26.06.2020 Lutz-Peter

Strom aus der Nachbarschaft – Regionalstrom macht Energiewende erlebbar

Stellt seinen Strom unseren Kunden über "RegionalStrom" zur Verfügung: Thomas Klodt vom Bürgerwindpark Nörvenich (BIld: RheinEnergie).

Strom ist eine abstrakte Größe: Niemand kann bislang genau sagen, woher die Energie in seiner Steckdose stammt. Bestenfalls kennt er die Quelle – aber nicht deren Standort. Das ist jetzt anders: Regionalstrom kommt direkt aus der Nachbarschaft; von Wind- oder Solaranlagen, die man jederzeit besuchen kann.

Die Idee ist gar nicht so neu und aus dem Lebensmittelhandel bestens bekannt: Dort erobern regionale Produkte immer größere Marktanteile. Rewe beispielsweise bietet seit langem Obst und Gemüse, Eier und Milchprodukte von Erzeugern an, die in der Nähe des jeweiligen Marktes ansässig sind. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Transportwege sind kurz, die Energiekosten damit niedrig und der Verbraucher kann bei einem Wochenendausflug überprüfen, ob die Erzeuger-Angaben der Wahrheit entsprechen.

Die gleiche Möglichkeit bieten wir mit unserem Regionalstrom jetzt auch unseren Kunden: Wenn sie sich für einen entsprechenden Tarif entscheiden, bekommen sie Energie aus einer Photovoltaik- oder Windstrom-Anlage, die nicht weiter als 50 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt steht.

Karsten Milz, Landwirt und Energieerzeuger aus Überzeugung

Damit gibt es keine Ausrede mehr, mit Verweis auf abstrakte Lieferwege auf Ökostrom zu verzichten. Ganz im Gegenteil: Durch die nahegelegene klimafreundliche Erzeugungsanlage wird die Energiewende sinnlich erleb- und vorzeigbar – etwa beim Sonntagsausflug zum „eigenen“ Windrad.

Möglich macht’s das Regionalnachweisregister für regenerativen Strom, welches das Umweltbundesamt im vergangenen Jahr eingerichtet hat. Darin ist verzeichnet, aus welcher Anlage eine bestimmte Strommenge aus erneuerbaren Energien stammt. Maßgeblich für das System sind die Postleitzahlengebiete: Jede Regionalstromregion entspricht einem 50-Kilometer-Radius um ein Postleitzahlengebiet. Dank dieses Registers lassen sich also reiner Öko- und Regionalstrom klar unterscheiden.

So funktioniert RegionalStrom

Ziel unseres Engagements ist es vor allem, die Energiewende weiter voranzubringen. Dazu ist es hilfreich, eine möglichst große Akzeptanz für regionale Photovoltaik- und Windkraft-Anlagen zu schaffen. Und das lässt sich am ehesten erreichen, wenn sich möglichst viele Leute mit „ihrem“ Windrad verbunden fühlen.





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