03.12.2021 Gast

Papier und Bäume sparen

Papier gilt als umweltfreundliche Verpackung. Verglichen mit Plastik sicherlich richtig. Doch auch Papier kostet Rohstoffe in Form von Bäumen. Daran hat sich bis heute nicht grundsätzlich etwas geändert.

Als Folge der Corona-Pandemie ist der Papierverbrach im Online-Handel deutlich gestiegen. So bekam jeder Deutsche 2020 im Durchschnitt 44 Pakete, weil deutlich mehr Waren nach Hause bestellt wurden.

 

Der weltweit wachsende Papierberg ist aber nicht alleine dem Online-Shopping geschuldet. Auch diejenigen, die dem Online-Einkauf nichts abgewinnen, können einen Beitrag leisten, um weniger Papier zu verbrauchen.

 

Hier also sechs einfache Tipps zum Papiersparen:

 

Papier recyceln spart 60 Prozent an Energie verglichen mit der Herstellung aus Frischfasern. Quelle: Adobe Stock.

Doppelseitig drucken
Jeder moderne Drucker kann das: Machen Sie es sich zur Gewohnheit Dokumente doppelseitig auszudrucken oder wählen Sie in den Druckereinstellungen nur die Seiten oder Textpassagen aus, die Sie tatsächlich als Ausdruck benötigen. Die Druckereinstellungen sind im Handumdrehen geöffnet und wahrlich kein Buch mit sieben Siegeln.

 

Verpackungsfrei einkaufen
Greifen Sie bei Drogerieartikeln und Lebensmitteln zu Produkten, die unverpackt verkauft werden. In einigen Geschäften kann man Reinigungsmittel und Kosmetikartikel nachfüllen lassen. Unverpackt-Läden kommen sogar komplett ohne Verpackungen aus. Und senden sie dem Einzelhandel die richtigen Signale. Überflüssige Umverpackungen sollte jeder konsequent vor Ort in den Geschäften entsorgen bzw. dort zurücklassen.

 

Kaffe zum Mitnehmen im Mehrwegbecher
Immer mehr Cafés bieten Pfandbecher an oder akzeptieren mitgebrachte Behälter. Sich in Ruhe für eine Kaffeepause hinzusetzen ist auch nicht aus der Mode gekommen. Das Gleiche gilt für Restaurants, bei denen man sich sein Essen „to go“ holt.

 

Mehrweg- statt Einwegprodukte 
50 Prozent aller weltweit industriell gefällten Bäume werden
zu Papier – in Form von Verpackungen, Briefumschlägen, Zeitungen, Geschenk- und Büropapier, Küchentüchern oder Toilettenpapier. Greifen Sie daher beim Einkauf möglichst zu Mehrwegartikeln: Taschentücher oder Servietten gibt es auch aus Stoff, der sich mehrfach verwenden lässt. Ist ein wenig Gewöhnungssache.

 

Lokale Händler bevorzugen
Oft kommen online bestellte Artikel in überdimensionierten Kartons oder Versandtaschen aus Plastik nach Hause. Einkaufen vor Ort ist
nachhaltiger. Geben Sie lokalen Händlern den Vorzug und kaufen Sie so wenig wie möglich im Internet ein.

 

Dem blauen Engel vertrauen
Produkte mit dem Siegel „Blauer Engel“ sind nachhaltig und umweltschonend. Sie bestehen zu 100 Prozent aus Recyclingpapier und werden mit einem geringeren Energie- und Wasserverbrauch hergestellt als Papierprodukte aus Zellstoff. Außerdem garantiert das
Siegel, dass keine Bleichmittel, optische Aufheller und andere Chemikalien enthalten sind.

240 Kilogramm Papier verbrauchen die Deutschen pro Kopf jedes Jahr. Fast die Hälfte davon entfällt auf Verpackungen, 38 Prozent auf Druck-, Presse- und Büropapiere. Hygienepapiere liegen bei 7 Prozent.


72 Prozent betrug die Recyclingquote von Altpapier 2019 in Europa. Im Vergleich zur Herstellung aus Frischfasern spart recyceltes Papier 60 Prozent Energie, 70 Prozent Wasser sowie Chemikalien.





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