03.11.2015 Adrian

LED(s) go: So leuchtet die Zukunft

Glühbirnen? Stromverschwendung. Energiesparlampen? Kaltes Licht. LED? Die Zukunft der Leuchtmittel! Wir zeigen euch, warum der LED-Technik die Zukunft gehört.

 

Beim Licht hört der Spaß auf. Nachdem die EU-Verordnung 244/2009 der Glühbirne den Garaus gemacht hatte, war die Empörung groß. Nicht wenige deckten sich daraufhin noch einmal mit dem Leuchtmittel ein, bevor es aus den Regalen der Bau- und Supermärkte verschwand und zehren seitdem von ihren Vorräten. 

Die damals ersatzweise angepriesenen Kompaktleuchtstofflampen waren und sind trotz technischer Fortschritte höchst unbeliebt. Ihr Licht gilt als kalt und ungemütlich, der Quecksilbergehalt als problematisch. Zudem leuchten sie erst nach einer gewissen Anlaufzeit in voller Stärke. Nicht selten summen sie dann störend vor sich hin, so der Vorwurf, und empfindliche Nasen behaupten gar, sie würden stinken.

 

Bis zu 80 Prozent Energieersparnis

Still und heimlich hat in den letzten Jahren die LED-Lampe Marktanteile gutgemacht. Erfreute sie sich aufgrund ihrer Effizienz und vielfältiger Einsatzmöglichkeiten zuerst in der Automobilbranche größter Beliebtheit, sind LED auch als Leuchtmittel in Smartphones und als Hintergrundbeleuchtung von LCD-Bildschirmen in Laptops und Fernsehern kaum mehr wegzudenken. Und der Siegeszug geht weiter: Ganze Kommunen rüsten ihre Straßenbeleuchtung mittlerweile auf die Halbleiterlichtquellen um und auch in Privathaushalten erhält die Technik zunehmend Einzug. 

Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  • bis zu 80 Prozent Energieersparnis im Vergleich zu einer 60 Watt Glühbirne
  • LED-Lampen leuchten direkt nach dem Einschalten mit voller Stärke
  • gute Farbwiedergabe
  • dimmbar
  • hohe Lebensdauer

Einzig der Preis von LED wirkt bei diesen Eigenschaften noch abschreckend. Für ein von Stiftung Warentest mit gut bewertetes LED-Leuchtmittel, das eine 75-Watt-Birne ersetzt, muss der Verbraucher gut und gerne zwischen 10 und 50 Euro auf den Tisch legen (test 04/2014). Zum Vergleich: Die günstigste Energiesparlampe ist bereits für einen Euro erhältlich. Doch vor allem dort, wo Lampen oft und lange eingeschaltet sind, spielen LED ihre Stärken voll aus und rechnen sich aufgrund ihrer langen Haltbarkeit im Dauereinsatz. 

Alte Lampen nicht entsorgen

Ideal ist ihr Einsatz daher im Wohnzimmer oder auch im Außenbereich, dort leuchten LED gerade bei Minusgeraden besonders hell – ganz im Gegensatz zu Kompaktleuchtstofflampen. Auch im Treppenhaus, wo das Licht häufig an- und ausgeschaltet wird und schnell verfügbar sein muss, sind LED-Lampen die ideale Besetzung. Wer LED auch in der Küche einsetzen möchte, sollte auf eine gute Farbwiedergabe achten, die ist beim Kochen nämlich besonders wichtig: 2.700 Kelvin und ein Ra-Wert über 90 sollten die Lampen daher laut der Stiftung Warentest aufweisen.

 

Unser Fazit: LED sind für die meisten Bereiche im Haushalt die beste Wahl. Wer alte, weniger effiziente Lampen nicht entsorgen möchte, kann sie im Keller, auf dem Dachboden oder in der Abstellkammer verwenden. An diesen Stellen werden sie nur selten benutzt und der hohe Stromverbrauch fällt nicht so sehr ins Gewicht.


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