17.08.2016 Claudia

Bildung, Beete, Bulk shopping – wir fördern vier neue Klimaschutzideen für Köln

Tolles Pilotprojekt des „Solidaritätsbund der Migranten e.V.“: In Köln lebende Flüchtlingskinder erfahren in Exkursionen allerlei zum Thema Klimaschutz (Bild: RheinEnergie).

Was haben ein rollendes Beet, Klimaschutzbildung für Flüchtlingskinder, ein vertikaler Schulgarten und ein verpackungsfreier Supermarkt gemeinsam? Die Antwort ist ganz einfach: Sie alle wurden in der aktuellen Förderrunde unseres Programms „KlimaBausteine“ mit bis zu 5.000 Euro bedacht. Wir stellen euch die Neuen vor.

Klimaschutzidee #1: das rollende Schulbeet

Die Gemeinschaftsgrundschule Müngersdorf plant mithilfe der KlimaBaustein-Förderung die Anschaffung eines Lastenrads mit Namen „MüngersGrün-Mobil“. Dieses soll das klimafokussierte Gartenprojekt ergänzen, das die Schule vor einigen Monaten ins Leben gerufen hat und das seitdem allen Müngersdorfern als Bildungsort offen steht. Das neue Lastenrad wird künftig nicht nur zum schadstoffarmen Pflanzenaustausch dienen, sondern auch als mobiler Infostand zu Themen wie klimafreundliche Mobilität und regionale Produkte. Außerdem planen die Schüler, neben Pflanzen auch Obst und Gemüse mit Nachbarschulen und anderen Müngersdorfern zu tauschen, für deren Anbau sie eine bisher brachliegende Fläche ihres Schulhofs nutzen wollen.

Klimaschutzidee #2: Klimaschutzbildung für Kinder aus aller Welt

Dieses Pilotprojekt wurde vom „Solidaritätsbund der Migranten e.V.“ ins Leben gerufen und möchte in Köln lebende Flüchtlingskinder zwischen acht und zwölf Jahren für das komplexe Thema Klimaschutz sensibilisieren. Zusammen mit Kindern aus benachbarten Schulen erfahren und erleben sie bei diesem Projekt Wissenswertes rund um den Klimaschutz. Daneben bekommen sie die Möglichkeit, andere Kinder kennenzulernen und sich so einfacher zu integrieren. Gemeinsam besuchen sie verschiedene Veranstaltungen und machen Exkursionen zu Einrichtungen wie dem Odysseum, dem Flughafen oder der Villa Öki. Begleitet werden sie dabei von erwachsenen Flüchtlingen, die als Übersetzer fungieren und sich damit ein stückweit mehr als Mitglied der Gesellschaft akzeptiert fühlen.

Klimaschutzidee #3: der vertikale Schulgarten

Seit 2013 erweitert und entwickelt die Abendrealschule der Stadt Köln ihre Gartenflächen, die nun mithilfe der Projektförderung durch neue Elemente ergänzt werden sollen. Das Besondere: Der Garten wächst in die Höhe! Geplant sind neben einer Weinreben- und einer Kiwi-Pergola auch ein Himbeerspalier und die Nutzung des Regenwassers aus Fallrohren. Das Projekt will nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz leisten sondern auch zur ökologischen Bildung. Außerdem bildet es die Grundlage für eine neue Schülerfirma, die zukünftig selbstangebautes Obst und Gemüse sowie daraus hergestellte Produkte wie Marmelade oder Kräuteröl verkaufen möchte.

Klimaschutzidee #4: Einkaufen ohne Verpackung

Jeder von uns verursacht jährlich 617 Kilogramm Müll. Würden wir auf unnötige Verpackungen verzichten, könnten wir unsere Müllproduktion um einen Großteil reduzieren. Hier setzt „Tante Olga“, der erste verpackungsfreie Kölner Supermarkt, an. Die Initiatoren der Zero-Waste-Lifestyle GbR haben es sich zum Ziel gesetzt, möglichst alle Waren bio-zertifiziert und regional zu beziehen. Angeboten werden Produkte wie Reis, Nudeln, Gewürze, Tee oder Süßigkeiten in Edelstahlspendern sowie Haushaltswaren. Geplant sind außerdem Veranstaltungen und Workshops zu den Themen Nachhaltigkeit und Müllvermeidung.

Habt ihr auch eine tolle Klimaschutzidee?

Wenn auch Ihr eine tolle Idee habt, die eine Förderung durch die KlimaBausteine verdient, dann könnt ihr euch ganz einfach, schnell und unbürokratisch über einen Online-Fragebogen bewerben.





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