25.06.2018 Lutz-Peter

#GERSWE: So stark schwankte der Kölner Wasserverbrauch in der Halbzeitpause

Im Kölner Wassernetz schwankt der Verbrauch bei Deutschlandspielen stark (Montage: RheinEnergie).

Wenn die Nationalmannschaft spielt, sitzt Deutschland vorm Bildschirm und fiebert mit. Die Sehgewohnheiten mögen variieren – die Bedürfnisse jedoch sind überall gleich: Wenn die Kicker in der Kabine verschwinden, gehen die Zuschauer in der Halbzeitpause zu einem anderen „Örtchen“ – und sorgen für reichlich Bewegung beim Kölner Wasserverbrauch.

Um 20:43 Uhr, kurz vor Ende der 1. Halbzeit der WM-Partie Deutschland gegen Schweden, hat der Wasserverbrauch in Köln einen Tiefstand erreicht. Der Grund? Klar, halb Köln sitzt vor dem Bildschirm und verfolgt gebannt das Spiel. Das ändert sich, sobald Jérôme Boateng, Toni Kroos und Marco Reus in der Halbzeitpause das Spielfeld verlassen und in der Kabine verschwinden. Dann suchen nämlich auch die Fans in Köln scharenweise die Toilette auf.

Die Wasserkurve im Detail

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Und das hat Folgen: Innerhalb weniger Sekunden steigt der Kölner Wasserverbrauch auf einen Spitzenwert:13.558 Kubikmeter rauschen dann von jetzt auf gleich durch die Leitungen. Für unsere Wasserwerke sind solche Schwankungen kein Problem: Deren Kapazitäten stießen auch dann noch nicht an ihre Grenzen, wenn sämtliche Toilettenspülungen der Stadt gleichzeitig betätigt würden.

Wasserdruck bleibt immer gleich

Dennoch sichern wir die Trinkwasser-Versorgung bei solch medialen Großereignissen zusätzlich ab: Techniker schalten kurz vor der Halbzeitpause Zusatzpumpen an. Üblicherweise läuft die Versorgung vollautomatisch: Ähnlich wie ein Herz den Blutdruck reguliert, sorgen unsere Pumpen dafür, dass im Kölner Trinkwassernetz stets gleichbleibender Druck herrscht.

Je weiter das Team von Joachim Löw im Turnier kommt, desto höher fällt übrigens auch der Wasserverbrauch in der Halbzeitpause und nach Spielende aus. Im Viertelfinale der WM 2014 stieg der Verbrauch etwa um 150 Prozent.

Dieser Beitrag stammt von unserem Kollegen Lutz-Peter Eisenhut. Bei Fragen oder Anregungen erreicht ihr ihn unter lp.eisenhut@rheinenergie.com.





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