Hip und teuer: Lifestyle-Getränk blk. soll Trinkwasser Konkurrenz machen

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Es sieht aus wie Cola, schmeckt wie Wasser, wirkt wie ein Energy-Drink und soll dabei mindestens so gesund wie Mineralwasser sein. Geht es nach dem Willen der Hersteller, erobert das neue Lifestyle-Getränk blk. den europäischen Markt im Sturm. Doch was genau steckt hinter dem trendigen Muntermacher?

blk. – die Kurzform von „black“ (schwarz) – ist der Name eines neuen Lifestyle-Getränks aus Amerika, dass Europa im Sturm erobern soll. Die Zutaten des Wundermittels: Mineralwasser und Fulvinsäure. Durch die Säure erhält das Wasser seine ungewöhnliche schwarze Farbe, behält aber die Konsistenz von reinem Wasser. Dennoch soll es alle Eigenschaften eines Energydrinks aufweisen – ganz ohne Koffein.

Acht Dollar pro 0,5 l Flasche

Obwohl das Getränk einen gewöhnungsbedürftigen Eindruck macht, vor allem farblich, ist die zugesetzte Fulvinsäure etwas ganz Natürliches: Die organische Säure ist mehrere Millionen Jahre alt und entstand durch die Zersetzung prähistorischer Pflanzen. Darüber hinaus sind dem Trendwasser aus Übersee zahlreiche Spurenelemente und die für unseren Körper wichtigen Elektrolyte beigefügt. Nach Herstellerangaben sorgt der hohe pH-Wert für einen ausgeglichenen Säurehaushalt im Körper. „Es ist mehr als Wasser“, beschreibt blk. sein Produkt vollmundig.

In den USA kann man das Getränk schon seit 2011 kaufen. Der Preis hat es in sich: Rund acht Dollar kostet ein halber Liter. Bald soll das trendige Wasser auch in zahlreichen europäischen Supermarktregalen stehen. Vorreiter ist Frankreich: Seit dem 20. Februar ist blk. dort bereits in ausgewählten Einzelgeschäften zu finden. Dort kostet ein halber Liter stolze 4,90 Euro.

Zusatznutzen von Fulvinsäure eher gering

Demnächst schwappt das schwarze Wasser auch in die Schweiz. Rund 26.000 Fans fiebern auf Twitter bereits dem Verkaufsstart entgegen. Bis auch wir in Deutschland unser schwarzes Wunder erleben, wird es dann wohl nicht mehr lange dauern.

Experten sehen den Hype aber kritisch. Denn der zusätzliche Nutzen von Fulvinsäure sei für den menschlichen Körper eher gering, so Ärztin Christine Gerbstadt gegenüber dem Magazin „Self“ - Und auch die Ernährungsberaterin Maaike Kruseman sagt: „Eine angemessene Menge Elektrolyte sind auch in normalem Leitungswasser enthalten.“

Was meint ihr?

Kann das Kölner Wasser mit dem schwarzen Trend-Getränk mithalten? Wir finden ja. Es ist frisch, klar und reich an Calcium und Magnesium – und noch dazu um einiges günstiger.

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