11.05.2015 Adrian

Radeln unter Strom: Worauf ihr beim Kauf eines Pedelecs achten müsst

Die Zeiten, in denen E-Bikes als Rentnerraketen verspottet wurden, sind längst vorbei. Mittlerweile finden die flotten Stromer auch in jungen Zielgruppen reißenden Absatz. Wir verraten euch, worauf ihr beim Kauf eines E-Bikes achten solltet.

Hand aufs Herz. Welcher Radfahrer hat nicht schon davon geträumt, auf Knopfdruck Rückenwind zuschalten zu können? An einer Steigung, schlaftrunken auf dem Weg zur Arbeit oder wenn nach einer längeren Tour die Kräfte schwinden? Immer mehr Deutsche erfüllen sich diesen Traum mittlerweile durch den Kauf eines Fahrrads mit Elektroantrieb. Laut des Verbands der Zweiradindustrie (ZIV) ist der Absatz von Pedelecs und E-Bikes in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Allein im Jahr 2014 wurden in Deutschland 480.000 Stück verkauft.  2013 waren es noch 410.000. Und der Trend ist ungebrochen. Auf unseren Straßen sind annähernd 2,1 Millionen Pedelecs und E-Bikes unterwegs. Wer glaubt, die energiegeladenen Räder fänden nur bei älteren Personen Anklang, irrt. Auch jüngere Käufer setzen dank neuer Produktkategorien wie E-Mountainbikes zusehends auf die Räder mit Extraschub.

Plant auch ihr den Kauf eines E-Bikes oder Pedelecs? Dann solltet ihr folgende Punkte unbedingt beachten:

Stadt, Land, Fluss – der Einsatzzweck

Fahrt ihr überwiegend in der Stadt, sollte das Rad wendig sein. 28-Zoll-Laufräder sind dann nicht nötig. Anders verhält es sich auf dem Land. Dort sind große Laufräder sinnvoll. In beiden Einsatzgebieten sind gute Bremsen wichtig. Sie helfen Unfälle zu vermeiden. Denn ein E-Bike ist deutlich schwerer als ein konventionelles Rad und oft auch mit höherer Geschwindigkeit unterwegs.

Eine wichtige Frage vor dem Kauf: In welchem Gelände möchte ich mit meinem E-Bike fahren?

Wenn ihr es etwas wilder mögt und auch einmal abseits der Wege radeln wollt, sollte das Rad ein ausgewogenes Gewichtsverhältnis und pannensichere Reifen mit gutem Halt auf dem Untergrund aufweisen.

Für die Mitnahme im Auto empfiehlt sich ein Faltrad. Vor allem wenn ihr am Ziel nur kleinere Touren plant. Anhängerkupplungen mit Heckträger speziell für E-Räder transportieren aber auch das „normale“ E-Bike sicher ans Ziel.

Der Akku – abnehmbar oder nicht?

Verfügt ihr über eine Garage mit Stromanschluss? Dann muss der Akku des Rades nicht zwingend abnehmbar sein. Aber was ist im Urlaubshotel? Dort kann ein herausnehmbarer Akku, den man über Nacht im Hotelzimmer lädt, von Vorteil sein. 

Die Rahmengröße

Ob sportlich oder komfortabel: Die Zahl der Rahmentypen ist so vielfältig wie die Bedürfnisse der Radfahrer. Vor einer Beratung sollten sich die künftigen E-Biker daher über ihre Prioritäten im Klaren sein. Lege ich Wert auf bequemes Auf- und Absatteln? Einen sicheren Stand an der Ampel? Möchte ich meinen Rücken schonen oder in Beugehaltung über die Straße sausen? 

Die Wollmilchsau unter den E-Bikes

Gibt es nicht! Alle wollen ein schnelles Rad mit enormer Reichweite. Wiegen darf das Ganze natürlich nichts. Jedes zusätzliche Bauteil erhöht jedoch das Gewicht des Rades. Und auch der Akku ist schwer. Die Regel lautet: je größer die Reichweite, desto voluminöser und schwerer der Akku. Auch der Rahmen muss aufgrund der hohen Geschwindigkeiten besonders stabil sein. Die Folge: zusätzliches Gewicht. Ein gut und sicher ausgestattetes Rad bringt locker zwischen 22 und 26 Kilogramm auf die Waage.

An unseren Akku-Tanken wie hier am Lentpark gibt es den Strom für euer E-Bike übrigens kostenlos.

Wohin mit dem Motor? Eine Frage der Ästhetik

Viele Kunden wünschen sich aus Gründen der Ästhetik einen Motor, der gemeinsam mit dem Akku unmittelbar am Sattelrohr befestigt ist. Doch Mittelmotoren haben Nachteile: Sie laden beim Rollen nicht auf, weisen einen höheren Verschleiß auf und sind weniger agil als Heckantriebe. Heckmotoren wiederum gehen zu Lasten der Sicherheit: Denn durch die Gewichtsverlagerung nach hinten lastet weniger Gewicht auf dem Vorderrad und macht das Lenken in manchen Situationen „rutschig“.

Die Verkehrssicherheit

Pedelecs mit einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h müssen ein CE-Kennzeichen haben. Ansonsten gelten die gleichen Vorschriften der StVO wie für „normale Räder“.

Bei S-Pedelecs (S=Speed, bis 45Km/h) sieht die Sache schon anders aus. Sie müssen eine spezielle Straßenzulassung haben.

Und der Preis?

Eines ist sicher: Günstig ist der Spaß (noch) nicht! Gute, sichere und ausdauernde E-Räder mit entsprechender Reichweite kosten derzeit noch um die 2.000 Euro. 

Goldene Regeln für mehr Reichweite:

  • Auf optimalen Reifendruck achten
  • Nicht schaltfaul fahren
  • Sitzposition optimieren (Fahrt- und Gegenwind sind die größten Feinde der Reichweite)
  • Mit dem Gelände steigt und fällt die Reichweite
  • Die Außentemperatur macht bis zu 30 Prozent der Reichweite aus. Im Winter die Batterie immer mit reinnehmen.
  • Vorausschauend bremsen/rollen
  • Geölte Ketten und Ritzel sorgen für einen „reibungsloseren“ Lauf

Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Markward Kayser, Geschäftsführender Gesellschafter von ECO-MOBILITY, entstanden.

Sylvia

Gibt es bei Ihnen noch die Bezuschussung von 100 € für Pedelecs ?
Danke für die Info.

Adrian

Hallo,

nein, das Angebot gibt es leider nicht mehr.

Beste Grüße
Adrian

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