31.01.2020 Claudia

Bambus: ein Rohstoff zum Verlieben

Lassen sich problemlos in der Biotonne entsorgen: die nachhaltigen Zahnbürsten von bambusliebe (Bild: bambusliebe).

Bambus ist nicht nur die Lieblingsnahrung von Pandabären, sondern auch ein schnell wachsender und flexibel einsetzbarer Rohstoff. Der Kölner Christoph Boldt produziert mit seinem Startup bambusliebe seit 2017 u.a. nachhaltige Zahnbürsten aus dem Riesengras. Dank seiner Bürsten konnten bereits 45.000 Plastikbürsten eingespart werden.   

 

Bis zu 30 Kilogramm Bambus frisst ein Panda – und zwar pro Tag. Denn Pandas lieben Bambus. Und Christoph Boldt aus Köln tut dies auch. So sehr, dass er den Bambus sogar zum Beruf gemacht und das Unternehmen „Bambusliebe“ gegründet hat. Seit 2017 stellt er nachhaltige Produkte aus dem schnell nachwachsenden Rohstoff her. Die helfen dabei, jede Menge Plastikmüll zu vermeiden. So konnten zum Beispiel dank seiner beliebten Bambus-Zahnbürsten bereits über 45.000 herkömmliche Bürsten eingespart werden. In Sachen Wattestäbchen sieht es sogar noch besser aus. Hier wurden dank Christophs Bambusstäbchen knapp 1,9 Millionen Plastikstäbchen gespart.

Warum gerade Bambus?

Für den jungen Kölner ist Bambus der perfekte Rohstoff, da er nicht wie ein Baum gefällt, sondern nur gekürzt werden muss. Aus der Wurzel wächst er dann selbstständig wieder nach – und zwar in einer beeindruckenden Geschwindigkeit von bis zu zwei Metern im Monat. Dieses schnelle Wachstum lässt den Bambus doppelt so viel Sauerstoff produzieren wie ein herkömmlicher Baum. Darüber hinaus ist das Riesengras genau so stabil und flexibel einsetzbar wie Holz. Dass Christoph und sein Team gerade Zahnbürsten und andere Hygieneartikel daraus fertigen, liegt im natürlichen Schutz vor Pilzen und Bakterien, die jeder Bambus aufweist. Er bildet eine besondere Substanz, die ihn antibakteriell werden lässt und die Verwendung von Pestiziden überflüssig macht.

Mit seinen nachhaltigen Produkten ist Christoph Boldt häufig zu Gast im Fernsehen (Bild: bambusliebe).

Biotonne statt Plastikmüll

Da die Lieblingsspeise der Pandas biologisch abbaubar ist und recycelt werden kann, können die meisten Produkte des Unternehmens „Bambusliebe“ ganz einfach in der Biotonne entsorgt werden. Neben der bereits erwähnten Zahnbürste bietet das Startup auch wiederverwendbare Abschminkpads, die bis zu zehn Jahre halten, sowie einen Eco-Waschball an. Der macht Buntwäsche völlig ohne umweltschädigendes Waschmittel wieder strahlend sauber. Relativ neu im Angebot ist die vegane Zahnseide. Sie besteht nicht wie die herkömmlichen Zahnsaubermacher aus Nylon, das wie Plastik mit Erdöl hergestellt wird, sondern aus Maisseide. Überzogen ist sie mit Wachs aus der afrikanischen Candelilla-Pflanze.

Diese Katze ist der Zahnbürste offensichtlich nicht abgeneigt (Bild: bambusliebe).

Christoph und seine Partnerin Angela lassen ihre alternativen Bambus-Bad-Produkte in Deutschland und Asien fertigen. Dabei arbeiten sie nur mit Herstellern und Lieferanten zusammen, die bei Arbeitsbedingungen und Bezahlung auf Fairness setzen. Wer mehr über das Unternehmen und die Produkte erfahren will, wird auf www.bambusliebe.de fündig. Dort gibt es Zahnbürste, Waschball & Co. auch zum einfachen Bestellen nach Hause.





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