Steuern, Umlagen & Co. – so setzt sich der Strompreis zusammen

Oliver
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Der Strompreis in Deutschland setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. (Bild: AdobeStock)

In diesem Artikel erklären wir euch, aus welchen Bausteinen sich der Strompreis zusammensetzt, warum die Netzentgelte regional so unterschiedlich ausfallen und was wir bei der RheinEnergie konkret dafür tun, damit eure Preise fair und verlässlich bleiben.

Die nächste Stromrechnung kommt bestimmt. Doch was genau steckt eigentlich alles in eurem Strompreis? Warum ist der Strom in Deutschland teurer als in anderen europäischen Ländern? Und an wen fließt das Geld? Viele öffnen ihre Jahresabrechnung und sehen vor allem eine Zahl: den Gesamtbetrag. Was sich dahinter verbirgt, bleibt oft im Dunkeln. Dabei lohnt sich der Blick auf die Details, denn er zeigt auch, wo wir als euer Energieversorger tatsächlich ansetzen können – und wo nicht.

Strompreis im Überblick: drei große Bausteine

Grundsätzlich lässt sich der Strompreis für Privathaushalte in drei große Blöcke aufteilen, die unterschiedlich stark beeinflussbar sind:

  • Energiebeschaffung, Erzeugung und Vertrieb – das sind die einzigen Bestandteile, die euer Energieversorger direkt mitgestalten kann.
  • Netzentgelte – die Kosten für Transport und Verteilung des Stroms durch die Leitungen.
  • Steuern, Abgaben und Umlagen – staatlich festgelegte Bestandteile, auf die kein Versorger Einfluss hat.

Laut der aktuellen Strompreisanalyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) entfallen von 100 Euro Stromkosten durchschnittlich rund 41 Euro auf Beschaffung und Vertrieb, etwa 25 Euro auf die Netzentgelte und knapp 34 Euro auf Steuern, Abgaben und Umlagen. Schaut man sich diese Verteilung an, die sich von Jahr zu Jahr leicht verändert, wird schnell klar: Nur ein Teil der Rechnung lässt sich durch den Energieversorger selbst gestalten, der Rest ist staatlich oder regulatorisch vorgegeben.

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte ist 2026 im Vergleich zum Vorjahr gesunken und beträgt durchschnittlich 37,0 ct/kWh. (Grafik: BDEW) 

Energiebeschaffung und Vertrieb: der größte Posten

Auch wenn die Beschaffung nicht einmal die Hälfte des Strompreises ausmacht, ist es mit rund 40 Prozent der größte Anteil an eurer Stromrechnung: Hierunter fallen der Einkauf am Großhandelsmarkt, die Erzeugung beziehungsweise der Bezug von Energie sowie Vertrieb, Service und Kundenbetreuung. „Wer große Teile seines Stroms langfristig und in Tranchen einkauft, anstatt sich kurzfristig einzudecken, kann Preisschwankungen an der Börse besser abfedern. Genau das ist einer der Hebel, über den wir bei der RheinEnergie Einfluss auf die Preise nehmen", erklärt Andreas Vieten, Leiter Produkt & Value Management.

Wer besonders flexibel ist, kann übrigens auch anders vom Markt profitieren: Bei unserem dynamischen Stromtarif wirken sich die Börsenpreise direkt auf eure Stromkosten aus, weil sich der Preis mehrmals täglich ändert. So könnt ihr euren Verbrauch, etwa für Wärmepumpe oder E-Auto, gezielt in günstige Zeiten legen.

Netzentgelte: warum sich der Strompreis regional unterscheidet

Die Netzentgelte finanzieren Bau, Betrieb und Wartung der Strom- und Umspannnetze, über die der Strom letztlich bei euch ankommt. In Deutschland gibt es mehr als 800 Verteilnetzbetreiber, jeder kalkuliert die Kosten nach festen Vorgaben anhand der seiner jeweiligen Rahmenbedingungen. Reguliert ist das alles durch die Bundesnetzagentur, sodass sichergestellt ist, dass die Regeln auch eingehalten werden. Das erklärt, warum Netzentgelte von Region zu Region spürbar variierenkönnen, denn es gibt viele strukturelle Unterschiede: Je nachdem, wie dicht besiedelt ein Gebiet ist, wie alt die Infrastruktur ist, wie viele Anlagen für erneuerbaren Strom im Netzgebiet sind und wie viel Netzausbau ansteht, fallen die Kosten unterschiedlich aus.

Weniger als die Häfte des Strompreises resultiert aus der Energiebeschaffung. (Bild: AdobeStock)

In Köln übernimmt unsere Tochtergesellschaft RheinNetz GmbH den Betrieb der Strom- und Gasnetze. Ein Grund, warum Netzentgelte vielerorts steigen, ist der notwendige Aus- und Umbau der Versorgungsnetze. Das ist aufwendig und teuer. Doch nur so können immer mehr dezentrale Wärmepumpen, erneuerbare Energiequellen und Ladepunkte zuverlässig ans Netz gehen. Die Investitionen zahlen sich also langfristig aus, weil sie die Versorgung stabil und zukunftsfähig halten. Das Verteilnetz ist die Grundlage für das Gelingen der Energiewende vor Ort: Ohne leistungsfähige Netze könnte niemand seine persönlichen Anlagen sicher betreiben.

Steuern, Abgaben und Umlagen: der staatliche Anteil

Der dritte große Block ist rein staatlich vorgegeben und für alle Energieversorger identisch. Dazu zählen unter anderem:

  • die Stromsteuer, ein fester Betrag je Kilowattstunde
  • die Konzessionsabgabe, die an die jeweilige Kommune fließt
  • die Umsatzsteuer auf den gesamten Rechnungsbetrag
  • sowie weitere Umlagen wie die KWK-G- oder die Offshore-Netzumlage

Auf diesen Anteil hat kein Energieversorger direkten Einfluss. Die einzelnen Steuern, Abgaben und Umlagen sind gesetzlich oder regulatorisch vorgegeben; ihre konkrete Höhe kann jedoch unter anderem vom Verbrauch, vom Netzgebiet und von gesetzlichen Sonderregelungen abhängen.

Die Stromsteuer wird als fester Betrag je verbrauchter Kilowattstunde erhoben. Sie wurde im Zuge der ökologischen Steuerreform eingeführt und gehört heute zu den staatlich festgelegten Bestandteilen des Strompreises.

Die KWK-G-Umlage unterstützt Anlagen, die Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen. Bei dieser sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung wird die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme zum Beispiel für Nah- oder Fernwärme genutzt. Dadurch lässt sich eingesetzte Energie effizienter verwenden.

Strompreis Deutschland im europäischen Vergleich

Im Vergleich zu vielen anderen Ländern in Europa liegen die Strompreise in Deutschland auf einem höheren Niveau. Das liegt weniger an den reinen Erzeugungskosten als vielmehr an zwei Faktoren: dem umfangreichen Umbau der Netzinfrastruktur, der in den kommenden Jahren europaweit ansteht, aber in Deutschland besonders intensiv vorangetrieben wird, sowie an vergleichsweise hohen staatlichen Steuern und Abgaben. Diskussionen über Strompreise sind daher immer auch Diskussionen über politische und regulatorische Rahmenbedingungen, nicht notwendigerweise über die Preispolitik einzelner Versorger.

Was tut die RheinEnergie für faire Strompreise?

Auch wenn ein großer Teil des Strompreises staatlich festgelegt ist: An den Stellschrauben, die wir selbst in der Hand haben, setzen wir gezielt an.

1. Eine verlässliche, langfristige Beschaffungsstrategie

Statt kurzfristig und ausschließlich zu Spotmarktpreisen einzukaufen, sichern wir Energiemengen vor allem frühzeitig und in Tranchen ab. Das schafft Kalkulationssicherheit, für uns und für euch. Zum Jahresbeginn 2026 konnten wir die Strompreise für unsere Bestandskundinnen und -kunden zum Beispiel deutlich senken (übrigens zum zweiten Mal in Folge), insbesondere weil die Beschaffungskosten gesunken waren. Genau diesen Effekt geben wir an euch weiter, sobald sich das Marktumfeld entspannt.

2. Regionale Verankerung

Als kommunaler Energieversorger für die Region Köln sind wir mit der Stadt und den Menschen verwurzelt: mit eigener regionaler Infrastruktur, kurzen Entscheidungswegen und einem Kundenservice, der die Bedürfnisse der Kölnerinnen und Kölner kennt. Das schafft Verlässlichkeit, gerade wenn es um die langfristige Versorgungssicherheit einer ganzen Region geht.

3. Verschiedene Tarifmodelle für unterschiedliche Bedürfnisse

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher vergleichen bei den schwankenden Strompreisen die aktuell gültigen Tarife von verschiedenen Versorgern, ein durchaus sinnvoller Schritt. Dabei findet auch die Grundversorgung ihren Platz: Sie kann euch eine automatische, unkomplizierte Versorgung ohne Vertragsbindung bieten. Ob sich für euch ein Wechsel in anderen Tarif lohnt, hängt von eurem individuellen Verbrauch und Verhalten ab.

Übrigens: Der Anteil erneuerbarer Energien an eurem Strom verändert die grundsätzliche Zusammensetzung des Strompreises nicht, Beschaffung, Netzentgelte und Steuern bleiben dieselben Bausteine.

Seit 2022 erhalten unsere Privatkundinnen und -kunden sowie die Gewerbekundschaft standardmäßig zu 100 Prozent zertifizierten Ökostrom aus erneuerbaren Energien.

Die RheinEnergie gibt günstigere Beschaffungskosten an ihre Kundinnen und Kunden weiter. (Bild: AdobeStock)

Fazit: Drei Bausteine, ein Ziel: Transparenz

Der Strompreis setzt sich aus Beschaffung und Vertrieb, Netzentgelten inklusive Messstellenbetrieb sowie Steuern, Abgaben und Umlagen zusammen. Direkt gestalten können Energieversorger vor allem Beschaffung, Vertrieb und ihre eigenen Tarifmodelle. Netzentgelte sowie staatliche Preisbestandteile werden dagegen regulatorisch oder gesetzlich bestimmt. „Wir setzen bei der RheinEnergie deshalb auf eine vorausschauende Beschaffungsstrategie und passende Tarifmodelle für unterschiedliche Bedürfnisse, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten, Preisschwankungen bestmöglich abzufedern und unseren Kundinnen und Kunden verlässliche Energielösungen aus einer Hand zu bieten", sagt Andreas Vieten.

Schaut gerne in eure eigene Rechnung nach dem Anteil der Netzentgelte und Umlagen: Jetzt wisst ihr, was genau sich dahinter verbirgt. Wer noch mehr Fragen zur Rechnung hat oder den passenden Stromtarif finden möchte, den beraten wir gerne.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

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