24.05.2016 Adrian

Workshop im Waldlabor: So wird der Wald zum Kunstobjekt

Von klein bis groß: Aus den Hölzern lassen sich schöne Kunstwerke formen (Foto: RheinEnergie).

Im Waldlabor Köln experimentieren wir erfolgreich mit schnell wachsenden Hölzern als umweltfreundliche Energiequelle. An gleicher Stelle haben sich jetzt Studierende ausgetobt und den Wald kurzerhand zur Kunstform erhoben.

Märchenkulisse, Erholungsort, Rohstofflieferant – kaum eine Kulisse ist so eng mit unserer Kultur verbunden, wie der deutsche Wald. Und der zeigt sich dieser Tage kerngesund. Saurer Regen? Waldsterben? Kein Thema mehr. Das dürfte auch die 32 Studierenden gefreut haben, die sich während eines Workshops in unserem Waldlabor ausgetobt haben. In sechs Gruppen haben die angehenden Landschaftsarchitekten und Ingenieure unter der Leitung von Professor Dr. Frank Lohrberg Ideen und Modelle entworfen, die zeigen sollen, wie sich (bewirtschaftete) Grünflächen in ein modernes Stadtbild integrieren ließen. 

An Ideen mangelte es der Truppe offensichtlich nicht. Meterhohe, aus Ästen geflochtene Kugeln, Lauben, akkurat getrimmte Alleen und aus noch eingepflanzten Bäumen geschnürte Tunnel verteilen sich über das Areal in Köln-Junkersdorf. Das sähe auch auf den innerstädtischen Grünflächen an Aachener Weiher, Mediapark oder Stadtgarten toll aus. 

Bildergalerie: Grüne Entwürfe für die Stadt der Zukunft

  • Wie passt der Wald in die Stadt? 32 Studierende haben zu dieser Frage in unserem Waldlabor spannende Ideen entwickelt (alle Fotos: RheinEnergie).

  • Radeln wir am Grüngürtel künftig durch akkurat getrimmte Alleen?

  • Hier eine harmonisch wirkende Variante mit Schleife.

  • Oder erheben wir die Grünflächen in Zukunft zur Kunstform? Als Alternative zur "Kunst am Bau" die "Kunst aus und im Grün"?

  • Runde Sache: Diese geflochtenen Kugeln hätten wohl viele gerne in ihrem Garten stehen.

  • Wenn der Platz reicht...

  • Ordnung im Chaos. Wo alles zum Himmel strebt, schafft diese Studentin hat mit ihren horizontal angeordneten Ästen einen echten Hingucker. 

Wie den Studierenden dient das Waldlabor auch uns als Experimentierfeld. Denn mit dem rund 6,3 Hektar großen Energiewald untersuchen wir, wie sich ein energetisch nutzbarer Wald optimal bewirtschaften lässt. In der Plantage kultivieren wir vor allem schnell wachsende Gehölze wie Pappeln und Weiden, um aus ihnen klimafreundlich Energie zu gewinnen.

290 Tonnen CO2-Emissionen eingespart

Bei der Holzernte schneiden Forstleute mit einem Häcksler die Stämme oberhalb des Bodens ab, so dass die Wurzeln erhalten bleiben und die Bäume im folgenden Frühjahr wieder austreiben können. Alle zwei bis fünf Jahre kann geerntet werden. Bei der Ernte im Jahr 2014 wurden rund 380 Tonnen Pappel- und Weidenholz geerntet und zu Hackschnitzeln verarbeitet. Die daraus resultierende Energiemenge betrug rund 970.000 kWh. Rein rechnerisch entspricht das rund 100.000 Litern Heizöl. Gleichzeitig werden beim Einsatz der Holzhackschnitzel im Vergleich zum Heizöl etwa 290 Tonnen CO2-Emissionen eingespart.

Das Waldlabor Köln ist ein Gemeinschaftsprojekt von Toyota, der RheinEnergie und der Stadt Köln.





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