07.12.2015 Andreas

Darauf müsst ihr beim Kauf von LED achten – Teil 1

Für viele das Leuchtmittel der Wahl: LED werden immer beliebter (Foto: Fotolia).

Als Leuchtmittel für Haus und Wohnung sind LED oft die erste Wahl. Kein Wunder: die Dioden sind sparsam, langlebig und äußerst vielseitig. Auch die Regale der Baumärkte haben die Leuchten im Sturm erobert. Doch bei der großen Auswahl bleiben die Verbraucher oft ratlos zurück. Wir zeigen euch, auf welche Werte es beim Kauf von LED wirklich ankommt.

Beim Kauf von Leuchtmitteln ist es für Verbraucher viel schwieriger geworden, das richtige Produkt auszuwählen. Bei der Glühbirne war die Angabe der Leistung in Watt gleichbedeutend mit der Helligkeit und dem Verbrauch. Einfache Sache. Dann musste nur noch die Fassung passen und vielleicht die Frage nach einer matten oder klaren Birne geklärt werden und fertig war das Leuchtvergnügen.

Bei LED gibt es viel mehr Fragen zu beantworten. Die Angabe der Leistungsaufnahme in Watt ist mit der LED als Richtwert nämlich relativ unbedeutend geworden und sagt für sich genommen nicht mehr viel über die Strahlkraft aus. Wir müssen jetzt einige Zahlen und Daten verstehen, die auf der Verpackung abgebildet sind, um das gewünschte Leuchtmittel für den passenden Einsatz kaufen zu können. 

Watt war gestern: Bei LED geben Lumen den Ton an

Ob die neue Lampe 3, 5 oder 8 Watt hat, ist für die Helligkeit unerheblich. Stattdessen müssen wir beim Einkauf auf den Wert achten, der in Lumen (lm) angegeben wird. Je heller es im Wohnzimmer oder der Küche sein soll, umso höher muss die Lumenzahl sein. Als Richtwert können wir uns an den folgenden Zahlen orientieren oder einfach die Leistung der (ehemaligen Lieblings-)Glühbirne in Watt mit dem Faktor 10 multiplizieren:

  • Glühlampe 25 Watt = 215 – 230 lm
  • Glühlampe 40 Watt = 410 – 430 lm
  • Glühlampe 60 Watt = 700 – 750 lm
  • Glühlampe 75 Watt = 910 – 970 lm

Vergleichbar sind diese Werte allerdings nur für einen Abstrahlwinkel, der dem einer Glühbirne entspricht. Denn nicht immer soll das Licht ja in alle Richtungen abstrahlen. Manchmal reicht schließlich auch ein kleiner Bereich. Etwa dann, wenn wir nur ein Bild an der Wohnzimmerwand anstrahlen wollen.

Die Glühbirne war praktisch ein Rundumstrahler, der das Licht in alle Richtungen verbreitet hat. LED-Birnen haben meist nur einen Abstrahlwinkel zwischen 130 und 160 Grad. Das ist bei Lampen in Deckennähe völlig ausreichend. Soll jedoch ein ähnlicher Abstrahlwinkel wie bei einer Glühbirne erreicht werden, dann muss man auf die etwas teureren Glühfaden-LED zurückgreifen. Diese haben zudem einen weiteren Vorteil: Ihr Licht kommt dem der Glühbirne am nächsten. Bei Reflektorlampen unterscheidet sich der Abstrahlwinkel übrigens kaum, da die Baukörper von Halogenlampen und LED-Reflektoren fast baugleich sind.

Dieser Beitrag stammt von Gastblogger Andreas Kühl. Mit energynet.de betreibt er eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Energie-Blogs. Bei Fragen und Anregungen könnt ihr ihn unter kontakt@energynet.de erreichen oder das Kommentarfeld unter diesem Beitrag nutzen.

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