Jenseits des Zwölfzylinders oder: Wie ich lernte, Elektroautos zu lieben

Lutz
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E-Auto-Vergleich lohnt sich. Vor allem beim Tarif. Quelle: Adobe Stock

Theoretisch sind mir die Vorzüge der Elektromobilität selbstverständlich schon länger geläufig: Trotz höherer Emissionen bei der Produktion sind E-Fahrzeuge auf mittlere und lange Sicht sehr viel klimafreundlicher. Nach etwa 90.000 Kilometern fährt man laut des Verbands Deutscher Ingenieure (VDI) elektrisch in die Umwelt-Gewinnzone. Deutsche Autos sind, das weiß das Kraftfahrtbundesamt (KFB), im Schnitt gut zehn Jahre alt und werden jährlich knapp 13.000 Kilometer bewegt. Führen also alle Autos elektrisch, wäre das unstrittig deutlich besser für die Umwelt.

Günstiger als Benziner und Diesel

Und billiger, auch das ist mit bewusst, wär’s für mich obendrein. Verivox hat’s vorgerechnet: Aktuelle E-Modelle verbrauchen durchschnittlich 20 Kilowattstunden (kWh) auf 100 Kilometer. Bei einem durchschnittlichen Haushalts-Strompreis von 39,80 ct/kWh macht das 7,96 Euro. Benziner verbrauchen für die gleiche Strecke im Schnitt 7,7 Liter bei einem Durchschnitts-Literpreis von 1,739 Euro/Liter in 2024. Folglich kosten hundert benzingetriebene Kilometer 13,39 Euro; mit Diesel im Tank sind es 11,54 Euro. Klar: An der Autobahn zu laden ist deutlich teurer – da kostet allerdings auch der Liter Sprit irgend etwas weit jenseits der Zwei-Euro-Marke.

Der Anschaffungspreis für Elektroautos ist höher? Stimmt. Doch zum einen sinken die Preise für Akkus – die teuerste Komponente des E-Autos – kontinuierlich, zum anderen ist der Betrieb deutlich günstiger. Die Zahlen von oben auf der Rechnung kostet der Fahrstrom für zehn Jahre 10.348 Euro. Für Benzin hingegen würden 17.407 Euro fällig. Zudem sind die Wartungskosten bei Elektroautos geringer, weil es deutlich weniger bewegte Teile gibt, zudem kein Motoröl gebraucht wird.

Sowohl theoretisch als auch ganz praktisch ist mir durchaus bewusst, dass sich ein Tank deutlich schneller füllen lässt als ein Akku. Und auch wenn die Technik sich weiterentwickelt, wird das wohl absehbar auch so bleiben. Aber: Hat schon mal je-mand versucht, zu Hause zu tanken? Eben! Zu Hause zu laden hingegen ist gar kein Problem.

Fahrspaß pur

Theoretisch habe ich zuvor noch mehr gewusst: Dass etwa die Reparatur von E-Autos in der Regel teurer ist als die von Verbrennern, die KFZ-Versicherung hingegen oft günstiger. Die Reichweiten steigen und waren nach Erkenntnissen der Uni Duisburg-Essen bereits vor zehn Jahren für die allermeisten Fahrten vollkommen hinreichend.
All das habe ich theoretisch gewusst. Bloß ist der Kauf eines Autos für die allermeis-ten Menschen mindestens (auch) eine emotionale Angelegenheit – zumal einer Studie des Center for Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen rund zwei Drittel aller Neuwagen von Männern gekauft werden. Und da kommt sehr schnell noch immer der Begriff „Fahrspaß“ ins Spiel, zählen Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung – womit wir endlich wieder beim Zwölfzylinder wären: Gewiss, ein solches Aggregat bietet mitunter brachiale Beschleunigung. Und das macht Spaß! Bloß: Kaum ein Hersteller baut noch solche Motoren. Derzeit sind das (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) noch Maybach, Rolls Royce, Ferrari und Aston Martin – Autos also, die sich die allerwenigsten Menschen leisten können. Womit das Zwölf-Zylinder-Vergnügen für die allermeisten Theorie bleibt.

Was nicht weiter tragisch ist, denn Elektroautos mit bemerkenswertem Vortrieb sind inzwischen allgegenwärtig. Und bezahlbar. Und sie machen ungeheuren Spaß. Ich weiß inzwischen, wovon ich rede…

Lohnen sich Elektroautos?
Ein Vergleich

Bleiben wir im Zwölf-Zylinder-Segment, sind selbst große Elektroautos nachgerade ein Schnäppchen; kaum ein Stromer kostet so viel wie ein Maybach, Ferrari oder Rolls Royce. Aber wie sieht die Sache bei Alltagsfahrzeugen aus? Sind elektrisch angetriebene Fahrzeuge konkurrenzfähig? Aufschluss gibt die nachfolgende Übersicht:

Fazit: E-Autos sind in der Anschaffung teurer – aber im Alltag günstiger, entspannter und zukunftssicherer. Vor allem mit einem smarten Ladetarif und THG-Bonus zahlt sich der Umstieg aus.

Wissenswertes zum Thema Elektromobilität findet sich beispielsweise auf der Seite der TankE GmbH. 

Günstige Tarife für Ladestrom bietet die RheinEnergie mit ihrem Tarif ChargeFlex 

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