20.04.2016 Adrian

So lest ihr den Energieausweis richtig

Wie sparsam ist die Immobilie? Die Farbskala beim Energiebedarfsausweis verrät es auf einen Blick (Bild: Fotolia).

Wer eine Immobilie mieten oder kaufen will, muss schon bei der Besichtigung Einblick in den Energieausweis bekommen. Interessenten sehen so auf Anhieb, wie hoch der Energieverbrauch ist. Doch wie liest man den Ausweis richtig?

Der Energieausweis zeigt auf einer Farbskala von Grün (= gut) bis Rot (= schlecht) die Energieeffizienz eines Gebäudes an. Die Energieeinsparverordnung EnEV 2014 lässt zwei Arten gelten: den Verbrauchs- und den Bedarfsausweis. Der Verbrauchsausweis zeigt an, wie viel Energie in den vergangenen drei Jahren pro Quadratmeter im Schnitt benötigt wurde, um das Haus zu beheizen. Der Wert hängt natürlich sehr stark vom Heizverhalten der Bewohner ab. Ist das Haus schlecht gedämmt, kann der Energieausweis trotzdem „gut“ ausfallen, wenn die Bewohner wenig geheizt haben.

Bedarfsausweis ist aussagekräftiger

Die Beschaffenheit der Gebäudehülle spielt eine große Rolle bei der Berechnung für den Bedarfsausweis (Bild: Fotolia).

Der Bedarfsausweis basiert auf der Berechnung, wie hoch der Energiebedarf eines Gebäudes aufgrund seiner Bauweise sein soll. Hier fließen auch bauliche Aspekte wie etwa Standort, Beschaffenheit der Gebäudehülle und die vorhandene Haustechnik mit ein. Die Farbskala zeigt immer zwei Werte an. Oben steht der Endenergiebedarf. Er weist die Energiemenge aus, die rechnerisch bei Normwerten für Heizung, Warmwasserbereitung und Lüftung im Gebäude benötigt wird. Dieser Wert muss auch in den Immobilienanzeigen stehen. Je kleiner er ist, desto besser. Unter der Farbskala findet sich der Primärenergiebedarf. Er zeigt an, wie viel Energie aufgewendet werden muss, um eine bestimmte Menge an Wärmeenergie im Haus zu erzeugen. Dafür wird der Endenergiebedarf mit Primärenergiefaktoren wie etwa für Strom (1,8), Gas (1,1) oder auch Solarenergie (0) multipliziert. Erneuerbare Energien helfen also, den Primärenergiebedarf zu senken und die Umwelt zu schonen.

Auch der Verbrauchsausweis weist einen Primärenergiebedarf aus. Doch dieser sagt nichts über den tatsächlichen Energieverbrauch aus. Sitzen zum Beispiel Solarkollektoren zur Unterstützung der Heizung oder der Warmwasserbereitung auf einem schlecht gedämmten Gebäude, so können der reale Verbrauch und somit die Heizkosten trotzdem hoch liegen.

Dein Energieausweis von der RheinEnergie

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