25.05.2018 Claudia

Fahren und sparen: So geht Klimaschutz unterwegs

Wer eine Fahrgemeinschaft bildet, spart Geld und hat obendrein nette Gesellschaft (Bild: Adobe Stock).

Wenn Ihr auf das Auto nicht verzichten wollt oder könnt, habt Ihr trotzdem einige Möglichkeiten, Eure CO2-Bilanz ein wenig zu optimieren – und zwar mit unseren Sparen-trotz-fahren-Tipps.

Wer Fahrgemeinschaften bildet, hat nicht nur nette Gesellschaft wenn er auf dem Weg zur Arbeit mal wieder im Stau steht, sondern spart auch noch jede Menge Benzin und damit bares Geld. Schon bei einem Arbeitsweg von fünf Kilometern lohnt es sich, Mitfahrer zu suchen. Pro Strecke können so bis zu 255 kg CO2 vermieden werden – und obendrauf rund 120 Euro Benzingeld jährlich.

Teilen ist toll

Beim Carsharing kommen meist neue und verbrauchsarme Pkw zum Einsatz (Bild: Adobe Stock).

Ihr benötigt nur ab und zu ein Auto? Dann ist teilen auf jeden Fall besser als kaufen! Ihr spart Euch nicht nur die teuren Anschaffungs- und Haltungskosten wie Versicherung, Steuer und Benzin, sondern tut auch dem Klima etwas Gutes, da beim Carsharing meist sehr neue, verbrauchsarme Autos eingesetzt werden. Auf diese Weise lassen sich bei knapp 10.000 gefahrenen Kilometern im Jahr 280 kg CO2 vermeiden.

Kein Widerstand, bitte

Wenn es denn dann doch mal das Auto sein muss, dann solltet Ihr dieses zumindest so spritsparend wie möglich fahren. Das bedeutet: Nicht schneller als nötig fahren, denn hohe Geschwindigkeiten lassen den Energieverbrauch steigen. Grund dafür ist der größere Widerstand durch den Fahrtwind. Versucht außerdem, gleichmäßig zu fahren und nicht zu oft abzubremsen und wieder Gas zu geben und achtet auf den Drehzahlmesser. Am umweltfreundlichsten laufen Motoren bei 1.500 bis 2.500 Umdrehungen.

Reifen – so läuft´s rund fürs Klima

Der richtige Reifendruck senkt den Rollwiderstand und führt zu einem geringeren Spritverbrauch (Bild: Adobe Stock).

Seit einigen Jahren sind so genannte „Energiesparreifen“ auf dem Markt, die einen geringeren Rollwiderstand als herkömmliche Reifen haben und so weniger Benzin verbrauchen. Bis zu 5 % Kraftstoff können damit eingespart werden. Bei 40.000 gefahrenen Kilometern entspricht dies einer CO2-Einsparung von 280 kg.

Ebenso wie Energiesparreifen senkt auch der richtige Reifendruck den Rollwiderstand und führt zu einem geringeren Spritverbrauch – deshalb regelmäßig den Reifendruck checken, denn wenn dieser um nur 0.5 bar zu niedrig ist, lässt dies den Verbrauch bereits um rund 5 % steigen. Außerdem solltet Ihr Eure Winterreifen nicht unbedingt erst im Juni abmontieren, denn diese erhöhen ebenfalls die CO2-Emmission und verbrauchen rund 3 % mehr Kraftstoff als Sommerreifen. 

Weniger ist mehr

Ihr besucht übers Wochenende Mutti oder fahrt zum Surfen an den Gardasee? Dann solltet Ihr lieber zweimal überlegen, ob Ihr dafür tatsächlich Unmengen an Gepäck braucht. Hier ist weniger ganz klar mehr! Ihr erspart Euch so nicht nur lästige Tetris-Spielereien beim Kofferraum packen, sondern schont auch noch das Klima, denn unnötiger Ballast treibt den Spritverbrauch in die Höhe – dies gilt auch für ungenutzte Dachgepäckträger und den ganzen Kram, den man gerne mal im Kofferraum spazieren fährt.

Einfach mal abschalten

Der einfachste Tipp, der allerdings viel zu häufig vergessen wird: Einfach mal den Motor abstellen, wenn die Freundin Euch mal wieder im Auto warten lässt, weil sie sich nicht entscheiden kann, welche Schuhe sie anziehen soll. Abschalten lohnt sich bereits ab einer Haltezeit von 20 Sekunden. So können jährlich 85 kg CO2 vermieden werden und bei jährlich 15.000 gefahrenen Kilometern spart Ihr immerhin 45 €.

Fördermittel für E-Autos noch lange nicht erschöpft

Volle Fördertöpfe: Der Staat unterstützt die Käufer eines E-Autos (Bild: Adobe Stock).

Noch mehr CO2 einsparen könnt Ihr natürlich, wenn Ihr statt eines „normalen“ Autos ein Elektroauto oder einen E-Roller fahrt. Hier sollten wir uns ein Beispiel an den Norwegern nehmen: Im Land der Elche und Fjorde fährt bereits jeder Zweite ein Stromfahrzeug, in Deutschland erreichen diese bisher nur einen Marktanteil von 2 %. 

Dabei sind, wie gerade bekannt wurde, noch ausreichend Fördermittel (Stichwort: Elektro-Prämie) vorhanden: Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind im ersten Quartal dieses Jahres rund 11.000 Förderanträge eingegangen. Insgesamt steigt die Zahl der Anträge in Deutschland damit auf 57.549 – die finanziellen Mittel würden jedoch für mehr als 300.000 geförderte E-Fahrzeuge reichen, so Professor Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management gegenüber Focus online.

Wenn Ihr Euch für ein E-Auto entscheidet – egal ob leihweise für ein Wochenende (zum Beispiel hier: http://www.e-carsharing.net/elektroauto-mieten-in-koeln/) oder für ein ganzes Leben, findet Ihr auf www.tanke.info alle Standorte unserer 200 Ladestationen im Kölner Stadtgebiet. Wir wünschen viel Spaß beim Fahren – und natürlich auch beim Sparen!

Dieser Beitrag stammt von unserer Gastautorin Claudia Welkisch. Bei Fragen oder Anregungen erreicht ihr sie unter presse@rheinenergie.com. Weitere Texte von Claudia findet ihr in ihrem Reise-Blog Lieblingsplätze.





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