05.02.2020 Ronja

"EDELGARD"-Schutzraum am Parkgürtel – Soforthilfe für Opfer sexualisierter Gewalt

In unserem Schutzraum finden Opfer sexualisierter Gewalt sofort Hilfe durch geschultes Personal (Bild: RheinEnergie).

"EDELGARD schützt" ist ein Präventionsprojekt für Frauen und Mädchen in Köln und will zu mehr Sicherheit im öffentlichen Raum beitragen. Mit "EDELGARD schützt" finden Frauen und Mädchen bei akuter Bedrohung schnell und unkompliziert Hilfte. Wir bieten ab sofort auch einen Schutzraum in Köln-Ehrenfeld.

Übergriffe auf Frauen und Mädchen finden alltäglich und öffentlich statt. Abfällige Kommentare auf der Straße, Angrabschen beim Feiern, Anstarren in der Bahn, aufdringliche Anmache, sexuelle Belästigung. Jede von ihnen geht anders mit diesen Übergriffen um und viele Betroffene leiden sehr darunter.

Darum beteiligen wir uns an der Kampagne „EDELGARD schützt“ der „Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt“ und haben in unserer Hauptverwaltung am Parkgürtel 24 in Köln-Ehrenfeld einen Raum eingerichtet, in dem Frauen und Mädchen sofort Hilfe erhalten, wenn sie sich belästigt oder bedroht fühlen. Damit sind wir eine von 137 Anlaufstellen für Frauen und Mädchen in Köln

Die Influencerin Diana Zur Löwen unterstützt "Edelgard schützt" und vermittelt das Thema an eine junge Zielgruppe (v.l.n.r.: Gesine Qualitz, Frauenberatungszentrum Köln e.V., Diana Zur Löwen, Bettina Mötting, Stadt Köln).

Bei uns arbeiten rund 3.000 Fach- und Führungskräfte sowie Auszubildende. Der größte Teil der Beschäftigten ist am Parkgürtel tätig. Auch das Kundenzentrum verzeichnet an Werktagen rund 160 Besuche. Daher haben wir uns entschieden einen geschützten Ort für Frauen einzurichten und fünf Leute zu schulen, die Betroffene bei Bedarf zum Raum begleiten und unterstützen.

 

Unterstützung erfährt die Initiative auch durch die Influencerin Diana Zur Löwen. Zur Löwen beschäftigt sich unter anderem in ihren Videos mit dem Thema und sensibilisiert so auch eine jüngere Zielgruppe für das Thema. "Es ist wichtig, dass sich junge Frauen wieder sicher fühlen dürfen, wenn sie rausgehen", sagte Zur Löwen am Mittwoch bei der Vorstellung  der EDELGARD MAP. Die Karte bildet alle 137 Kölner Schutzräume ab. Frauke Mahr vom Verein "Lobby für Mädchen" ergänzte: "Wir machen mit EDELGARD ein ganz alltägliches Thema besprechbar."

Video: Wir müssen reden (via Diana zur Löwen)

„Als Unternehmen sehen wir uns ganz klar in der Verantwortung für unsere Beschäftigten und auch für die Menschen, die hier in der Stadt leben. Für sie wollen wir zu größtmöglicher Sicherheit beitragen“, sagt Norbert Graefrath, Personalvorstand der RheinEnergie. „Über unsere Beteiligung am EDELGARD-Projekt wollen wir Betroffenen helfen und außerdem klar zum Ausdruck bringen, dass jegliche Übergriffe auf Frauen und Mädchen unerwünscht sind.“

Der charakteristische „EDELGARD schützt“-Aufkleber, an dem alle Edelgard-Räume in der Stadt zu erkennen sind, ist an den Türen der Hauptverwaltung angebracht und ebenso am Raum selbst, der vor Blicken Neugieriger durch Milchglas geschützt ist und einen sicheren Rückzugsort bietet.





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