helfen damit den Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Energieversorgung.

Der 24. Februar 2022 löste Entsetzen auf der ganzen Welt aus. Die Bilder von Zerstörung und menschlichem Leid in der Ukraine werden wohl immer im kollektiven Gedächtnis bleiben. Große Teile des Landes sind zerstört – darunter auch die Infrastruktur, insbesondere die der Energie- und Wasserversorgung. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern versuchen wir jetzt, den Menschen und unseren Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine mit unserem Wissen über Energie- und Wasserversorgung zu helfen.

In einem ersten Online-Workshop haben die Kollegeninnen und Kollegen aus dem Bereich Wasserproduktion bereits ihr Know-how mit unseren ukrainischen Partnern geteilt und in Arbeitsgruppen gemeinsam Lösungen erarbeitet. Unser EDL-Kollege Thomas Medler hat darauf aufbauend an einem großen Workshop mit 40 Teilnehmenden aus Deutschland und der Ukraine teilgenommen. Eingeladen hatte die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Rahmen ihres Projekts „Connective Cities“. Mit dabei waren neben deutschen Energie-Expertinnen und -Experten, Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft auch mehrere Bürgermeister und Entscheider aus der Ukraine sowie aus den deutschen Partnerstädten München und Eichingen.

Probleme erkennen und Lösungen liefern

Die Vertreterinnen und Vertreter der Ukraine schilderten die Probleme, die mit der Zerstörung ihrer Städte einhergehen. „Oft handelt es sich um völlig veraltete Infrastrukturen – hier müssen die Menschen meistens komplett bei null anfangen“, erklärt Medler. Er und seine deutschen Kolleginnen und Kollegen stellten daher viele Best-Practice-Beispiele vor und lieferten wichtige Impulse, wie die Energieversorgung hier in Deutschland funktioniert, wie der Strommarkt aufgebaut ist, welche Vorteile Fernwärme hat oder was ein Grundversorger überhaupt macht.

In verschiedenen Infopanels und Diskussionsrunden ging es dann um die konkrete Krisenbewältigung: Wie können wir ganz praktisch Hilfe leisten? Wo packt man zuerst an, wo ist das größte Bedürfnis und was kann man jetzt schon vorbereiten? „Die ukrainischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben klar gemacht, dass sie neben finanziellen Hilfen auch spezifisches Know-how benötigen“, sagt Thomas Medler. „Sie wollen nachhaltig wachsen und ihre Städte besser wieder aufbauen und freuen sich, dass wir sie dabei unterstützen.“

Emotionaler Wissensaustausch

Während der Panels konnte sich Thomas Medler auch mit einem Vertreter der ukrainischen Millionenstadt Dnipro austauschen. Seit 2022 ist die Stadt offiziell durch eine Projektpartnerschaft mit Köln verbunden. Hierbei geht es nicht nur um humanitäre Hilfe, sondern auch entwicklungspolitische Zusammenarbeit, die wir als RheinEnergie unter anderem bei solchen Workshops fördern.

Thomas Medler war nach dem Workshop auch persönlich ergriffen: „Man hört die Geschichten von Zerstörung und Leid sonst nur aus den Nachrichten. Jetzt konnte ich mit Menschen sprechen, die hautnah dabei waren und trotz alledem positiv in die Zukunft schauen. Das war sehr motivierend und ich finde es großartig, dass wir dabei helfen können“, sagt er.

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