10.10.2014 Adrian

Am Weltmädchentag – Köln setzt pinkes Zeichen gegen Diskriminierung

Weltweit leiden Mädchen unter Diskriminierung, Unterdrückung und Misshandlung. Am Weltmädchentag demonstrieren Kölner Instituitionen gegen den Missstand und lassen Gebäude und Objekte in Pink erstrahlen. Auch die RheinEnergie beteiligt sich – umgesetzt hat die Aktion eine junge Kollegin.

 

Verdammt hoch, verdammt wackelig. Auf der Hebebühne ist die Aussicht auf das Jan-von-Werth-Denkmal am Kölner Alter Markt ausgezeichnet. Während auf dem Platz die Touristen flanieren, schraubt Heike Junggeburth in luftiger Höhe die Verglasung eines LED-Strahlers ab und versieht sie mit einer pinken Folie. „Für Menschen mit Höhenangst ist das hier oben sicher nichts“, sagt die 22-Jährige lachend und zieht die Schrauben nacheinander fest.

 

„Ältere Kollegen reagieren oft skeptisch“

Heike Junggeburth und Oktay Chelik präparieren anlässlich des Internationalen Weltmädchentags am 11. Oktober die Beleuchtung des Jan-von-Werth-Denkmals. Am Weltmädchentag wird in aller Welt gegen die Diskriminierung, Unterdrückung und Misshandlung von Mädchen demonstriert. Als weithin sichtbares Zeichen lässt die RheinEnergie in Köln auf Wunsch der Plan International Aktionsgruppe Köln neben dem Jan-von-Werth-Denkmal auch St. Pantaleon in den Abendstunden für die Aktion in Pink erstrahlen. 

  • Heike Junggeburth ... 

  • ... und Oktay Chelik präparieren anlässlich des Internationalen Weltmädchentags am 11. Oktober die Beleuchtung des Jan-von-Werth-Denkmals.

  • Am Weltmädchentag wird in aller Welt gegen die Diskriminierung, Unterdrückung und Misshandlung von Mädchen demonstriert.

  • Als weithin sichtbares Zeichen lässt die RheinEnergie in Köln auf Wunsch der Veranstalter neben dem Jan-von-Werth-Denkmal auch St. Pantaleon in den Abendstunden für die Aktion in Pink erstrahlen. 

  • Als ihr Chef Heike Junggeburth gefragt hat, ...

  • ... ob sie die Aktion zum Internationalen Weltmädchentag für die RheinEnergie umsetzen wolle, hat sie nicht lange gezögert. 

  • Als junge Frau, die in einer Männerdomäne arbeitet, hat auch sie früh am eigenem Leibe erfahren, was es heißt, aufgrund des Geschlechts mit Vorurteilen kämpfen zu müssen.

  • „Gerade ältere Kollegen reagieren am Anfang eher skeptisch auf mich", sagt die 22-Jährige.

  • Die Zusammenarbeit mit Oktay Chelik klappt hingegen problemlos. „Ich mache da überhaupt keinen Unterschied zwischen Mann und Frau“, sagt Oktay Chelik und fügt augenzwinkernd hinzu: „Und das als Türke.“

Heike Junggeburth hat bei der RheinEnergie eine Ausbildung zur Elektronikerin gemacht. Mit Ende der Lehre ist sie in den Bereich Öffentliche Beleuchtung gewechselt. Als Meisterassistentin ist sie verantwortlich für die Anstrahlung von Objekten im öffentlichen Raum. „Mein Beruf hat viel mit Kreativität zu tun. Die Objekte, die wir anstrahlen, bringen immer andere Voraussetzungen mit und brauchen daher eine individuelle Beleuchtung. So bleibt die Arbeit abwechslungsreich.“

Arbeiten gerne miteinander: Heike Junggeburth und Oktay Chelik.

Als ihr Chef Heike Junggeburth gefragt hat, ob sie die Aktion zum Internationalen Weltmädchentag für die RheinEnergie umsetzen wolle, hat sie nicht lange gezögert. Kein Wunder: Als junge Frau, die in einer Männerdomäne arbeitet, hat auch sie früh am eigenem Leibe erfahren, was es heißt, aufgrund des Geschlechts mit Vorurteilen kämpfen zu müssen. „Gerade ältere Kollegen reagieren am Anfang eher skeptisch auf mich. Da musste ich mir mit der Zeit schon ein dickes Fell zulegen.“

 

Die Zusammenarbeit mit Oktay Chelik klappt hingegen problemlos. Dabei ist der 40-Jährige der beinahe halb so alten Meisterassistentin als Angestellter eines Dienstleistungsunternehmens formal unterstellt. „Ich mache da überhaupt keinen Unterschied zwischen Mann und Frau“, sagt Oktay Chelik und fügt augenzwinkernd hinzu: „Und das als Türke.“

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