PV-Serie, Teil 3 | Rauf aufs Dach

Eugen
Eugen
blog
Ein Solardach auf dem Weg zum Einsatz. (Bild: RheinEnergie)

Jede Jeck is anders – sagt man gern in Köln. Doch nicht nur die Vielfalt der Menschen ist groß, auch die Dächer unserer Häuser sind vielfältig. Ob Flachdach, Satteldach oder Zeltdach, Dächer gibt es in unzähligen Formen. Doch sind sie auch alle für eine Solaranlage geeignet?

Ist mein Dach für Photovoltaik geeignet?

"Ob ein Dach für die Nutzung von Sonnenenergie geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab. Die Energieausbeute ist dann am größten, wenn die Solarmodule auf dem Dach nach Süden mit einem Winkel von 20 bis 35 Grad ausgerichtet sind. Aber auch Anlagen mit Nordausrichtung können mit einem passenden Neigungswinkel noch ausreichend von der Kraft der Sonne profitieren. Zudem werden heute viele Anlagen mit Ost-West Ausrichtung gebaut, um den Eigenverbrauch besser abzudecken."

Sebastian Bock, Leiter des Solarberatungszentrum Treffpunkt Solar, den wir gemeinsam mit der Stadt Köln und der Handwerkskammer zu Köln betreiben

Wie hoch sind die Anschaffungskosten? 

Die Kosten einer Solaranlage sind von deren Größe abhängig und liegen etwa bei 1.400 bis 3.000 Euro pro Kilowatt Leistung. In diesen Kosten sind bereits die Mehrwertsteuer (derzeit 0 %) und die Kosten für die Installation und die Inbetriebnahme der Anlage enthalten. Eine Solaranlage mit einer Leistung von 8 Kilowatt Peak kostet demnach etwa 15.000 Euro. Mit einem umfangreichen Förderprogramm bezuschusst die Stadt Köln unter anderem Photovoltaikanlagen und Stromspeicher.

Wann amortisiert sich eine PV-Anlage?

Durchschnittlich dauert es 10-15 Jahre, bis sich eine Solaranlage auf einem neuen Einfamilienhaus amortisiert hat. Diese Rechnung setzt voraus, dass 40 Prozent des Solarstroms im Haus verbraucht werden und der Rest für acht Cent pro Kilowattstunde ins Netz eingespeist wird. Die tatsächliche Amortisation ist stark vom individuellen Verbrauchsverhalten und den technischen Gegebenheiten abhängig. Die reine Betrachtung der Amortisationszeit greift allerdings zu kurz. Die Photovoltaikanlage ist vielmehr als Stromversorger zu betrachten, der über 25 Jahre Strom zu einem festen Preis liefert, der deutlich unter den Preisen der Versorger liegt. Die Kosten des eigenen Solarstroms liegen zwischen 10 und 20 ct/kWh.

Wie viel Sonne scheint bei mir?

Einen ersten Überblick darüber, wie viel Sonne auf das Dach Ihres Hauses scheint, liefert das Solarkataster des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen. Dort kann man mit ein paar wenigen Klicks erfahren, wie groß die Sonneneinstrahlung auf ihr Hausdach ist und in wie groß er zu erwartende jährliche Stromertrag sein wird. Hier lässt sich auch schon eine grobe Aussage zur künftigen Unabhängigkeit treffen. Auch die Möglichkeit einer Solarthermie-Anlage zur Warmwassergewinnung kann dort geprüft werden. 

Persönliche Beratung im Treffpunkt Solar

Für die weitere Planung bietet der Treffpunkt Solar eine persönliche Beratung an. Dieser kann entweder per Telefon, Video-Konferenz oder vor Ort in der Nähe des Kundenzentrum der RheinEnergie in Köln-Neuehrenfeld stattfinden.

PV-Serie

In unserer PV-Serie stellen wir euch ab sofort regelmäßig spannende Themen aus der Photovoltaik vor; erklären, wie Solaranlagen funktionieren und was die RheinEnergie mit dem Solar-Ausbau in Köln zu tun hat.

Kommentare
User
Energiebastler99

Also ich weiß ehrlich gesagt nicht, woher ihr diese Preisvorstellungen für die Solaranlagen nehmt. 8 kWp für nur knappe 15.000€ ? Das ist ja mehr als günstig. Eher 20.000€ und mit Speicher sind wir dann schon eher in Richtung 25-30.000€ Keine Firma wird dir so ein günstiges Angebot machen. Zumal deren Auftragsbücher gut gefüllt sind und die nicht gerade einen Mangel an Kunden haben. Ich kenne selber Leute die sich eine Anlage in etwa der Größenordnung installiert haben (mit Speicher) und da hats dann knappe 30.000€ gekostet. Installiert/ verkauft der Treffpunkt Solar selber auch Solaranlagen?

Schreib uns deinen Kommentar!

Weitere Beiträge

Ab in den Urlaub, aber vorher Stromfresser aus!

Ihr fahrt in die Ferien? Das ist schön, ihr habt euch ein wenig Erholung redlich verdient. Um ein paar Euro mehr in die Urlaubskasse legen zu können, raten wir euch, kurz vor der Abreise einmal die Räume eurer Wohnung zu checken. Denn es gibt dort garantiert elektrische Geräte, die nun wirklich keinen Strom verbrauchen müssen, während ihr unterwegs seid.

weiterlesen
Bild
25Jun

Haus dämmen, Teil 1 | Dämmen ist Klimaschutz

So kontrovers viele Klimaschutzmaßnahmen diskutiert werden – bei einer Sache kann man sicher sein, dass sie einen Beitrag zum Klimaschutz leistet: die Dämmung des Eigenheims. Doch wo fange ich mit der Dämmung an? Wir beantworten euch die wichtigsten Fragen in unserer Serie zum Thema Dämmung. 

weiterlesen
Bild
15Feb

Haus dämmen, Teil 3 | Dachdämmung – alles Gute kommt von oben?

Ein neues Dach ist teuer. Daher scheuen sich viele, die es nicht ohnehin müssen, über die Dämmung des Dachs nachzudenken. Wir verraten euch, für wen die Dachdämmung Pflicht ist, welche Möglichkeiten es gibt es und was ihr dabei beachten solltet.

weiterlesen
Bild
14Mär

Klimaschonend und sparsam: So heizt ihr richtig

Ein Großteil des Energieverbrauchs im Haushalt entfällt auf die Heizung. Wir haben einige Tipps für euch zusammengestellt, mit denen ihr beim Heizen die Umwelt und gleichzeitig euer Portemonnaie schonen könnt.

weiterlesen
Bild
31Jan

Tierische Stromfresser

Haustiere sind teuer. Nicht nur dann, wenn Steuern, Tierarzt- oder Futterkosten zu Buche schlagen. Auch der Stromverbrauch kann, je nach Tier und Haltungsart, in unerwartete Höhen schnellen. Abhängig davon von welchem tierischen Mitbewohner die Rede ist, gibt es natürlich große Verbrauchsunterschiede. Im Folgenden beleuchten wir diese nach Tierart.

weiterlesen
Bild
07Nov