Energiesparend kochen fürs Fest – Welche Zubereitungsart an Weihnachten wirklich Strom spart 

Jennifer
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Das Festessen: Wenn Genuss auf Energie trifft

Wie viel Strom steckt eigentlich in einem Weihnachtsessen? Um diese Frage nicht nur theoretisch zu beantworten, haben wir sie ganz praktisch durchgerechnet – auf Basis des offiziellen Weihnachtsmenüs aus dem RheinEnergie-Betriebsrestaurant. Das Menü bietet gleich mehrere Perspektiven: ein klassisches Festessen mit Entenbrust, eine moderne vegane Variante mit Tempeh-Braten und für viele untrennbar mit Heiligabend verknüpft: Kartoffelsalat mit Bockwurst. 

Welche Küchengeräte verbrauchen besonders viel Strom?

Eines vorweg; nicht jedes Küchengerät arbeitet gleich effizient. Besonders große Stromverbraucher sind Backofen, Raclette und Fondue. Der Airfryer sowie das Kochen auf dem Herd mit Deckel gehören dagegen zu den energiesparendsten Varianten.

Airfryer statt Backofen – auch fürs Festessen?

Obwohl dem Airfryer das Image der schnellen Pommes Maschine anhaftet, ist er gerade für die Zubereitung kleinerer Fleischstücke oder Beilagen extrem effizient. Auch die Entenbrust aus dem Weihnachtsmenü kann darin energiesparend gegart werden. Statt rund 45 Minuten Backofenbetrieb reichen etwa 15–18 Minuten im Airfryer – für saftige Konsistenz und knusprige Haut. Beilagen wie Ofengemüse, Knödel oder das Streusel-Topping des Apfel-Crumbles lassen sich ebenfalls hervorragend im Airfryer vorbereiten und später kurz im Ofen finalisieren. So verkürzt sich die Laufzeit des Backofens deutlich.

Was kostet das Weihnachtsmenü an Strom?

Das komplette Weihnachtsmenü aus unserem Betriebsrestaurant benötigt rund 5,3 Kilowattstunden Strom. Je nach RheinEnergie-Tarif entspricht das ungefähr 1,40 bis 1,60 Euro an Stromkosten.

Das RheinEnergie-Weinachtsmenü

Großverbraucher Raclette im Vergleich

Ein klassischer Raclette-Abend verbraucht hingegen deutlich mehr Energie. Durch den mehrstündigen Dauerbetrieb entstehen schnell 6 bis 7 Kilowattstunden Verbrauch – allein für das Gerät. Raclette bleibt zwar ein gemütlicher Klassiker, ist energetisch jedoch einer der teuersten Weihnachtsbräuche.

Merke: Die wichtigsten Stromspar-Tipps fürs Fest

• Immer mit Deckel kochen

• Umluft statt Ober- und Unterhitze nutzen

• Mehrere Gerichte gleichzeitig im Backofen garen

• Airfryer gezielt für Einzelportionen einsetzen

• Nachwärme im Backofen nutzen

• Raclette nicht unnötig lange laufen lassen

Für Traditionsliebende: Kartoffelsalat mit Bockwurst

Auch dieses Gericht aus dem Weihnachtsangebot der Kantine ist aus energetischer Sicht besonders sparsam: Die Kartoffeln werden einmal gekocht, die Bockwürste lediglich erhitzt. Insgesamt liegt der Stromverbrauch deutlich unter 2 Kilowattstunden – also unter 60 Cent.

Fazit

Festlich kochen und Energiesparen schließen sich nicht aus. Wer Geräte klug kombiniert, den Airfryer geschickt einsetzt und Garprozesse bündelt, genießt Weihnachten entspannt, stromsparend und nachhaltig.

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