24.02.2016 Andreas

Gebäudesanierung: mit neuem Förderprogramm zu mehr Energieeffizienz

Verlockend: Fördergelder für Sanierungswillige (Foto: Fotolia).

Auch schon darüber nachgedacht, die veraltete Heizungstechnik im Keller endlich zu erneuern?

Dann könnte das neue „Anreizprogramm Energieeffizienz“ der Bundesregierung genau das Richtige für euch sein. Denn das liefert Fördergelder satt – zur Freude der Umwelt und des Portemonnaies.

 

Gute Neuigkeiten für Hausbesitzer, die ihr Gebäude energetisch sanieren wollen: Seit Jahresbeginn gibt es mit dem „Anreizprogramm Energieeffizienz“ der Bundesregierung die Möglichkeit, Fördermittel für die Sanierung, insbesondere für den Austausch der Heizungsanlage, zu erhalten. Beantragt werden kann die Förderung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Letztgenanntes gilt für den Fall, dass die künftige Heizung mit Erneuerbarer Energie betrieben werden soll.

Nachholbedarf bei der Wärmeversorgung

Hintergrund ist, dass für den Klimaschutz in Deutschland noch viel zu tun ist. Vor allem bei der Reduzierung des Energieverbrauchs von Gebäuden hat sich in der Vergangenheit zu wenig getan. Deshalb hat die Bundesregierung zum 1. Januar das „Anreizprogramm Energieeffizienz“ gestartet. Dieses ergänzt die bestehenden Förderprogramme um zusätzliche Angebote. Neben aufwändigen Komplettsanierungen und Einzelmaßnahmen gibt es jetzt auch sinnvolle Kombi-Lösungen.

So zum Beispiel ein Paket, das eine Optimierung der gesamten Wärmeversorgung vorsieht. Bedingung: Es muss eine neue Heizung auf Basis eines effizienten Gas-Brennwertgerätes oder ein System unter Beteiligung Erneuerbarer Energie zum Einsatz kommen (z.B. mit Solarstrom betriebene Wärmepumpe, Biogas, etc.).

Video: Mit moderner Heiztechnik raus aus den 80ern

Aber auch an anderer Stelle wird gefördert. So etwa beim Einbau einer kontrollierten Wohnungslüftung. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle vorgenommen werden. Das Risiko von Bauschäden durch Schimmel lässt sich so verringern und das Raumklima deutlich verbessern.

Investitionszuschuss von 15 Prozent möglich

Die Paketlösungen für Heizung und Lüftung gibt es bei der KfW im Rahmen des Programms "Energieeffizient sanieren" – wahlweise in Form eines Zuschusses oder eines Kredits. Wer einen Kredit beantragt, erhält einen Tilgungszuschuss von 12,5 Prozent (maximal 6.250 EUR ) auf den Förderhöchstbetrag von 50.000 EUR pro Wohneinheit.

Gewusst wie: Wohnen energieeffizient gestalten (Foto: Fotolia).

Wer die Sanierung aus eigener Tasche bezahlt, kann bei der KfW einen Investitionszuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten von 50.000 EUR, also max. 7.500 EUR, pro Wohneinheit beantragen.

Wer bei der Wärmezufuhr auf Erneuerbare Energie setzen will, der muss seinen Förderantrag nach dem Marktanreizprogramm (MAP) bei der BAFA stellen. Daher wird das Heizungspaket für die Nutzung von Biomasse, einer Wärmepumpe oder Solarthermie auch zusammen im MAP beantragt. Die Unterlagen sind um die entsprechende Paketlösung erweitert worden.

Mit dem Programm wird der Austausch von alten, ineffizienten Heizungen etwas attraktiver, nachdem die Preise für Heizöl momentan nicht gerade zu einer Sanierung einladen. Aber wer weiß schon, wie lange das so bleiben wird?

 

Ihr seid euch nicht sicher, ob eine Förderung für euch infrage kommt? Dann nutzt unsere Online-Förderberatung. Natürlich sind wir auch persönlich für euch da. Unser Energieberater freut sich auf euren Anruf (Telefon 0221 178-2501) oder über eure E-Mail an vertrieb-heizungswechsel@rheinenergie.com.

Dieser Beitrag stammt von Gastblogger Andreas Kühl. Mit energynet.de betreibt er eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Energie-Blogs. Bei Fragen und Anregungen könnt ihr ihn unter kontakt@energynet.de erreichen oder das Kommentarfeld unter diesem Beitrag nutzen.

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