Innovative Ladebordsteine: Die unsichtbare Revolution der urbanen Elektromobilität

Jennifer
Jennifer
blog
So sieht der innovative Ladebordstein der Rheinmetall aus. Quelle:Rheinmetall.

Die Verkehrswende ist in vollem Gange – doch der Ausbau der Ladeinfrastruktur hinkt vielerorts hinterher. Besonders in dicht besiedelten Städten mit begrenztem Platzangebot stoßen klassische Ladesäulen an ihre Grenzen. Eine innovative Lösung kommt nun aus dem Hause Rheinmetall: der Ladebordstein. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in Köln ist er bereit für die flächendeckende Einführung.

Unsichtbar, aber wirkungsvoll: Das Konzept

Der Ladebordstein integriert die komplette Ladeelektronik in die Maße eines handelsüblichen Bordsteins. Dadurch wird das Laden von Elektrofahrzeugen direkt am Fahrbahnrand ermöglicht – ohne störende Poller, ohne Eingriffe in den Gehweg und ohne optische Beeinträchtigung des Stadtbilds. Die Lösung ist platzsparend, barrierearm und fügt sich nahtlos in bestehende urbane Strukturen ein.

Erfolgreicher Praxistest in Köln

Zwischen April 2024 und März 2025 wurden vier Ladebordsteine an zwei Standorten im Kölner Stadtteil Lindenthal getestet: in der Dürener Straße und in der Klosterstraße. Die Ergebnisse sprechen für sich: Über 2.800 erfolgreiche Ladevorgänge, eine technische Verfügbarkeit von über 99 % und eine durchschnittliche Auslastung von 65 %. Insgesamt wurden mehr als 50 MWh Energie geladen – das entspricht rund 120 km Reichweite pro Ladevorgang.

Eine begleitende Umfrage mit 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ergab eine durchschnittliche Bewertung von 4,38 von 5 Punkten. Besonders geschätzt wurden die einfache Bedienung, die Einhandnutzung und die gute Zugänglichkeit – auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Im Vergleich zu klassischen Ladesäulen punktete der Ladebordstein bei Themen wie Stadtbild, Vandalismusschutz, Platzersparnis und Reduktion von Stolperfallen.

Elektroauto lädt an Ladebordstein in Köln

Technisch durchdacht und wartungsfreundlich

Der Ladebordstein ist modular aufgebaut: Die Ladeelektronik kann bei Bedarf innerhalb weniger Minuten ausgetauscht werden. Verbesserungen wie eine optimierte Schmutzableitung und eine verbesserte Beleuchtung erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen. Auch bei extremen Wetterbedingungen blieb die Funktionalität konstant hoch.

Vorteile von Ladebordsteinen für Städte, Betreiber und Nutzer

Städte profitieren von einer Lösung, die ohne zusätzliches Stadtmobiliar auskommt und sich auch in denkmalgeschützte Bereiche integrieren lässt.

Betreiber sparen durch geringere Installations- und Wartungskosten sowie durch die Möglichkeit, sogenannte Hohlbordsteine vorzurüsten.

Nutzer erhalten wohnortnahe Ladepunkte mit hoher Verfügbarkeit und einfacher Bedienung.

Fazit: Bereit für den Rollout

Der Ladebordstein hat sich als praxistaugliche, wirtschaftliche und gesellschaftlich akzeptierte Alternative zur klassischen Ladesäule bewiesen. Mit dem Abschluss des Pilotprojekts ist das System nun serienreif und kann flächendeckend eingesetzt werden. Vom 7. bis 9. Mai 2025 hat Rheinmetall die Lösung auf der Power2Drive in München präsentiert – ein weiterer Schritt in Richtung zukunftsfähiger urbaner Mobilität.

Flexibel laden mit Charge Flex – der passende Tarif zur Technologie

Wer den innovativen Ladebordstein nutzt, profitiert nicht nur von einer intelligenten Infrastruktur, sondern kann auch mit dem passenden Tarifmodell noch smarter laden: Charge Flex von RheinEnergie. Der Tarif belohnt flexibles Ladeverhalten mit einem attraktiven Bonus. Für jede smart geladene Kilowattstunde gibt es 10 Cent Bonus (1 FlexCredit) – das entspricht bei 2.500 kWh im Jahr einem Optimierungsbonus von rund 250 Euro.

Die Charge Flex App macht das smarte Laden besonders einfach: Nutzer geben gewünschte Ladezeiträume und Ziel-Ladestand ein – die App übernimmt die Optimierung und sorgt für günstige Ladezeiten. So wird Elektromobilität nicht nur komfortabel, sondern auch wirtschaftlich.

Mehr Informationen zum Tarif und zur App findest du hier:
www.rheinenergie.com/chargeflex

Wenn Du Dich zum Ladebordstein informieren möchtest, kannst du das auf der Internetseite zu den Ladebordsteinen tun.

Elektromobilität ist dann am effektivsten, wenn auch die Energiequelle stimmt. Ein Wechsel zu einem Ökostrom-Tarif stellt sicher, dass das Laden am Ladebordstein nicht nur bequem, sondern auch ökologisch sinnvoll bleibt!

Kommentare
User
Arne Lunding

Wie ist denn der aktuelle Status dieses Projektes? Gibt es weitere Kunden? Wie gestalten sich Wartung und Pflege in längeren Zeiträumen? Die Steine brauchen doch eine Basisstation. Wie groß ist diese und wie viele Steine kann diese versorgen? A. Lunding

RheinEnergie
RheinEnergie

Hi Arne, ich schicke dir mal die aktuelle Website, worüber du eigentlich alle Infos finden kannst oder aber auch in Kontakt mit den entsprechenden Fachleuten treten kannst: Ladeinfrastruktur & Ladelösungen für Unternehmen - TankE GmbH VG Nicki

User
Tenhaeff

Hallo Team, wie schaut es im Winter aus? Sind die Ladestationen beheizbar? (Begleitheizung) Beste Grüße W.Tenhaeff

RheinEnergie
RheinEnergie

Die Bordstein-Stromtankstelle hat eine integrierte Heizung – schneit es, schmilzt der Schnee. Auch Wasser kann ihr nichts anhaben.

Schreib uns deinen Kommentar!

Weitere Beiträge

Photovoltaik-Förderung: Stadt Köln unterstützt auch Vereine

Der Fördertopf der Stadt Köln für Photovoltaik ist 2026 acht Millionen Euro groß. Gefördert werden sowohl PV-Anlagen als auch Batteriespeicher. Besonders lohnenswert ist die Förderung für gemeinnützige Vereine. 

weiterlesen
Bild
05Jan

Wärmepumpe in Köln: Dein Weg zur klimafreundlichen Heizung – einfach erklärt

Du denkst über eine Wärmepumpe in Köln nach, weißt aber nicht so recht, wo du anfangen sollst? Keine Sorge, damit bist du nicht allein. Viele Kölnerinnen und Kölner stehen gerade vor genau dieser Entscheidung. Wir zeigen dir, worauf es ankommt. 

weiterlesen
Bild
02Mär

Gasfüllstand Deutschland: Wie sicher sind wir mit Gas versorgt?

Zu Jahresbeginn sorgen niedrige Speicherstände regelmäßig für Schlagzeilen. Doch ein Blick auf die Fakten zeigt: Saisonale Schwankungen sind normal, und die Versorgungssicherheit in Deutschland bleibt weiterhin gegeben. 

weiterlesen
Bild
25Feb

Dynamische Stromtarife: Wie sie funktionieren und wie ihr damit sparen könnt

Flexible Strompreise, die sich viertelstündlich ändern – und damit die Chance, richtig Geld zu sparen. Was nach Zukunft klingt, ist seit 2025 für alle verfügbar. Wie das funktioniert, für wen es sich lohnt und was ihr beachten solltet, erfahrt ihr hier. 

weiterlesen
Bild
20Feb

PV-Serie, Teil 2 | Alles auf Solar in Köln

Der Ausbau von Solaranlagen in Köln schreitet voran: Überall im Stadtgebiet liefern Photovoltaikanlagen klimaneutral Strom – egal ob auf privaten Häusern, öffentlichen Gebäuden oder industriellen Hallen. Auch auf unserem Verwaltungsgebäude am Parkgürtel gehen wir die Energiewende an und installieren eine der größten Aufdachanlagen in Köln. Erfahrt mehr über die spannenden PV-Projekte in der Stadt!

weiterlesen
Bild
13Sep