Jobporträt SAP-Berater: Damit Systeme laufen – und besser werden

Annette
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IT-Systeme sind das Nervenzentrum eines Unternehmens. (Bild: AdobeStock)

Ein Klick. Und alles steht still. Ein Prozess bleibt hängen. Du kommst nicht weiter. Und du merkst: Das Problem liegt tiefer. In Unternehmen wie der RheinEnergie hängen genau an solchen IT-Systemen zentrale Abläufe. Wir haben jemanden getroffen, der genau dann eingreift – und dafür sorgt, dass es gar nicht erst so weit kommt.

Solange alles funktioniert, denkt niemand über SAP nach. Aber wenn ein Prozess hängt, wird es schnell kritisch: Fristen laufen, Auswertungen fehlen, Entscheidungen stehen still. Dirk Görlich kennt diese Momente. Als SAP-Berater bei der RheinEnergie greift er genau dann ein – wenn Systeme nicht das tun, was sie sollen. Und sorgt gleichzeitig dafür, dass sie künftig besser funktionieren.

Was macht ein SAP-Berater?

Eine Buchung, die hängen bleibt. Ein Prozess, der nicht weiterläuft. Genau in solchen Momenten beginnt der Job – wenn aus einem kleinen Fehler ein größeres Problem wird. Dirk sorgt dafür, dass die Systeme bei der RheinEnergie laufen. Und dass sie sich weiterentwickeln, wenn sich Anforderungen ändern.

Was im Alltag selbstverständlich wirkt, ist im Hintergrund oft ein fein verzahntes System. Dirks Aufgabe: Anforderungen so umzusetzen, dass sie im System funktionieren – und im Alltag der Kolleginnen und Kollegen ankommen.

Dabei geht es nicht nur um Technik. Sondern darum, Lösungen zu finden, die wirklich genutzt werden.

Wenn das System hakt

Ein großer Teil des Jobs ist klar: den Betrieb sichern. Jeden Tag landen neue Tickets im System. Fehler, Rückfragen, konkrete Störungen.

„Wenn Userinnen und User Tickets melden, kümmern wir uns darum, dass diese schnellstmöglich behoben werden“, sagt Dirk.

Im Schnitt sind es vier bis fünf Tickets am Tag. Manche löst er selbst, andere verteilt er im Team oder stimmt sich mit externen Partnern ab. Entscheidend ist die Priorität: Wenn etwas kritisch ist, muss es schnell gehen. Dann zählt jede Stunde.

Das ist die operative Seite des Jobs: analysieren, entscheiden, lösen.

Dirk Görlich und seine Kolleginnen und Kollegen in der SAP-Beartung sorgen dafür, dass Prozesse reibungslos laufen.

Von Anforderungen zu Lösungen

Mindestens genauso wichtig ist die Weiterentwicklung. Sobald Fachbereiche neue Anforderungen haben, beginnt die eigentliche Beratungsarbeit. Dirk nimmt die Anforderungen auf, denkt sie durch und übersetzt sie Schritt für Schritt in eine funktionierende Lösung.

„Ich bin die Schnittstelle zum Fachbereich“, sagt er. Das bedeutet: verstehen, was wirklich gebraucht wird, die Anforderungen strukturieren und in eine umsetzbare Lösung übersetzen. Und auch: klar sagen, wenn etwas nicht ins System passt.

Aufgaben eines SAP-Beraters:
Schritt für Schritt zur Lösung

  • Betrieb sichern: Tickets bearbeiten, Fehler analysieren, Systeme stabil halten
  • Weiterentwickeln: Anforderungen aufnehmen und in Lösungen überführen
  • Vermitteln: Zwischen Fachbereich und IT übersetzen
  • Priorisieren: Entscheiden, was wichtig ist – und was warten kann.

Der Job funktioniert nur, wenn man beide Seiten versteht. Dirk: „Man muss den Businessprozess verstehen und man muss die SAP-Option verstehen.“ Denn nicht jede Anforderung passt eins zu eins ins System. Dann braucht es Lösungen, die im Alltag funktionieren – nicht nur auf dem Papier. Der Job ist dabei klar verteilt: ein Teil ist Abstimmung und Beratung, ein Teil Arbeit im System.

Oder, wie Dirk es beschreibt: „Technik und Kommunikation greifen ineinander. Wer nur eines von beidem beherrscht, stößt schnell an Grenzen.“

Wenn Lösungen nicht auf der Hand liegen

Für Dirk wird es spannend, wenn es keine einfache Lösung gibt. Zum Beispiel, wenn ein Prozess nicht funktioniert und neu gedacht werden muss. Ein konkretes Beispiel: ein Budgetübertrag im letzten Jahr, der nachjustiert werden musste.

„Da mussten wir ein bisschen um die Ecke denken“, sagt Dirk. Wenn solche Probleme gelöst sind, zeigt sich der Effekt direkt: Die Prozesse greifen wieder. Der Fachbereich kann weiterarbeiten.

Job-Steckbrief

⁢SAP-Berater (m/w/d) bei der RheinEnergie

Bereich

T-Lösungen und Systeme (ILS)

Kernaufgaben

Systembetrieb sichern, Fehler beheben, Anforderungen umsetzen, Systeme weiterentwickeln

Arbeitsweise

Mischung aus Fehlerbehebung und Projektarbeit – eng verzahnt mit Fachbereichen

Teamgröße

Kleine Teams, enge Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern

Einstieg

Abgeschlossenes Studium der Wirtschaftsinformatik, Informatik, duales Studium Wirtschaftsinformatik, BWL sowie mehrere Jahre Berufserfahrung

Vergütung

Nach Tarif (TV-V). Die konkrete Entgeltgruppe und Gehaltsspanne sind in der jeweiligen Stellenausschreibung angegeben.

Oft sind kreative Lösungswege gefragt, damit System und Anforderung übereinander gebracht werden können.

SAP-Berater (m/w/d):
Das musst du für diesen Job mitbringen

  • Prozessverständnis: Du verstehst, wie Fachbereiche arbeiten – und welche Abläufe im System dahinterstecken.
  • Technisches Know-how: Du kennst dich im System aus, erkennst Zusammenhänge und kannst Lösungen umsetzen.
  • Kommunikationsstärke: Du vermittelst zwischen Fachbereich und IT – klar und verständlich.
  • Entscheidungsfähigkeit: Du priorisierst Themen, triffst Entscheidungen und sorgst dafür, dass Lösungen umgesetzt werden.
  • Lösungsorientierung: Du entwickelst Lösungen, die im System funktionieren und im Arbeitsalltag bestehen.
  • Kenntnisse der Energiebranche: Du verstehst die Abläufe eines Energieversorgers und kannst Anforderungen dadurch schnell einordnen.

Warum der Job bei der RheinEnergie besonders vielseitig ist

Der Job bleibt immer in Bewegung. Als SAP-Berater arbeitet Dirk sich nicht nur ins System ein, sondern in viele Prozesse im Unternehmen. „Man lernt, wie das Unternehmen tickt – und das in ganz unterschiedlichen Bereichen“, weiß Dirk.

Das Spannende: Bei der RheinEnergie endet SAP nicht beim eigenen Unternehmen. „Wir arbeiten nicht nur für eine Firma, sondern auch für unsere Konzernschwestern“, sagt Dirk. Das macht den Job breiter: mehr Anforderungen, mehr Perspektiven, mehr Lösungen.

Routine gibt es kaum. Stattdessen immer neue Fragestellungen.

Klingt nach einem Job für dich? Wenn du Prozesse verstehen und Systeme so gestalten willst, dass sie im Alltag wirklich funktionieren:

FAQ: SAP-Berater – häufige Fragen einfach erklärt

Woran arbeitet ein SAP-Berater konkret?

Vor allem an Themen, die im Alltag direkt spürbar sind: Fehler in Buchungen, Prozesse, die hängen bleiben, oder neue Anforderungen aus den Fachbereichen. Ziel ist immer, Lösungen zu finden, die im System funktionieren und im täglichen Arbeiten helfen.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Der Tag beginnt meist mit einem Blick ins Ticketsystem: Was ist neu, was ist dringend? Daraus ergeben sich die Prioritäten. Danach wechselt die Arbeit zwischen Analyse im System, Abstimmung mit Fachbereichen und der Umsetzung von Lösungen.

Wie arbeitet ein SAP-Berater mit den Fachbereichen zusammen?

SAP-Berater sind die Schnittstelle zwischen Fachbereich und IT. Sie nehmen Anforderungen auf, strukturieren sie und übersetzen sie in umsetzbare Lösungen. Gleichzeitig klären sie, was im System sinnvoll abbildbar ist – und was nicht.

Was macht den Job besonders herausfordernd?

Es gibt selten eine eindeutige Lösung. Anforderungen müssen durchdacht, angepasst oder neu kombiniert werden. Oft geht es darum, pragmatische Lösungen zu finden, die im Alltag funktionieren.

Was unterscheidet den Job bei der RheinEnergie von anderen SAP-Rollen?

Die Arbeit ist vielseitig, weil nicht nur interne Bereiche betreut werden, sondern auch weitere Gesellschaften und Drittkunden. Dadurch entstehen unterschiedliche Anforderungen und Einblicke in verschiedene Prozesse.

Warum ist der Job wichtig für das Unternehmen?

Weil viele zentrale Abläufe direkt von funktionierenden Systemen abhängen. Wenn etwas nicht läuft, hat das unmittelbare Auswirkungen auf die Arbeit der Fachbereiche. SAP-Berater sorgen dafür, dass Prozesse stabil bleiben und sich weiterentwickeln.

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