Manchmal muss man auch mal Dampf ablassen

Eugen
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Mithilfe von sogenannten Kondensatableitern stellen wir die Qualität und Leistung der Dampfversorgung sicher. (Bild: AdobeStock)

Dampf ist ein zuverlässiger Energieträger für viele Industrieprozesse im Kölner Norden. Doch damit Dampf sein volles Potenzial entfalten kann, muss er in einwandfreier Qualität bereitgestellt werden. Mithilfe von sogenannten Kondensatableitern stellen wir die Qualität und Leistung der Dampfversorgung sicher.

Die Herausforderung: Kondensat in den Leitungen

Dampf entsteht durch die Verdampfung von Wasser. Während des Transports kühlt Dampf in den Leitungen allerdings ab, und ein Teil davon kondensiert wieder zu Wasser – sogenanntes Kondensat. Dieses Kondensat kann jedoch erhebliche Probleme verursachen:

  • Es reduziert die Transportkapazität der Leitung, da Wasser weniger Wärme speichert als Dampf.
  • Es kann zu Wasserschlägen führen, die Leitungen und Ventile beschädigen und somit die Lebensdauer der Rohrleitungen verkürzen.

Die Lösung: Kondensatableiter

Damit diese Probleme gar nicht erst entstehen, werden in Dampfleitungen in regelmäßigen Abschnitten sogenannte Kondensatableiter eingebaut. Diese kleinen, aber wirkungsvollen Vorrichtungen entfernen das Kondensat zuverlässig aus den Dampfleitungen, ohne den Dampffluss zu behindern. Auf diese Weise bleibt der Dampf in der vorgeschriebenen Qualität erhalten.

An kalten Tagen ist der Austritt des Kondensats sichtbar. Dieser Dampf ist ein normales Phänomen und entsteht, wenn das Wasser abkühlt und verdampft. Er stellt keine Gefahr dar und ist ein Zeichen dafür, dass das System ordnungsgemäß arbeitet. Die entstehende Dampfwolke ist lediglich ein sichtbarer Hinweis das die Dampfleitung in Betrieb ist.

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