03.08.2016 Adrian

Rauch überm Trafohaus – Feuerwehreinsatz im Wasserwerk Weiler

Jeder Handgriff sitzt: Feuerwehrleute der Löschgruppe Merkenich auf dem Gelände unseres Wasserwerks in Weiler (Bild: RheinEnergie).

Zu den wenigen Orten, an denen man ein Feuer wohl nicht erwartet, zählt ganz sicher ein Wasserwerk. Und doch wurde unsere Anlage in Weiler von einem Großaufgebot der freiwilligen Feuerwehr aufgesucht. Der Einsatzgrund: ein Brand auf dem Flachdach des Trafohauses.

Als der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Merkenich im Wasserwerk Weiler ankommt, hat sich bereits dichter Rauch über dem Trafohaus gebildet. Der Einsatzleiter sondiert im Laufschritt die Lage. Alle Türen sind verschlossen. Bleibt nur der Weg über die Drehleiter. Es folgen knappe, bestimmte Ansagen. Jeder Griff sitzt. Schläuche werden zusammengeschraubt und mit dem Wasserhydranten verbunden, zwei Mann besetzen den Korb am Kopf der Drehleiter und schweben in die Höhe. Über der Rauchquelle angekommen, nicken sie sich zu.

Doch statt das Schlauchventil zu öffnen, machen sie – nichts. Und das ist auch gut so. Denn der dichte Rauch strömt aus einer kleinen Nebelmaschine. Und die bedient ein vom Dauerregen völlig durchnässter Kollege der Berufsfeuerwehr Köln. Noch mehr Wasser könnte er wohl kaum gebrauchen. 

Die Übung aus der Vogelperspektive: Rund 100 Einsatzkräfte, aufgeteilt in neun Gruppen, haben das Wasserwerk nacheinander aufgesucht (Bild: RheinEnergie).

Doch wofür der ganze Aufwand? Unser Wasserwerk Weiler diente an diesem Samstag als Kulisse für eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr Köln. Neun Löschgruppen mussten nacheinander fünf Einsatzorte abfahren und dabei höchst unterschiedliche Aufgaben bewältigen. Schachtrettung, Verkehrsunfall, Kellerbrand, Chemikalienaustritt und besagten Dachbrand auf unserem Trafohaus. Beteiligt waren rund 100 Einsatzkräfte. 50 weitere Personen unterstützten die Aktion vor Ort. Was sie erwarten würde, war den Beteiligten, von einer knappen Einsatzmeldung abgesehen, nicht bekannt.

„Es ist alles super gelaufen“

„Wir machen diese Übungen alle zwei Jahre“, sagt Jan Godesberg von der Berufsfeuerwehr Köln. Die hat den Einsatz geplant und koordiniert. „Im Ernstfall ist es wichtig, dass die Kommunikation zwischen der freiwilligen und der Berufsfeuerwehr klappt. Das können wir hier prima trainieren.“

Unser Brandschutzbeauftragter Patrick Andreas Hemmersbach und Hubert Kasper vom Wasserwerk Weiler haben die Übung beobachtet und wirken zufrieden: „Es ist alles super gelaufen“, sagt Hemmersbach nach dem Einsatz. Er war früher übrigens selbst bei der freiwilligen Feuerwehr, Kasper ist nach wie vor Mitglied. Für die RheinEnergie seien solche Übungen von Vorteil, so Hemmersbach: „Wenn es hier wirklich mal brennt, kennen sich die Einheiten nach der Übung gut auf dem Gelände aus.“ Hoffen wir, dass es so weit nicht kommt. Und wenn doch, würde es immerhin nicht an Löschwasser mangeln.





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