In Kölner Unterführungen: Mit LED gegen die Angst

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Dunkel, schmutzig, angsteinflößend: Einige Kölner Unterführungen wirken in den Abendstunden und bei Nacht besonders bedrohlich. Wer kann, macht dann einen großen Bogen um sie herum. Mit modernster LED-Technik wollen wir die Durchgänge nach und nach sicherer und schöner machen.

In Kürze ist Köln um eine weitere „Schmuddelecke“ ärmer: Die Unterführung an der Maybachstraße wird künftig dank modernster LED-Technik auch in den Abendstunden und bei Nacht gut ausgeleuchtet. Passanten, die den Durchgang aus Angst zuvor gemieden haben, können sich dort dann ein gutes Stück sicherer fühlen. Die Beleuchtung ist Teil des Konzepts „Lichtpassagen“, bei dem wir es uns gemeinsam mit der Stadt Köln zum Ziel gemacht haben, Köln Stück für Stück von dunklen Unterführungen und Tunneln zu befreien.

Den Grund für das Engagement nennt RheinEnergie-Netzvorstand Dr. Andreas Cerbe: „Als Kölner Unternehmen mit entsprechendem Know-how tragen wir gerne dazu bei, unsere Stadt sicherer und schöner zu machen.“ Dabei sei es für unsere Experten „eine besondere Herausforderung, Funktion, Ästhetik und Energieeffizienz in Einklang zu bringen und innovative Lösungen zu finden. Wir müssen verstehen, dass Licht auch ein gestalterisches Element ist, mit dem wir Passagen aufwerten können“.

Den Anfang des Projektes hatte Ende 2012 die Ausleuchtung der Bahnunterführung an der Marzellenstraße gemacht, die dank 72 LED-Scheinwerfern von einem düsteren Angstraum in einen annähernd taghellen Durchgang verwandelt werden konnte. Die Projektkosten von 50.000 Euro haben sich die Stiftung „Lebendige Stadt„ und die RheinEnergie geteilt.

30 Prozent weniger Strom

Der Unterführung an der Marzellenstraße ist 2014 jene an der Trankgasse gefolgt. 84 LED-Strahler leuchten dort seit Januar erfolgreich gegen die Angst an. Das türkisfarbene Licht greift das Kölner Brückengrün auf und setzt durch gekonntes Ausleuchten die besonders ausgefeilte Stahlkonstruktion der Unterführung in Szene. Die einzelnen Strahler bestehen aus jeweils 24 LEDs und kommen auf eine Leistung von 40 Watt. Dabei verbrauchen die Leuchten im Vergleich zu herkömmlichen Lampen 30 Prozent weniger Strom.

Noch tüfteln unsere Experten an der optimalen Gestaltung für den Gereonswall. Die Ergebnisse einer ersten Probebeleuchtung konnten sich aber mehr als nur sehen lassen.

Kennt ihr besonders schmuddelige Unterführungen und Durchgänge in Köln? Wo fühlt ihr euch besonders unwohl, wo läuft euch Schauer über den Rücken? Sagt uns Bescheid! Vielleicht können wir den Angstraum ja schon bald mit unserer LED-Technik aufwerten.

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