30.06.2016 Adrian

LED: Darum ist der Abstrahlwinkel so wichtig

Sparsam und vielfältig: LED erleben einen Siegeszug. Für ein optimales Ergebnis sollte man auch den Abstrahlwinkel der Leuchten beachten (Bild: Fotolia).

LED sind sparsam und dabei unglaublich vielfältig. Kein Wunder, dass sie immer häufiger auch bei euch zu Hause zum Einatz kommen. Ein Aspekt, der beim Kauf jedoch selten beachtet wird, ist die Frage nach dem optimalen Abstrahlwinkel. Der ist auf der Verpackung zwar angegeben, doch die wenigsten wissen etwas damit anzufangen. Das wollen wir ändern. 

Der Abstrahlwinkel beschreibt den Bereich, in dem das vom Leuchtkörper abstrahlende Licht noch die Hälfte seiner ursprünglichen Stärke erreicht. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Halbwertswinkel. Wer den Abstrahlwinkel kennt, kann also sehr genau bestimmen, in welcher Höhe ein LED-Leuchtmittel angebracht werden muss, um den vorher bestimmten Bereich optimal auszuleuchten. Dies ist vor allem an Veranstaltungsorten, in Büros oder in Supermärkten wichtig. Logisch, wenn Produkte etwa im Halbdunkeln vor sich hin dämmern, erregen sie kaum Aufmerksamkeit und landen folglich seltener im Einkaufswagen. Aber auch bei euch zu Hause sorgen Kenntnisse über den Abstrahlwinkel dafür, dass das Licht genau so ist, wie ihr es euch wünscht. 

Wie kann ich den optimalen Abstrahlwinkel berechnen?

Abhängig von Art und Größe des Leuchtmittels unterscheidet sich dessen Leuchteigenschaft. Hinzu kommt der Umstand, dass LEDs verschiedene Lichtstärken besitzen. Wenn also eine Fläche in einer spezifischen Größe optimal ausgeleuchtet werden soll, ist es von Vorteil, den gewünschten Abstrahlwinkel im Vorfeld zu kennen. So könnt ihr das LED-Leuchtmittel direkt passend erwerben; „Testreihen“ und Reklamationen entfallen. 

Um den Abstrahlwinkel zu bestimmen, muss man den Durchmesser der zu beleuchtenden Fläche und den Abstand der Lichtquelle kennen. Die Berechnung erfolgt dann mittels Trigonometrie (das ist was mit Mathe...) Glücklicherweise gibt es Online-Rechner, die das für uns erledigen. Grundsätzlich gilt: Je größer der Abstrahlwinkel ist, desto größer ist auch der Lichtkegel, den ihr zur Be- bzw. Ausleuchtung nutzen könnt. 

Beispiel: Bei einem Abstrahlwinkel von 15 Grad und einem Abstand von 2 Metern (Lichtquelle zu Boden) beträgt der Durchmesser des Lichtkegels 0,53 Meter.

Ein Beispiel für die umgekehrte Rechnung (zur Ermittlung des benötigten Abstrahlwinkels, wenn ihr ein bestimmtes Areal ausleuchten wollt): Bei einer zu beleuchtenden Fläche von einem Meter Durchmesser und einem Abstand zur Lampe von 2,5 Metern beträgt der Abstrahlwinkel 22,62 Grad. 

Abstrahlwinkel

Ø Lichtkegel

15°

0,66 m

60°

2,89 m

90°

5 m

120°

8,66 m

Tabelle zeigt den Durchmesser des Lichtkegels bei einer Deckenhöhe von 2,5 Metern.

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Planung je nach Verwendungszweck

Abhängig davon, wofür beziehungsweise wo die LED-Beleuchtung zum Einsatz kommen soll, ist eine mehr oder weniger präzise Vorausplanung angebracht. Dabei müsst ihr bedenken, dass ein LED-Spot keine hundertprozentige Lichtkonzentration auf einen Punkt oder eine Fläche garantieren kann. Ein kleiner Streulichteffekt ist nicht zu vermeiden. Bei der Beleuchtung des Wohnzimmers ist eine exakte Richtwirkung zudem sicher nicht so relevant. Hier genügt das oben beschriebene Vorgehen zur Ermittlung des Abstrahlwinkels vollkommen aus, um ein angemessenes Leuchtmittel auszuwählen. An dieser Stelle erfahrt ihr übrigens, was es sonst noch beim Kauf von LEDs zu beachten gibt. Tiefergehende Informationen rund um das Thema Abstrahlwinkel von LED-Leuchtmitteln findet ihr auch auf der Infoseite von ledmarkt24.de.





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