17.04.2020 Claudia

Gegen die Corona-Langeweile: Energie-Experimente (nicht nur) für Kinder

Draußen Frühling – drinnen wir. Das ist die aktuelle Lage und an der wird sich so schnell nichts ändern. Grund genug, uns mal ein paar Alternativen zu Netflix, Computerspielen & Co. zu überlegen. Dank unserer Experimente rund um Strom und Wasser sind Zuhause-Tage ab sofort nur noch lang und nicht mehr langweilig. 

Experiment 1: Warum Wasser und Seife gegen Corona helfen?

Händewaschen ist zwar immer wichtig, doch momentan ganz besonders. Warum das so ist und wie Wasser und Seife gegen Corona-Viren helfen, zeigt dieses einfache Experiment.

 

Was braucht man? Eine Schüssel mit Wasser, eine Schüssel mit Seifenlauge und etwas Pfeffer

 

Wie geht es? In die Wasserschüssel wird etwas Pfeffer geschüttet, der die Viren symbolisieren soll. Steckt man nun die ungewaschenen Finger ins Wasser passiert … nichts. Taucht man die Finger aber zuerst in die Seifenlauge und dann in die Schüssel mit dem Wasser-Pfeffer-Gemisch, weichen die Pfefferkörnchen sofort zurück.

 

Was lernt man? Seife zerstört durch die enthaltenen Tenside die Oberflächenspannung des Wassers, auf der der Pfeffer – ähnlich wie die Viren auf der Haut – haften. Diese lösen sich und weichen zurück. Fazit: Händewaschen ohne Seife hilft nicht gegen Corona-Viren.

Hilft Infektionen mit dem Corona-Virus zu vermeiden: häufiges und gründliches Händewaschen.

Experiment 2: Kräftemessen im Wasserglas

Was braucht man? Ein kleines Glas, einen Krug mit Wasser und einen tiefen Teller, sowie eine Brausetablette und ein Handtuch als Unterlage

 

Wie geht es? Das Glas mit Wasser füllen, die Brausetablette hineingeben und das Glas mit dem Teller bedecken. Dann das Glas mitsamt dem Teller mit Schwung umdrehen und dabei den Teller fest gegen das Glas drücken. 

 

Und was passiert dann? Im Glas beginnt es zu blubbern, das Wasser läuft nach und nach aus dem Glas auf den Teller. Die Erklärung liegt im Sprudelgas Kohlendioxid, das entsteht wenn sich die Brausetablette auflöst. Je mehr Gas entsteht, desto mehr dehnt es sich aus und verdrängt dabei das Wasser, bis das Glas scheinbar leer ist. In Wirklichkeit ist es gefüllt mit unsichtbarem Kohlendioxid. 

Wiederholt man das Experiment mit normalem Leitungswasser, passiert nichts – das Wasser bleibt komplett im umgedrehten und abgedeckten Glas. Achtet darauf, dass der Teller die Wassermenge im Glas fassen kann. Sonst gibt es eine klebrig-feuchte Sauerrei. 

Experiment 3: Zitronenstrom selbst gemacht

Das steckt Power drin: die Zitronen-Batterie.

Was braucht man? Eine möglichst saftige Zitrone, eine Unterlegscheibe aus Zink (Gibt’s in der Schraubenabteilung im Baumarkt), eine Zwei-Cent-Münze, zwei kleine Stück dünnes Kabel, zwei Metall-Büroklammern und einen Kopfhörer

 

Wie geht es? Zwei Schlitze in die Zitrone schneiden, etwa zwei Zentimeter voneinander entfernt. In den einen Schlitz wird die Unterlegscheibe gesteckt, in die andere die Münze. Von den Kabeln an den Enden etwa zwei Zentimeter der Plastikummantelung entfernen, sodass der Draht sichtbar wird. Ein Ende des einen Drahtes wickelt ihr um eine der Büroklammern, ein Ende des anderen Drahtes um die zweite Klammer. Nun wird die eine Büroklammer auf die Münze gesteckt, die andere auf die Unterlegscheibe. 

 

Und was passiert dann? Wenn man jetzt die beiden freien Drahtenden um den Kopfhörerstecker wickelt, schließt man einen Stromkreis und kann durch die Kopfhörer das Knistern des fließenden Stroms hören.

 

Übrigens: Die Zitrone auf keinen Fall mehr essen, da während des Versuchs giftige Stoffe entstehen.





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