TrainingsCenter Westhoven: Nachwuchs schulen und Elektro-Fachkräfte entwickeln

Eugen
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Bereits seit einigen Jahren können in Porz-Westhoven Arbeiten an Freileitungen trainiert werden. Stetig wird das TrainingsCenter erweitert. (Bild: RheinEnergie)

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, haben wir von einigen Jahre im Umspannwerk in Porz-Westhoven ein TrainingsCenter Netze eröffnet. Seitdem ist es stetig gewachsen und bietet nun topmoderne Trainingsmöglichkeiten für Elektroberufe, von Schaltvorgängen bis zur Stromkabelmontage. Mit neuen Übungsgruben und weiteren Anbauten wird die Ausbildung ständig verbessert – ein wichtiger Schritt zur Sicherung qualifizierter Fachkräfte bundesweit.

Busse ohne Busfahrerinnen, Baustellen ohne Baggerfahrer, Pflegeheime ohne Pflegekräfte – wohin man auch schaut, überall fehlen Fachkräfte. Auch bei der RheinEnergie macht sich der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften, insbesondere in den technischen Berufen, bemerkbar. Um diesem Trend entgegenzuwirken, investiert unser Unternehmen laufend in die Sicherung des Fachkräftenachwuchses. Dabei findet die Ausbildung nicht nur im Ausbildungszentrum am Parkgürtel statt. Auch tief im Kölner Südosten, im Umspannwerk Porz-Westhoven existiert seit einigen Jahren ein TrainingsCenter, dass sich ganz der Aus- und Fortbildung im Bereich der Elektrotechnik verschrieben hat.

Hochwertige Aus- und Fortbildung in Elektroberufen

Das TrainingsCenter im Umspannwerk Westhoven ist bereits im Frühjahr 2022 eröffnet worden. Seitdem können dort Kolleginnen und Kollegen an einem Ort Schaltvorgänge an Mittelspannungs- und Niederspannungsanlagen und Schaltgeräten als auch Kabelortungen und -prüfungen üben. Zudem können die Fachleute dort Arbeiten an Freileitungen trainieren und Höhen- und Tiefenrettung durchführen.

Die einzelnen Schulungsinhalte sind zum einen Bestandteil der Ausbildung in verschiedenen Elektroberufen, sie dienen aber auch der Fort- und Weiterbildung für bereits ausgebildete Fachkräfte. „Wir haben das TrainingsCenter aufgebaut, um den Kolleginnen und Kollegen eine qualitativ hochwertige Ausbildung für die vielfältigen Aufgaben in den Elektroberufen zu bieten. Gleichzeitig bieten wir das TrainingsCenter auch für andere Energieversorger und Partnerfirmen als Dienstleistung an“, sagt Dr. Jan Meese, Leiter Betrieb & Instandhaltung im Technischer Netzservice bei der RheinEnergie.

Schulungen für Stromkabelmontage unter perfekten Bedingungen

Silke Brinkschröder ist Trainerin für Arbeiten unter Spannung und zeigt auf die Kabel an einem Hausanschlusskasten
Silke Brinkschröder an ihrem neuen Arbeitsplatz (Bild: RheinEnergie)

In den vergangenen Jahren ist das TrainingsCenter stetig gewachsen. Neben einem Anbau sind auch neue Schulungs- und Pausenräume entstanden. Seit einiger Zeit finden dort auch Schulungen zur Stromkabelmontage statt. Teamleiterin und Ausbilderin Silke Brinkschröder hatte bei der Entstehung ihres zukünftigen Arbeitsplatzes großes Mitspracherecht. „Ich bin seit 2021 Trainerin für Arbeiten unter Spannung (AuS) und Ausbilderin für Stromkabelmontage. Bislang fanden die Schulungen am Parkgürtel unter eher improvisierten Bedingungen statt. Die Entstehung der Übungsgruben in Westhoven habe ich eng begleitet und konnte meine Wünsche und Erfahrungen voll einbringen. Die Ausbildung ist jetzt viel gehobener, worüber ich mich sehr freue.“

Die neue Übungsfläche bietet ausreichend Platz für 16 Personen, die gleichzeitig unterschiedliche Aufgaben wie etwa Arbeiten an Hausanschlusskästen, an Kabelverteilerschränken oder an diversen Kabeln trainieren können. „Die Übungsstrecke ist fest installiert und voll automatisiert. Ich kann über eine Software unterschiedliche Fehler in die Anlage einspielen und so die Kolleginnen und Kollegen ordentlich ins Schwitzen bringen“, sagt Silke Brinkschröder. Im nächsten Jahr soll das TrainingsCenter als AuS-Bildungsstätte von der Berufsgenossenschaft zertifiziert werden. „Damit werden wir den Wert des TrainingsCenter weiter steigern.“

Richtfest für einen weiteren Anbau

Doch damit ist der stetige Ausbau des TrainingsCenter noch nicht abgeschlossen. Anfang Dezember 2024 fand das Richtfest für eine Erweiterung statt. „Mit der erneuten Erweiterung werden wir die Ausbildungskapazitäten nochmal deutlich steigern und noch mehr Ausbildungsinhalte anbieten. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, Fachkräfte in den Elektroberufen nicht nur bei der RheinEnergie, sondern auch bundesweit zu sichern“, sagt Dr. Jan Meese.

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