Jobporträt: Aufgaben, Alltag und Arbeiten in der Leitstelle

Annette
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In der Leitstelle der RheinNetz laufen alle Fäden der Kölner Energieversorgung zusammen. (Bild: RheinEnergie)

Strom, Gas, Wärme, Wasser – für die meisten Menschen ist das selbstverständlich. Bis es plötzlich dunkel oder kalt wird oder nichts mehr aus dem Wasserhahn kommt. Wenn nichts mehr geht – dann geht es bei der Leitstelle der RheinNetz erst so richtig los.

Die Leitstelle der RheinNetz, einer hundertprozentigen Tochter der RheinEnergie, ist das Herzstück des gesamten Netzbetriebs. Hier laufen alle Informationen zu Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmenetzen zusammen: Messwerte, Schaltzustände und Meldungen aus Anlagen. Die Leitstelle überwacht die Netze und Anlagen, führt Schaltvorgänge, koordiniert Entstörungen und Instandsetzungen und stellt die Wiederversorgung sicher. Rund um die Uhr: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

Unsere Leitstelle: Gehirn der Energieversorgung

Wir haben zwei Profis besucht, die sich gemeinsam mit vielen anderen Kollegen und Kolleginnen jeden Tag darum kümmern, dass Köln und die umliegenden Gebiete sicher mit Energie und Trinkwasser versorgt bleibt – und die genau wissen, was zu tun ist, wenn es mal nicht so läuft wie geplant.

Die Leitstelle ist das Herzstück des Netzbetriebs Strom. Hier laufen permanent Meldungen aus dem gesamten Stromnetz ein: Grenzwerte, Schaltzustände, Systemmeldungen – wer das Stromnetz steuert, braucht den Überblick über das ganze Versorgungsgebiet.

Marco Artz arbeitet in der Netzführung Strom-Mittelspannung, Dirk Bartelt im Entstörmanagement. Zusammen geben sie einen Einblick in zwei von vielen Jobs in unserer Leitstelle.

Marco Artz ist ener der Kollegen bei der RheinEnergie, die dafür sorgen, dass in Köln der Strom fließt. (Bild: RheinEnergie) 

Netzführung Strom: Den Überblick behalten, wenn es darauf ankommt

In der Leitstelle laufen permanent Meldungen aus dem gesamten Mittelspannungsnetz ein: Grenzwerte, Schaltzustände, Systemmeldungen – wer das Stromnetz überwacht und steuert, braucht den Überblick über ein ganzes Versorgungsgebiet.

Marco Artz kennt das Mittelspannungsnetz von beiden Seiten. Bevor er in die Leitstelle wechselte, war er selbst im mobilen Entstördienst unterwegs. Marco: „Das ist Gold wert. Man weiß dann genau, was die Kollegen draußen machen.“

Was passiert bei einer Störung im Stromnetz?

Eine Störung wird in der Leitstelle sofort visuell und akustisch angezeigt. Dann beginnt die Analyse: „Wir prüfen: Welche Anlage ist betroffen? Wo liegt der Fehler? Können Teile des Netzes schnell wieder zugeschaltet werden?“, erklärt Marco.

So wird ein Stromausfall behoben – Schritt für Schritt

  1. 1. Störung erkennen: Systemmeldungen auswerten, betroffene Anlage identifizieren
  2. 2. Schnell eingreifen: Prüfen, ob Teile des Netzes direkt wieder zugeschaltet werden können
  3. 3. Entstördienst koordinieren: Mobile Entstörwagen mit genauen Informationen losschicken
  4. 4. Netzstabilität sichern: Überwachung des restlichen Netzes läuft parallel weiter

Oft entscheidet sich in wenigen Minuten, welche Schritte eingeleitet werden müssen. Manchmal lassen sich Teile des Netzes direkt wieder zuschalten. Im Tagesgeschäft sorgen häufig Baggerarbeiten für Kabelschäden – dann hilft die enge Verzahnung mit dem Entstörmanagement: Meldet jemand ein beschädigtes Kabel, kann die Leitstelle sofort prüfen, ob eine Leitung der RheinNetz betroffen ist.

Entstörmanagement: Der Mensch hinter der Störungsnummer

Parallel zur Netzführung Strom läuft das Entstörmanagement – beide Bereiche sind eng verzahnt. Die Kernaufgabe im Entstörmanagement: vorfiltern. Liegt die Störung im Netz der RheinNetz – oder doch im Haus selbst? Dirk Bartelt klärt das Schritt für Schritt.

„Wenn der Kunde oder die Kundin auflegt, sollte er bzw. sie das Gefühl haben: Das Gespräch hat geholfen“, so Dirk. Zeigt sich, dass es eine Netzstörung ist, koordiniert er den Einsatz der Entstörwagen. Er bleibt im ständigen Kontakt mit den Technikern vor Ort.

Wer schon einmal einen Stromausfall gemeldet hat, hatte wohlmöglich Dirk Bartelt am Telefon. (Bild: RheinEnergie)

Wenn es ernst wird

Es gibt Situationen, in denen alles gleichzeitig passiert: große Störungen, Hochwasser oder beschädigte Leitungen. Dann zeigt sich, wie wichtig Erfahrung und Zusammenarbeit sind. Gerade in solchen Situationen kommt es darauf an, den Überblick zu behalten und Lösungen zu finden, damit Haushalte und Unternehmen möglichst schnell wieder versorgt sind.

Netzführung Strom oder Entstörmanagement: Das musst du für diese Jobs mitbringen

  • Analytisches Denken: Störungen schnell einordnen, Systeminformationen zusammenführen
  • Stressresistenz: Auch in turbulenten Situationen ruhig und strukturiert bleiben
  • Technikaffinität: Offen für Leitsysteme, digitale Anlagen und neue Technologien
  • Kommunikationsstärke: Klar kommunizieren, sowohl mit Kunden als auch im Team
  • Teamfähigkeit: Die Leitstelle funktioniert nur als Einheit
  • Quereinstieg ausdrücklich möglich: Wer im Bereich Netzdienstleistungen arbeiten will, findet in der Leitstelle einen der vielseitigsten Einstiegspunkte. Die RheinEnergie setzt auf strukturierte Einarbeitung, Hospitationen und Schulungen durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen.

Klingt nach einem Job für dich? Wenn du auch dann einen kühlen Kopf bewahrst, wenn es kritisch wird, dann schau dir unsere aktuellen Stellen in der Leitstelle und im Netzbetrieb an. Oder informiere dich über eine Karriere bei der RheinEnergie und deine Einstiegsmöglichkeiten.

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