26.01.2018 Adrian

Hochwasser in Köln - und was die RheinEnergie damit zu tun hat

Das Hochwasser wirkt sich auch auf unsere Arbeitsabläufe aus.

Der Pegel des Rheins ist auf über acht Meter gestiegen und soll am Samstagmorgen seinen vorläufigen Höchststand erreichen. Für unsere Kollegen bedeutet das eine erhöhte Alarmbereitschaft. Sie überwachen die Kölner Energie- und Wasserversorgung nun noch engmaschiger.

8,30 Meter – diesen Stand soll der Rhein am Kölner Pegel laut einer aktuellen Prognose der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) am Samstagmorgen erreichen. Der Wert kann allerdings um zehn Zentimeter mehr oder weniger schwanken. So genau lässt sich die Höhe des Scheitelpunktes nicht bestimmen. Relativ sicher scheint aber, dass der Rheinpegel dann langsam wieder sinkt. 

Neue Niederschläge am Mittelrhein

Die StEB betreiben ganzjährig eine Hochwasserschutzzentrale, über die sie den Wasserstand des Rheins überwachen. Das Unternehmen ist mit seinen Pumpwerken und Abwasserkanalsystemen unmittelbar von einem Hochwasser betroffen: In diese strömen die Fluten nämlich als erstes, bevor sie Promenaden, Vorgärten und Keller überfluten. Die StEB haben deshalb ein großes Interesse, die Lage genau zu überblicken. So genau, dass Mitarbeiter Can Kemerdere weiß, dass ausgerechnet Regenfälle vom vergangenen Montag in der Nähe von Karlsruhe einen großen Teil zum aktuellen Hochwasser in Köln beitragen. „Das ist eine Menge, da weiß man, jetzt passiert was“, so Kemerdere gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Hinzu kommen Niederschläge am Mittelrhein den gesamten Freitag über. 

Der Pegel in Köln soll am Samstag seinen Höchststand erreichen.

Kemerdere und seine Kollegen sind jeden Tag damit beschäftigt, Daten zusammenzutragen, anhand derer sie ihre Lageberichte und Prognosen zuverlässig anfertigen können. Diese erreichen auch unseren Kollegen Robert Linden. Linden ist Hochwasserschutzbeauftragter der RheinEnergie. In dieser Funktion berät er Feuerwehr, Stadt, Polizei und Technisches Hilfswerk. Auch kommuniziert er den Anforderungsbedarf für Einsatzkräfte der RheinEnergie. Denn mit unseren Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmeleitungen nebst dazugehöriger Infrastruktur hält unser Unternehmen Köln buchstäblich am Laufen.

Zusätzliche Pumpen installiert

„Bei der RheinEnergie sind wir im Moment in Alarmbereitschaft“, sagt Linden. In Schächten, die mit Rheinwasser volllaufen könnten, habe man zusätzliche Pumpen installiert. Zudem seien mehr Mitarbeiter als gewöhnlich in Rufbereitschaft. So könne man im Notfall schnell reagieren. Etwa dann, wenn eine Netzstation überflutet wird oder andere Anlagen von Überflutung bedroht sind. Damit rechnet Linden zurzeit aber nicht. „Fürs Erste haben wir alles im Griff. Da sich die Lage am Samstag wieder entspannen soll, sind Versorgungsbeeinträchtigungen infolge des Hochwassers sehr unwahrscheinlich.“ 

Spitzt sich die Situation wider Erwarten zu, würde Linden übrigens als Fachberater seinen Platz in der dann um RheinEnergie, DLRG, Feuerwehr, Polizei und Stadt Köln erweiterten „großen“ Hochwasserzentrale der StEB einnehmen. 

Wer sich für die aktuellen Wasserstandsmeldungen der StEB interessiert, kann diese auf der Homepage des Unternehmens einsehen. 





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