14.12.2015 Andreas

Darauf solltet ihr beim Kauf von LED achten – Teil 2

LED sind sehr langlebig. Sogar nach einer Leuchtdauer von 50.000 Stunden weisen die Lampen noch 70 Prozent der Anfangshelligkeit auf (Bild: Fotolia).

Der LED gehört die Zukunft – keine Frage. Doch wahllos zugreifen sollte man beim Kauf nicht. Denn wer sein Zuhause in optimales Licht tauchen will, muss einige Werte auf der Verpackung beachten. Im zweiten Teil unserer Kaufberatung lest ihr u.a., anhand welcher Daten ihr die gewünschte Lichtstimmung, von wohlig warm bis sachlich kühl, ermitteln könnt.

Ob uns das Licht gefällt, bestimmen vor allem die Lichtfarbe und die Farbtemperatur der LED. Dabei gibt die Einheit Kelvin (K) an, ob das Licht eher warm (gelblich) oder kühl (blau) auf uns wirkt. Das warmweiße Licht, welches wir oftmals als das gemütlichere empfinden, hat eine Farbtemperatur zwischen 2.700 K und 3.300 K. Neutralweißes Tageslicht hingegen hat eine Farbtemperatur zwischen 3.300 K und 5.300 K und erzeugt eine oft als sachlich empfundene Lichtstimmung. Oberhalb von 5.300 K spricht man von Tageslichtweiß. Dieses Licht gilt als konzentrationsfördernd und ist biologisch wirksam.

Im Zusammenhang mit der Lichtfarbe wird häufig die Farbwiedergabe erwähnt. Denn bei unterschiedlichem Licht wirken die Farben von Bildern oder Gegenständen anders. Auch bei gleicher Lichtfarbe kann die Wiedergabe von Farben anders ausfallen. Aus diesem Grund unterscheidet man zwischen Lichtfarbe und Farbwiedergabe. Die ideale Farbwiedergabe ist mit dem Index-Wert Ra = 100 gekennzeichnet. Der Ra-Wert gibt an, wie natürlich die Farben wiedergegeben werden. Er sollte in Innenräumen nicht unter 80 liegen.

Brenndauer und Schaltzyklen von LED

LED haben einen weiteren Vorteil gegenüber anderen Leuchtmitteln: Sie halten deutlich länger. Bei Glühbirnen konnte man von rund 1.000 Stunden Brenndauer ausgehen. Energiesparlampen kamen bereits auf 10.000 Stunden. LED hingegen bringen es auf eine Brenndauer zwischen 20.000 und 50.000 Stunden. Es wird aber nicht gleich dunkel nach dieser Zeit. LED können noch wesentlich länger leuchten. Die Dauer gibt lediglich an, nach welcher Zeit der Lichtstrom nur noch 70 Prozent der Anfangshelligkeit aufweist.

Ein weiterer Vorteil: Im Gegensatz zu Energiesparlampen sind LED nicht anfällig gegenüber häufigem Ein- und Ausschalten. Sie vertragen problemlos 100.000 Schaltvorgänge. Allerdings kann sich ein häufiger kurzzeitiger Betrieb durchaus (etwas) auf die Lebensdauer der LED auswirken.

Achtung: Nicht alle LED sind dimmbar!

Wer die Helligkeit der Lampen mit einem Dimmer selbst regeln möchte, muss beim Kauf von LED darauf achten, dass diese auch dimmbar sind. Denn nicht jede LED ist für den Betrieb mit einem Dimmschalter ausgelegt. 

Dieser Beitrag stammt von Gastblogger Andreas Kühl. Mit energynet.de betreibt er eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Energie-Blogs. Bei Fragen und Anregungen könnt ihr ihn unter kontakt@energynet.de erreichen oder das Kommentarfeld unter diesem Beitrag nutzen.

Wir sind kontaktfreudig. Schreibt uns!