Wissenswertes zum Weltwassertag: 5 Fakten zum Kölner Trinkwasser

Anna
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Lebenselixir von Köln: Das hochwertige und streng kontrollierte Trinkwasser, gewonnen aus der Kölner Bucht. (Bild: AdobeStock)

Am 22. März 2024 ist Weltwassertag. Wir bieten euch in Köln hochwertiges Trinkwasser an, das wir ortsnah fördern und stetig kontrollieren. Wusstet ihr zum Beispiel, wie lange das Grundwasser unter der Kölner Bucht reichen würde, wenn es sich nicht laufend erneuern würde? Erfahrt mehr dazu und noch viele weitere spannende Fakten zum Kölner Trinkwasser.

Fakt 1: Wasser satt in der Kölner Bucht

1 Milliarde Kubikmeter Trinkwasser lagern aktuell unter unseren Füßen in der Kölner Bucht – als Grundwasser, gut geschützt vor Umwelteinflüssen. Umgerechnet sind das mehr als 300.000 Schwimmbecken voll! Rein theoretisch würde der aktuelle Wasservorrat für gut 5 Jahre reichen – wenn das Grundwasser sich nicht ständig erneuern würde.

Für die Trinkwasseraufbereitung entnehmen wir jährlich rund 90 Millionen Kubikmeter (rund 30.000 Schwimmbecken!). Die Grundwasserneubildung in Köln liegt bei rund 101 Millionen Kubikmeter pro Jahr und m² (mehr als 33.500 Schwimmbecken).

Fakt 2: Trinkwasser aus 111 Brunnen

Früher ging man zum Brunnen am Dorfplatz, heute fördert die RheinEnergie aus 111 Brunnen das Wasser für alle Kölnerinnen und Kölner.

Mit über 1.100 kleineren Brunnen beobachten wir zwischen Siegburg und Leverkusen, Wesseling und Dormagen sowie von der Glessener Höhe bis in Bergische Land das Grundwasser mit Blick auf Quantität und Qualität. So erfahren wir, wie viel Grundwasser aktuell vorhanden ist und wie sich unsere Entnahmen sowie Wetterphänomene auf das gesamte Einzugsgebiet auswirken. Das Wasser benötigt meist noch mehr als 2 Jahre von diesen Überwachungsstellen bis zu unseren Förderbrunnen. Somit ist auch ausreichend Zeit gegeben, auf etwaige Verunreinigungen zu reagieren.

Fakt 3: Streng geschütztes Lebenselixier

Über rund 320 Quadratkilometer (knapp 45.000 Fußballfelder) links und rechts des Rheins erstrecken sich die Wasserschutzgebiete um unsere Brunnen und Wasserwerke. So halten wir Schadstoffe vom Grundwasser fern.

470 Hektar Wald (das sind rund 660 Fußballfelder) nennt die RheinEnergie ihr Eigen. Damit ist sie Kölns größte private Waldbesitzerin. Warum? Weil der Wald einen sehr guten Schutz für unser Grundwasser und für unsere Wassergewinnungsgebiete darstellt. Grundwasser kann im Wald versickern, durch den Waldboden wird das Wasser gefiltert.

Seit fast 40 Jahren kooperiert die RheinEnergie mit der Landwirtschaft in ihrem Versorgungsgebiet: Rund 100 Landwirte in Köln und im Umland mit insgesamt rund 10.000 Hektar Anbaufläche arbeiten mit unseren Wasserwerken eng zusammen. Man entwickelt gemeinsam besondere Landwirtschaftsverfahren, die gute Erträge sichern und gleichzeitig das Grundwasser schützen.

Fakt 4: Pro Tag und Kopf 150 Liter frisches Wasser

150 Liter pro Tag und Kopf, so viel Trinkwasser wird bei uns im Versorgungsgebiet gebraucht – zum Duschen, Waschen, Putzen, Trinken... 11 Grad ist das Wasser im Untergrund kalt – und zwar das ganze Jahr. Wenn es zuhause aus dem Wasserhahn deutlich wärmer ankommt, liegt dies meist an der Hausleitung. Lässt man es etwas ablaufen, fließt schnell kühleres Nass nach – ein Zeichen für Frische!

In 5 Wasserwerken wird das Wasser zu Trinkwasser aufbereitet. Über ein rund 3000 Kilometer langes Netz aus Leitungen gelangt das Trinkwasser von unseren Wasserwerken in die Haushalte. 5 Bar – so viel Druck herrscht auf der Wasserleitung, wenn das Trinkwasser das Wasserwerk verlässt. Bis zum heimischen Wasseranschluss sinkt der Druck etwas.

Fakt 5: Wer Leitungswasser trinkt, spart Geld und schützt die Umwelt

Für 1.000 Liter frisches Trinkwasser zahlt man in Köln derzeit 1,15 Euro. Dafür bekommt man beim Discounter maximal 4 Liter Flaschenwasser. Wer Leitungswasser trinkt, spart aber nicht nur Geld, sondern schützt auch die Umwelt. Durch den Transport und die Verpackung von Flaschenwasser wird viel CO2 ausgestoßen: Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 171 Liter Flaschenwasser pro Kopf im Jahr ganze 3 Millionen Tonnen CO2 – das ist 1,5 mal so viel CO2 wie der innerdeutsche Flugverkehr verursacht!

Der Stadtteil Nippes mit seinen sieben Veedeln ist Kölns 1. Wasserquartier. Mit dem Projekt „Wasserwende“ wollen wir die Bürgerinnen und Bürger dort motivieren, Trinkwasser aus der Leitung zu nutzen, statt es in Flaschen zu kaufen.


An 15 Trinkwasserspendern im Kölner Stadtgebiet könnt ihr euch kostenlos frisches Trinkwasser abfüllen. Die Spender sind in der Regel von April bis Ende Oktober in Betrieb. Aus hygienischen Gründen läuft das Wasser an den Spendern ständig; es kehrt aber in den natürlichen Kreislauf zurück.

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