„Wir gestalten die Energiewende mit“

Eugen
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Christian Suchak (li.) und Alexander Felk bringen den Ausbau erneuerbarer Energien voran. (Bild: RheinEnergie)

Wir gehen die Energie- und Wärmewende aktiv an. Daher haben wir eine Reihe neuer Projekte angestoßen – allen voran die Großwärmepumpe am Standort Niehl. Um diese Projekte umzusetzen, brauchen wir gut ausgebildete und motivierte Kolleginnen und Kollegen.

Zu ihnen gehören Christian Suchak (40) und Alexander Felk (37). Seit Ende vergangenen Jahres bringen die beiden Kraftwerksplaner gemeinsam mit ihrem Team den Ausbau erneuerbarer Energien voran. Hier erzählen sie, welchen Beitrag sie zur Energieversorgung der Zukunft leisten und auf welche Herausforderungen sie in ihrem neuen Job treffen.

RheinEnergieBlog: Christian und Alex, ihr seid beide im vergangenen Jahr als Experten für Kraftwerksplanung bei der RheinEnergie gestartet – und direkt bei einigen unserer größten Energie- und Wärmewende-Projekte mit eingestiegen.

Welche Projekte beschäftigen euch gerade besonders?

Alexander Felk: Unsere Hauptaufgabe und größte Herausforderung ist aktuell die Planung der Großwärmepumpe am Heizkraftwerk Niehl – aktuell Europas größtes Wärmepumpensystem! Die Großwärmepumpe soll perspektivisch bis zu 50.000 Haushalte in der Kölner Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen mit einer Gesamtleistung von 150 Megawatt mitversorgen.

Christian Suchak: Das ist also ein sehr großes und komplexes Projekt - da ist es gut, dass wir beide als Experten für die Wärmewende im Team arbeiten und uns gegenseitig unterstützen. Bei dem Projekt lernen wir sehr viel dazu, das wir auch für neue Projekte einsetzen können: Ich arbeite zum Beispiel gerade an einer Machbarkeitsstudie für den Bau einer weiteren Großwärmepumpe. Wir beschäftigen uns aber nicht nur mit Wärmepumpen: Ich betreue auch die Schnittstelle zwischen der RheinEnergie und der KLAR (Klärschlammverbrennung) am Standort Merkenich. Darüber hinaus verantworte ich das Vorprojekt für den möglichen Bau einer Solarthermieanlage. All diese Projekte sind wichtig für die Wärmewende.

Alexander Felk und Christian Suchak

Was fasziniert euch an eurer Arbeit?

Alexander Felk: Mich reizt an dem Job, dass ich das, was ich vorher geplant habe, später auch im Betrieb erleben kann. Die Großwärmepumpe in Niehl ist ein gutes Beispiel dafür: Ich erlebe den gesamten Projektablauf mit – von den ersten Ideen, über die Genehmigung, den Bau, die Inbetriebnahme und danach, ganz wichtig, den Betrieb.

Christian Suchak: Ich finde die Vielfältigkeit der Projekte sehr spannend. Man hat neben der klassischen Technik auch mit Naturschutz oder juristischen Themen zu tun. Wir planen nicht nur für die Schublade, sondern werden das, was wir vorher geplant haben, auch im Praxiseinsatz sehen.

Alexander Felk: Wenn alles klappt, dann geht das Wärmepumpensystem 2028 an den Start. So bekommen wir die Möglichkeit, unsere Energiewende aus der ersten Reihe zu erleben und sie aktiv mitzugestalten.

Christian Suchak: Genau, und das ist auf der einen Seite eine tolle Erfahrung, aber auf der anderen Seite natürlich auch eine große Herausforderung. Daher ist es wichtig, dass wir immer im Team arbeiten und uns sehr viel austauschen – sowohl innerhalb unserer Abteilung als auch mit anderen Abteilungen bei der RheinEnergie. Als Einzelkämpfer kannst du hier nämlich nichts bewegen. Es müssen alle an einem Strang ziehen.

Fakten Wärmepumpe Köln-Niehl

  • Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe
  • Standort: Kraftwerk Köln-Niehl
  • Start des Projekts: 2023
  • Gesamtleistung: 150 Megawatt
  • Versorgung: Bis zu 50.000 Haushalte
  • Investitionen: 200 Millionen Euro
  • Fertigstellung: 2028

Was sind die größten Herausforderungen, vor denen ihr gerade steht?

Alexander Felk: Bei dem Projekt Großwärmepumpe ist es natürlich die Größe und Komplexität des Projektes. Zurzeit koordinieren wir die Schnittstellen zum Bestand sowie zu den Netzen. Hier ist eine abteilungsübergreifende Koordination und Information enorm wichtig.

Christian Suchak: Bei meinen Projekten ist das Herausfordernde, dass wir die Anlagen, die wir planen, in das bestehende System integrieren müssen. Wir planen also nicht auf der grünen Wiese, sondern müssen die neuen Anlagen in den bestehenden Anlagenpark integrieren. Dabei muss die Erzeugung, ob Strom oder Wärme, immer ungestört weiterlaufen.

Was motiviert euch dazu, euch diesen Herausforderungen zu stellen?

Alexander Felk: Ich betreue Projekte, die zur Dekarbonisierung unserer Wärmeversorgung beitragen. Die klimafreundliche Zukunft einer gesamten Stadt zu gestalten, ist eine spannende Aufgabe und für mich die größte Motivation.

Christian Suchak: Als Kraftwerksplaner bin ich Teil eines Teams von Fachleuten, die gemeinsam daran arbeiten, innovative Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung zu entwickeln. Indem ich mein Fachwissen und meine Fähigkeiten einbringe, trage ich dazu bei, die Energiewende voranzutreiben und eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen zu sichern. Mich motiviert es sehr, dass meine Arbeit einen positiven Einfluss hat.

Ihr wollt mehr über die Wärmewende in Köln erfahren?

Dann klickt euch durch unsere Seiten zur kommunalen Wärmeplanung und der Wärmewende in Köln. 

Noch mehr zum Stand unseres Leuchtturmprojekts in Köln-Niehl, erzählt Alexander Felk in diesem Interview.

Wie seid ihr eigentlich zur RheinEnergie gekommen?

Alexander Felk: Ich war vorher zehn Jahre im klassischen Anlagen- und Kraftwerksbau. Ich wollte aber schon lange zu einem Betreiber von Kraftwerken wechseln. Da ich in Köln wohne, stand die RheinEnergie ganz oben auf meiner Liste möglicher Arbeitgeber. Mir ist es wichtig, in einem Unternehmen zu arbeiten, das sich für eine nachhaltige Zukunft einsetzt und im Bereich erneuerbare Energien Fortschritte vorantreibt.

Christian Suchak: Ich war vorher über zehn Jahre in der Zementbranche tätig. Für mich war irgendwann der Punkt erreicht, dass ich mit meiner Arbeit nicht mehr hauptsächlich neue CO2-Emissionen verursachen wollte, sondern diese viel mehr reduzieren möchte. Aus privaten Gründen hat es mich nach Köln verschlagen und ich war dann auf Jobsuche. Bei der RheinEnergie habe ich nicht nur eine gute berufliche Perspektive, sondern auch die Möglichkeit, mich für den Klimaschutz zu engagieren und die Klimawende aktiv mitzugestalten.

Das Energienetz der Zukunft mitgestalten

Im Jahr 2030 sollen 80 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien stammen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der RheinEnergie arbeiten daher jeden Tag daran, die Umweltziele zu erreichen und gleichzeitig unseren Kunden eine zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung zu bieten.

Die RheinEnergie forciert besonders den Ausbau von Fernwärmenetzen und Großwärmepumpen: Neben dem Bau der Großwärmepumpe in Köln-Niehl sind bereits zwei weitere Projekte geplant. Großwärmepumpen haben beim Umstieg von fossiler auf erneuerbare Wärmeerzeugung ein erhebliches Potenzial: Bis 2045 können sie laut einer Studie von Agora Energiewende 70 Prozent der Fernwärmeversorgung übernehmen und damit einen Großteil des Erdgases ersetzen. Damit der zügige Ausbau von Großwärmepumpen und die Modernisierung unserer Netze gelingen, sind wir immer auf der Suche nach motivierten und engagierten Fach- und Nachwuchskräften, die mit ihrer Arbeit die Energie- und Wärmewende mitgestalten wollen.

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