Stelt euch vor, ihr plant ein Haus. Scheinbar greift alles ineinander. Die Räume sind durchdacht. Das Konzept steht. Und dann zeigt sich: Das Haus passt nicht aufs Grundstück. Genau so scheitern viele Ideen in der IT. Wir haben jemanden getroffen, der dafür sorgt, dass aus Ideen Lösungen werden, die wirklich passen.
Eine neue Anwendung. Ein besserer Prozess. Eine digitale Lösung. Die Anforderungen kommen aus dem Fachbereich. Klar formuliert, oft dringend. Doch bevor daraus ein Projekt wird, passiert etwas Entscheidendes: Jemand schaut genau hin. Robert Günzel ist Solution Architect bei der RheinEnergie. Sein Job beginnt genau hier – zwischen Idee und Umsetzung.
„Ich bringe die Anforderungen aus dem Business dazu, dass sie digital unterstützt werden können – und in unsere Systemlandschaft passen.“
Robert Günzel
Er schaut nicht nur auf die Idee. Sondern auf das, was sie auslöst: Welche Systeme betroffen sind. Welche Abhängigkeiten entstehen. Und ob daraus am Ende wirklich etwas Tragfähiges wird.
Robert Günzel ist so etwas wie ein Architekt für IT-Projekte. (Bild: RheinEnergie)
Was macht ein Solution Architect?
Ein Solution Architect sorgt dafür, dass aus Ideen Lösungen werden, die wirklich passen. Robert baut nicht selbst. Aber er entscheidet, ob überhaupt gebaut werden sollte. Damit es nicht in die falsche Richtung geht, prüft er vorab: Was ist wirklich nötig? Was passt zur bestehenden Systemlandschaft? Was funktioniert nicht nur heute, sondern auch morgen? Wie auf einer Baustelle gilt: Ein guter Plan reicht nicht, wenn er nicht zum Grundstück passt.
In Roberts Job starten viele Themen groß: Digitalisierung, regulatorische Anforderungen, neue Systeme. Die Aufgabe: daraus etwas machen, das umsetzbar ist. Robert erklärt: „Wir entwickeln aus großen Zielen machbare Einheiten – und daraus entstehen Projekte.“ Das bedeutet auch: priorisieren, reduzieren – oder auch mal zu sagen: So funktioniert es nicht.
IT Architektur: Wie bringt ein Solution Architect Systeme zusammen?
Das Problem ist selten die Idee. Sondern das Umfeld, in dem sie funktionieren muss. Oft ist es schwierig, eine Idee an die bestehende IT Architektur anzupassen. In einem Unternehmen wie der RheinEnergie treffen gewachsene Systeme auf neue Anforderungen: unterschiedliche Anwendungen, verschiedene Datenquellen oder komplexe Abhängigkeiten. Alles greift ineinander. Und jede Entscheidung verändert das Gesamtbild.
Der Solution Architect denkt deshalb wie ein Architekt: Er prüft das Fundament, bevor er plant. Er plant, bevor gebaut wird. Und er sorgt dafür, dass das Ergebnis auch in ein paar Jahren noch trägt.
Das macht den Job aus:
Schritt für Schritt zur Lösung
Ein klarer Prozess? Den gibt es selten. Aber es gibt eine Denkweise, die sich durchzieht.
- Verstehen: Was ist das eigentliche Problem?
- Einordnen: Welche Systeme sind betroffen?
- Strukturieren: Welche Optionen gibt es?
- Bewerten: Was funktioniert langfristig?
- Begleiten: Was hält im Alltag stand?
Die größte Herausforderung ist selten die einzelne Lösung. Sondern das Zusammenspiel verschiedener Systeme, die miteinander sprechen müssen. Und Prozessen, die ineinandergreifen. Gerade in der Energiewirtschaft, wo Systeme über Jahre gewachsen sind und zuverlässig funktionieren müssen.
Hier entscheidet sich, ob aus einer Idee eine funktionierende Lösung wird – oder neue Komplexität entsteht.
Job-Steckbrief |
Solution Architect (m/w/d) bei der RheinEnergie |
Bereich |
IT / Architektur |
Kernaufgaben |
Anforderungen analysieren und übersetzen, IT Architektur weiter entwickeln, Lösungen bewerten und strukturieren, Projekte begleiten |
Arbeitsweise |
Projektbasiert, eng verzahnt mit Fachbereichen und IT |
Teamgröße |
Rund 15–16 Architektinnen und Architekten |
Als Solution Architect sind analytisches Denken und Prozessverständnis unerlässlich. (Bild: RheinEnergie)
Solution Architect (m/w/d):
Das müsst ihr für diesen Job mitbringen
Verständnis für IT Architektur: Ihr erkennt, wie Systeme zusammenhängen – und wo Änderungen Auswirkungen haben.
- Blick für Prozesse: Ihr versteht, wie Fachbereiche arbeiten – und wo Lösungen wirklich helfen.
- Analytisches Denken: Ihr könnt komplexe Anforderungen strukturieren und auf das Wesentliche reduzieren.
- Kommunikationsstärke: Ihr übersetzt zwischen Fachbereich und IT – klar und verständlich.
- Entscheidungsfähigkeit: Ihr trefft klare Abwägungen, auch wenn nicht alles eindeutig ist.
Und vor allem: Ihr könnt Dinge zusammenbringen, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen.
Ein Solution Architect sorgt dafür, dass Ideen nicht nur gut klingen, sondern funktionieren. Er denkt Zusammenhänge, bevor Probleme entstehen. Und er sorgt dafür, dass am Ende alles zusammenpasst.
Klingt nach einem Job für euch? Wenn ihr gern den Überblick behaltet, bevor andere loslegen:
→ Schaut euch unsere offenen Stellen im Bereich IT und Architektur bei der RheinEnergie an.
→ Oder informiert euch über die RheinEnergie als Arbeitgeber und eure Einstiegsmöglichkeiten.
FAQ: Solution Architect – häufige Fragen einfach erklärt
Er analysiert Anforderungen aus Fachbereichen, entwickelt passende Lösungsansätze und bewertet, wie diese in die bestehende IT Landschaft integriert werden können. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Abstimmung, Strukturierung und Entscheidung.
Beides. Die Rolle verbindet Fachbereiche und IT. Technisches Verständnis ist wichtig, genauso wie die Fähigkeit, Anforderungen aus dem Business zu verstehen und zu übersetzen.
Analyse, Konzeption und Bewertung von Lösungen. Dazu kommt die Begleitung von Projekten – oft über einen längeren Zeitraum hinweg.
Ein gutes Verständnis für IT und Prozesse, analytisches Denken und die Fähigkeit, komplexe Themen verständlich zu machen.
Ein Solution Architect entwickelt keine einzelnen Komponenten, sondern denkt in Gesamtlösungen. Der Fokus liegt auf dem Zusammenspiel aller Systeme.
Weil viele Probleme nicht durch fehlende Ideen entstehen, sondern durch schlecht integrierte Lösungen. Genau hier setzt der Solution Architect an.