Die Temperaturen sinken, der Frost setzt ein – sogar bei uns im Rheinland. Plötzlich zeigt euer Elektroauto weniger Reichweite an als gewohnt. Keine Sorge: Moderne E-Autos kommen in der Regel auch im Winter zuverlässig ans Ziel. Mit ein paar praktischen Tipps holt ihr das Maximum aus eurem Akku heraus und fahrt entspannt durch die kalte Jahreszeit.
In der Kölner Bucht sind die Winter meist mild. Doch besonders morgens kann die Temperatur hin und wieder unter dem Gefrierpunkt liegen. Dann heißt es: Scheiben frei kratzen! Nicht bei Elektroautos. Diese verfügen über eine Standheizung und können den Innenraum vorheizen. Eiskratzen? Nicht nötig! Und wenn das Fahrzeug über Nacht an einer Wallbox hängt, kommt der Strom fürs Vorheizen aus dem Netz und nicht aus der Batterie. Trotzdem gilt: E-Autos verbrauchen bei kaltem Wetter mehr Energie – Verbrenner aber auch.
Warum verbraucht das E-Auto im Winter mehr Strom?
„In Lithium-Ionen-Akkus laufen bei Kälte die elektrochemischen Prozesse langsamer ab. Der Elektrolyt wird zähflüssiger, der Innenwiderstand steigt – und die Batterie kann nicht mehr ihre volle Leistung abrufen“, erklärt Sebastian Golisch, Produktmanager bei der RheinEnergie. „Deshalb reguliert das Fahrzeug automatisch herunter, um die Zellen zu schützen. Erst wenn die Batterie eine Kerntemperatur von rund 20 bis 40 Grad Celsius erreicht hat, gibt’s wieder volle Power.“
Hinzu kommt: Im Winter muss nicht nur der Innenraum beheizt werden, sondern auch die Batterie selbst. Moderne E-Autos nutzen dafür intelligente Thermomanagement-Systeme – die aber eben auch Energie verbrauchen.
Aktuell: Neue E-Auto-Förderung ab 2026
Gute Nachrichten für alle, die sich 2026 ein E-Auto zulegen möchten: Die Bundesregierung hat ein neues Förderprogramm aufgelegt. Wer sein Elektroauto oder bestimmte Plug-in-Hybride ab dem 1. Januar 2026 neu zugelassen hat oder zulässt, kann Fördermittel zwischen 1.500 und 6.000 Euro beantragen – je nach Einkommen, Fahrzeug und Familiengröße. Die Anträge können rückwirkend gestellt werden. Das Online-Portal wird voraussichtlich im Mai 2026 freigeschaltet. Hier findet ihr nch mehr Infos zur E-Auto-Förderung 2026.
Wie viel Reichweite verliert ein E-Auto im Winter?
Laut ADAC sinkt die Reichweite bei Temperaturen um den Gefrierpunkt durchschnittlich um 15 bis 25 Prozent. Bei deutlichen Minusgraden oder auf vielen Kurzstrecken kann der Reichweitenverlust sogar noch höher ausfallen. Auf längeren Fahrten fällt der Mehrverbrauch jedoch geringer aus, da das Fahrzeug nur zu Beginn aufgeheizt werden muss.
Wichtig zu wissen: Auch Verbrenner verbrauchen im Winter mehr – nämlich ebenfalls rund 15 bis 24 Prozent. Der Unterschied: Beim E-Auto merkt man’s direkt an der Reichweite, beim Benziner läuft der größere Energievorrat im Tank einfach nicht so schnell leer.
Ein Blick nach Norwegen zeigt: E-Autos sind auch bei Kälte absolut alltagstauglich. Trotz winterlicher Temperaturen ist dort mehr als jedes zweite neu zugelassene Fahrzeug ein Elektroauto.
Entgegen mancher Vorurteile halten E-Autos auch kalten Temperaturen stand.
E-Auto im Winter ohne Garage – das solltet ihr wissen
Kein Carport, keine Garage? Überhaupt kein Problem! „Moderne E-Autos sind so konstruiert, dass sie problemlos im Freien überwintern können. Die Batterie nimmt keinen Schaden durch Kälte – sie arbeitet nur vorübergehend weniger effizient“, versichert Sebastian Golisch.
- Was passiert mit der kalten Batterie? Bei Frost zeigt euer Fahrzeug oft eine Schneeflocke im Display oder eine blaue Batterieanzeige. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern nur der Hinweis, dass die Batterie noch kalt ist. Sobald ihr losfahrt, erwärmt sich der Akku durch die Nutzung von selbst – das dauert je nach Außentemperatur 10 bis 20 Minuten.
- Vorkonditionierung per App nutzen: Viele E-Autos bieten die Möglichkeit, Fahrzeug und Batterie per App vorzuheizen – auch wenn ihr keine eigene Ladestation habt. Plant ihr eine längere Fahrt, aktiviert die Vorkonditionierung 20 bis 30 Minuten vor Abfahrt. So startet ihr mit warmem Innenraum und die Batterie ist schon auf Betriebstemperatur.
- Tipp fürs öffentliche Laden: Wenn ihr an öffentlichen Ladesäulen, Schnellladern oder Ladebordsteinen ladet, nutzt die Zeit, um das Auto aufzuheizen. Viele Fahrzeuge erlauben es, während des Ladevorgangs die Klimaanlage laufen zu lassen – so kommt die Heizenergie direkt aus der Ladesäule und nicht aus eurem Akku.
- Achtung bei Eis und Schnee: Achtet darauf, dass die Ladeklappe nicht zufriert. Gummis regelmäßig pflegen, Enteisungsspray bereithalten und im Zweifel mit lauwarmem Wasser nachhelfen. Auch Türdichtungen freuen sich über etwas Pflegemittel – das kennt ihr schon vom Verbrenner.
7 Tipps: So spart ihr mit dem Elektroauto Strom im Winter
Eine klassische Luftheizung zieht schnell 2 bis 4 kW Leistung – so viel wie ein kleiner Heizlüfter. Sitz- und Lenkradheizung sind deutlich effizienter und halten euch trotzdem warm. Noch besser: Fahrzeuge mit Wärmepumpe nutzen Umgebungswärme und sparen spürbar Energie.
Der Eco-Modus reduziert Motor- und Heizleistung und optimiert das Energiemanagement. Das kostet kaum Komfort, spart aber merklich Reichweite.
Starkes Beschleunigen kostet viel Energie – besonders im Winter. Wer vorausschauend fährt, Ampeln früh erkennt und sanft beschleunigt, spart spürbar Strom. Die Rekuperation (Energierückgewinnung beim Bremsen) hilft zusätzlich.
Bei hohen Geschwindigkeiten steigt der Luftwiderstand überproportional. Wer statt 130 km/h nur 120 km/h fährt, spart deutlich Energie – im Winter macht sich das besonders bemerkbar. Auf Langstrecken könnt ihr so mehrere Kilometer Reichweite gewinnen.
Auf Kurzstrecken geht viel Energie fürs Aufheizen drauf. Wer mehrere Fahrten kombiniert, spart spürbar Strom, weil das Auto nur einmal aufgeheizt werden muss.
Bei Kälte sinkt der Reifendruck – und zu niedriger Druck erhöht den Rollwiderstand und damit den Verbrauch. Regelmäßig checken lohnt sich!
Wenn ihr das Auto an der Wallbox vorwärmt, kommt die Energie aus dem Netz statt aus dem Akku. So startet ihr mit voller Batterie und warmem Innenraum – und spart Fahrstrom.
Mythos aufgeklärt: E-Auto im Stau bei Frost
„Was, wenn ich im Winter im Stau stecke und die Batterie leer wird?“ – diese Sorge hören wir oft, wenn es um die Akzeptanz von Elektromobilität geht. Die gute Nachricht: völlig unbegründet!
Der ADAC hat’s getestet: Ein modernes Elektroauto hält bei minus 10 Grad Celsius problemlos 12 Stunden und länger durch – mit laufender Heizung! Zum Vergleich: Ein Verbrenner im Standgas würde schneller schlapp machen. E-Autos sind im Winter also sogar effizienter, wenn’s ums Heizen geht.
Zuhause laden und Stromkosten sparen mit ChargeFlex
Wer sein E-Auto zu Hause lädt, spart nicht nur Zeit, sondern kann auch richtig Geld sparen – vor allem mit dem richtigen Tarif. Unser ChargeFlex-Autostromtarif bietet euch die Möglichkeit, euer Fahrzeug flexibel zu laden – und dafür einen attraktiven Optimierungsbonus zu kassieren.
Mit der ChargeFlex App könnt ihr den Ladezustand eures Elektroautos steuern.
So funktioniert’s: Ihr gebt uns die Möglichkeit, euer E-Auto zeitlich variabel zu laden – wir zahlen euch dafür einen individuellen Bonus. Wann und wie viel ihr laden wollt, bestimmt ihr bequem per App. Je größer die Lademenge im Flexmodus, desto höher euer Bonus. Beispiel: Bei einer smart geladenen Menge von 2.500 Kilowattstunden oder rund 15.000 km Fahrleistung pro Jahr ist ein Optimierungsbonus von ca. 250 Euro jährlich drin. Wie das genau funktioniert, erklären euch hier ChargeFlex Kunden.
Das Beste: ChargeFlex hilft nicht nur eurem Geldbeutel, sondern auch der Energiewende. Denn indem wir euer Auto dann laden, wenn viel günstiger Wind- und Solarstrom verfügbar ist, entlasten wir das Stromnetz und nutzen Erneuerbare Energien optimal.
Fazit: E-Auto im Winter? Absolut alltagstauglich!
Ja, euer E-Auto verbraucht im Winter mehr Strom. Aber mit den richtigen Tricks – Vorkonditionierung, Sitz- und Lenkradheizung, Eco-Modus und intelligentem Laden – kommt ihr entspannt und effizient durch die kalte Jahreszeit. Moderne Elektroautos sind wintererprobt und zuverlässig, selbst bei Minusgraden.
Und wer sein E-Auto zu Hause mit ChargeFlex lädt, spart nicht nur Geld, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Win-win – für euch und fürs Klima!