Eishockey in der Lanxess Arena: Haie hautnah

Oliver
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Die Stimmung in der Lanxess Arena überträgt sich unmittelbar zwischen Spielern und Fans. (Bild: Kölner Haie)

Wenn die Kölner Haie zu Hause in der Lanxess Arena spielen, wird Eishockey zum Erlebnis für Augen und Ohren, für Herz und Nerven – gerade in dieser Saison, in der die Haie nach mehr als einem Jahrzehnt wieder in Europa mitmischen. Wir nehmen euch mit zu einem Heimspiel und verraten, was euch bei einem Besuch erwartet.

Es gibt diese Ereignisse, an denen eine Stadt für ein paar Stunden einen gemeinsamen Herzschlag bekommt. In Köln sind das neben Rosenmontag oder den Kölner Lichtern vor allem die Partien des 1. FC Köln im RheinEnergieSTADION, der Köln Marathon oder eben Heimspiele der Kölner Haie. Und so ein Abend beginnt rund um die Lanxess Arena lange vor dem ersten Bully, wenn die ersten Fans mit ihren rot-weißen Schals und den Oversize-Eishockey-Trikots über der Jacke Richtung Henkelmännchen pilgern.

Auf dem Plateau vor der Halle in Deutz treffen Menschen aller Couleur zusammen, um sich ihrer Vorfreude und Anspannung zu versichern. Für die meisten ist es ein vertrautes Ritual, für einige das vielleicht erste Heimspiel bei den Kölner Haien.

Hinter den Arena-Türen werden die Geräusche lauter, die Farben intensiver. Kribbeln im Bauch macht sich bemerkbar, spätestens beim Betreten des riesigen Innenraums – das vergeht nie. Unten liegt die Eisfläche im hellen Licht, rundherum steigen die Ränge auf wie Felswände. Die Show kann beginnen!

Eishockey in der Lanxess Arena: Das Haifischbecken erwacht

Seit 1998 ist die Lanxess Arena die Heimat des KEC. „Haifischbecken“ nennen die Haie ihre Spielstätte nicht ohne Grund: Bis zu 18.600 Menschen passen hinein. In der vergangenen Saison kamen im Schnitt 18.112 zu jedem Heimspiel – das ist europäischer Zuschauerrekord.

Die Größe der Halle lässt sich in Zahlen messen. Wie sie sich bei einem Heimspiel anfühlt, ist schwieriger zu beschreiben. Das merkt ihr spätestens, wenn sich die Plätze füllen, wenn Fahnen über die Köpfe gereicht werden, wenn sich die Getränkeverkäufer durchreihen, wenn Gespräche verschmelzen zu einem Grundrauschen, das immer lauter wird.

Haie-Strom für echte Haie-Fans

Eure Verbindung zu den Haien endet nicht mit der Schlusssirene. Mit dem Haie-Strom der RheinEnergie gibt es einen 100-Euro-Gutschein für den Haie-Fanshop und zwei Euro Rabatt auf die Stromrechnung pro DEL-Sieg der Kölner Haie, dazu exklusive Fan-Momente zu gewinnen.

Alle Bedingungen findet ihr auf der Haie-Strom Landingpage.

Wenn die Kölner Haie aufs Eis kommen

Zehn Minuten vor Spielbeginn zieht die Inszenierung an. Licht aus, Showtime! Jetzt dröhnt die Kölner Haie Hymne „Mer halde zesamme“ von Hanak durch die Halle. Handy-Lichter spiegeln sich im Eis – und alle singen mit. Dat is Kölle, e Jeföhl! Die Musik gehört zu einem Ritual, das Tausende Menschen miteinander verbindet wie beim Karneval. Den Text muss man nicht kennen, um die Wirkung zu spüren: Wenn eine ganze Halle gemeinsam singt, wird sie zur Gemeinschaft.

Dann spurten Spieler aus dem Haie-Schlund aufs Eis, begleitet von Trommeln und Pyrotechnik. Spätestens jetzt ist aus dem Arena-Besuch ein emotionales Ereignis geworden. Die letzten Sekunden bis zum ersten Bully laufen herunter. Let’s go Haie!

Die Eisfläche in der Lanxess Arena beim Einlauf der Kölner Haie.
Die Einlaufzeremonie der Kölner Haie in der Lanxess Arena ist immer ein Spektakel. (Bild: Kölner Haie)

60 Minuten zwischen Tempo und Emotionen

Eishockey aus dem Fernsehen kennt fast jeder. Live fällt auf, was der Bildschirm verschluckt: die Nähe zum Geschehen, der Klang der Halle, das Tempo. Der Puck ist klein, die Eisfläche groß, alles geht blitzschnell. Wer zum ersten Mal dabei ist, muss den Blick erst daran gewöhnen.

Ein Angriff entsteht in wenigen Augenblicken: Die Scheibe wechselt die Seite, ein Pass findet sein Ziel, plötzlich stehen mehrere Spieler vor dem Tor. Schuss. Das Publikum reagiert unmittelbar: Jubel oder kollektives Aufatmen. Und schon läuft das Spiel in die andere Richtung. Eine gute Kombination erzeugt ein Raunen. Eine gefährliche Situation lässt Tausende kurz verstummen. Nach einer gelungenen Aktion wird es schlagartig laut.

Wer noch nie Eishockey gesehen hat, versteht vielleicht nicht jede Regel sofort. Für das Erlebnis spielt das kaum eine Rolle. Die Grundidee erschließt sich schnell: Zwei Mannschaften kämpfen mit hohem Tempo um jeden Meter Eis und versuchen, die Scheibe im gegnerischen Tor unterzubringen.

Zeit zum Durchatmen gibt es nur in den beiden 18-minütigen Drittelpausen. Die Fans fachsimpeln, holen sich etwas zu essen oder zu trinken und treffen Bekannte. Im letzten Drittel nimmt der Abend noch einmal Fahrt auf: Jeder Angriff zählt ein bisschen mehr. Ist das Spiel eng, steigt die Spannung mit jeder Minute. Eventuell bis in die Verlängerung hinein. Oder sogar bis zum Penaltyschießen, denn Unentschieden gibt es in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht.

Was nach dem Schlusspfiff passiert, hängt vom Ergebnis ab. Manchmal explodiert die Halle vor Jubel, an anderen Abenden bleibt die Enttäuschung. Sport lässt sich nicht planen, und genau deshalb funktioniert seine Dramaturgie so gut.

Die Eisfläche in der Lanxess Arena beim Spiel der Kölner Haie.
Die Lanxess Arena wird bei den Heimspielen des KEC zu einem echten Haifischbecken. (Bild: Kölner Haie)

Haie in Europa: Rekordkulisse in der Lanxess Arena

Dass es in der Saison 2026/2027 in Deutz besonders knistert, liegt auch an der Champions Hockey League: Nach mehr als einem Jahrzehnt spielen die Haie wieder im europäischen Vereinswettbewerb. Qualifiziert haben sie sich als Hauptrundensieger der DEL-Saison 2025/26, mit 16 Siegen in Folge. Das ist DEL-Rekord.

Der Start in Europa? Kaum besser möglich. Zum Auftakt gewannen die Haie bei Red Bull Salzburg, angefeuert von rund 800 mitgereisten Fans. Der Däne Patrick Russell steuerte ein Tor und zwei Vorlagen bei. Eine Woche später empfingen die Haie Titelverteidiger Frölunda Göteborg. 18.104 Menschen sahen in der Lanxess Arena, wie Köln auch dieses Spiel gewann – neuer Zuschauerrekord in der Geschichte der Champions Hockey League. Die alte Bestmarke lag bei 14.567. Für den schwedischen Trainer Thomas Berglund war es das erste Pflichtspiel vor heimischem Publikum.

Wer so startet, bekommt Rückenwind: Schon nach dem vierten Spieltag stand das Achtelfinale fest. In der DEL ging es zum Start der Saison dagegen auf und ab. Die Top-Teams sind vom Niveau her ganz dicht beisammen. Langweilig wird es selten.

Das erste Mal Eishockey in der Lanxess Arena: unsere Tipps

Ein Heimspiel der Kölner Haie eignet sich auch für alle, die bisher wenig Berührung mit Eishockey hatten. Mit diesen Tipps genießt ihr den Abend entspannt:

  • Anreise: Die Arena liegt im rechtsrheinischen Köln-Deutz und ist gut mit Bus und Bahn erreichbar. Vom Bahnhof Köln Messe/Deutz geht ihr nur wenige Minuten zu Fuß. Wer mit dem Auto kommt, findet ausgeschilderte Parkhäuser rund um die Arena. Plant genug Zeit ein: Schon der Weg zur Halle gehört zur Einstimmung. Besucherinfos gibt es bei der Lanxess Arena.
  • Einlass: Kommt lieber etwas früher. So bleibt Zeit für Ticket- und Sicherheitskontrolle, und ihr könnt euch in Ruhe orientieren. Die Einlasszeiten findet ihr bei den Informationen zum gebuchten Heimspiel.
  • Tickets und Spielplan: Aktuelle Termine, den Spielplan und den offiziellen Ticketshop findet ihr direkt bei den Kölner Haien auf haie.de. Dort seht ihr auch, welcher Gegner als Nächstes in Köln zu Gast ist.
  • Die richtigen Plätze: Die besten Plätze hängen an euren Vorlieben. Nahe am Eis erlebt ihr Tempo und Körperlichkeit besonders unmittelbar, behaltet aber schwerer den Überblick über die ganze Fläche. Höher gelegene Plätze zeigen euch Spielzüge und Angriffe besser. Wer viel Fankultur erleben möchte, achtet bei der Buchung auf die besonders stimmungsvollen Bereiche. Unser Tipp: Schaut euch vor dem Ticketkauf den offiziellen Sitzplan an.
  • Kleidung: Auf dem Eis herrschen winterliche Temperaturen. Direkt an der Oberfläche sind es etwa −6 °C. Ihr sitzt aber nicht im Kühlschrank. Je nach Platz kann sich die Halle trotzdem kühl anfühlen. Mit mehreren Kleidungsschichten seid ihr flexibel. Zur Not einfach noch ein Trikot im Fanshop kaufen.
  • Eishockey-Regeln: Keine Sorge, wenn ihr nicht jede Regel kennt. Vieles erklärt sich von selbst. Sonst fragt euch durch. Oft sitzt in der Nähe jemand, der nur zu gern erklärt, warum der Schiedsrichter gerade gepfiffen hat.

Kölner Haie und RheinEnergie: verbunden mit Köln

Ein Haie-Heimspiel erzählt auch etwas über Köln. Menschen aus allen Veedeln und der ganzen Region kommen für einen Abend zusammen. Sie teilen Anspannung, Freude und manchmal auch Frust.

Wir als RheinEnergie sind den Haien seit 1999 verbunden, mit dem Logo auf der Trikotbrust, auf der Bande und auf dem Eis, das aus rund 70.000 Litern Wasser produziert wird. Im September haben beide Seiten die Partnerschaft um zwei weitere Jahre verlängert.

„Die RheinEnergie ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner an unserer Seite, mit dem es Spaß macht, neue Dinge zu entwickeln. Mit dem neuen Vertrag bauen wir diese Partnerschaft weiter aus, vor allem im digitalen Bereich und mit viel Energie und neuen Aktionen für unsere Fans.“

Philipp Walter, Geschäftsführer der Kölner Haie

Wer zwischen den Heimspielen nicht auf Haie-Feeling verzichten möchte, kann seit Saisonstart 2026/2027 den Haie-Strom der RheinEnergie beziehen: einen Stromtarif speziell für Freunde des KEC.

Und weil Spitzensport im Nachwuchs beginnt, unterstützen wir gemeinsam mit unserer Stadtwerke-Schwester HGK alle Nachwuchsteams der Junghaie von der U7 bis zur U20. Aus dieser Nachwuchsarbeit stammt unter anderem NHL-Spieler Leon Draisaitl.

Philipp Walter (KEC) und Stephan Segbers (RheinEnergie) bei der Vertragsunterschrift mit Haie-Trikot.
Haie-Geschäftsführer Philipp Walter, Sharky und RheinEnergie Vertriebsvorstand Stephan Segbers (v. l.) freuen sich über die Vertragsverlängerung. (Bild: RheinEnergie)

Fazit: Eishockey in der Lanxess Arena muss man erlebt haben

Am Ende leert sich die Arena schneller, als sie sich gefüllt hat. Die Türen gehen auf, der Strom der Menschen zieht zurück in die Stadt. Einige diskutieren noch über Tore und Chancen, andere schauen schon auf den nächsten Spieltermin.

Zurück bleibt dieses Gefühl, gemeinsam etwas erlebt zu haben. Genau darin liegt die Faszination von Eishockey in der Lanxess Arena: Es sind nicht nur Tore, Checks und Paraden. Es ist das Zusammenspiel aus Tempo auf dem Eis, Spannung auf den Rängen und der besonderen Atmosphäre eines Kölner-Haie-Heimspiels, in dieser Saison mit Europa-Flair.

Gönnt euch diese besondere Atmosphäre! Denn manche Erlebnisse passen in keinen Fernseher, sie brauchen eine ganze Arena.

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