Solarpark Köln: Im Süden, wo die Sonne scheint

Oliver
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Clara Ukat hat Kölns größten Solarpark mitgeplant. (Bild: RheinEnergie)

Im Kölner Süden entsteht der größte Solarpark auf Stadtgebiet: eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit 10,5 Megawatt-Peak (MWp) Leistung, direkt an der A555. Rechnerisch kann sie rund 3.000 Haushalte mit Strom versorgen. Wir nehmen euch mit auf die Baustelle in Rondorf und zeigen, wo überall in Köln gerade die Erneuerbaren Energien wachsen.

Clara Ukat ist zufrieden. „Der Bau verlief nach Plan. Jetzt fehlen nur noch die Verkabelung und der Netzanschluss“, sagt die Projektentwicklerin für Erneuerbare Energien bei der RheinEnergie, während sie die rund drei Meter hohen Metallkonstruktionen mit den Solarmodulen abschreitet. Es ist das erste große Projekt bei der RheinEnergie für die 31-jährige Ingenieurin. Und gleich eines mit so großer Sichtbarkeit und Bedeutung für Köln. „Die Energiewende voranzubringen, motiviert mich jeden Tag. Deshalb habe ich Erneuerbare Energien studiert und mir den Job bei der RheinEnergie ausgesucht“, sagt sie.

Sonnenenergie, frisch geerntet in Rondorf

Auch wenn der eigentliche Bau der Freiflächen-Photovoltaikanlage reibungslos ablief, so müssen bei einem Projekt dieser Größenordnung schon vorab einige Hürden genommen werden: Vom Arten- und Naturschutz über Kampfmittelsondierungen bis zum Netzanschluss gibt es zahlreiche Fragen zu klären. „Zum Glück sind Flächen im Randgebiet von Autobahnen baurechtlich privilegiert, sodass wir hier keine Bauleitplanung machen mussten“, erklärt Clara Ukat. Nun fächert sich entlang der A555 über eine Strecke von 500 Metern eine Konstruktionsreihe an die nächste, insgesamt wurden über 17.000 Solarmodule verbaut. In wenigen Wochen sollen sie 10,5 Megawatt Spitzenleistung erbringen – genug, um rechnerisch etwa 3.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Damit ist der Solarpark Rondorf die größte Anlage ihrer Art auf Kölner Stadtgebiet. Der Strom, der hier künftig erzeugt wird, stammt aus der Region – und bleibt in der Region. Steht man mittendrin im Solarpark wird deutlich: Die Energiewende ist nichts Abstraktes. Sie findet hier statt, an der A555, geplant und gebaut von Menschen, die machen.

Die nächsten PV-Projekte sind bei Clara Ukat schon in Planung – und diese werden noch größer als Rondorf. (Bild: RheinEnergie)

Solarstrom ganzheitlich denken

Solarparks baut natürlich nicht nur die RheinEnergie. Was uns jedoch von vielen Projektentwicklern unterscheidet: Wir integrieren unsere Anlagen sinnvoll in das gesamte Energiesystem. „Es geht uns nicht darum, möglichst viel PV um jeden Preis zuzubauen. Entscheidend ist, Erzeugung, Speicher, Netze und Vermarktung so miteinander zu verbinden, dass unsere Anlagen wirtschaftlich und zugleich systemdienlich sind“, sagt Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie. „Genau darin liegt unsere Stärke als integriertes Energieunternehmen: Wir verstehen das gesamte Energiesystem und entwickeln daraus tragfähige Lösungen – für unsere eigene Erzeugung ebenso wie für unsere Kundinnen und Kunden.“

Das heißt konkret: Wir bauen dort, wo der Strom auch genutzt werden kann, und wir denken Erzeugung, Netze und Speicher zusammen. Ein Zubau, der am Netz vorbei geht, wäre am Ende teuer – und genau das wollen wir vermeiden. Solarstrom? Wird gemacht – aber mit Augenmaß.

Mehr als Rondorf: 50 MWp neue Solarleistung

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Der Solarpark Rondorf ist der sichtbare Höhepunkt, aber längst nicht das einzige Projekt der RheinEnergie. Aktuell bringen wir rund 50 Megawatt-Peak neue Leistung auf den Weg – mit Projekten in Köln und bundesweit. Unter anderem mit diesen Projekten:

  • RheinEnergieSTADION: Das Dach eines der bekanntesten Bauwerke Kölns haben wir für die Kölner Sportstätten GmbH zum Solar-Kraftwerk umgebaut – mitten in der Stadt, ganz ohne neue Flächen zu erschließen.
  • Köln-Niehl: Auf dem Gelände der Deutschen Infineum planen wir eine weitere große Freiflächen-Photovoltaikanlage – mit 18 MWp eines der größten innerstädtischen Industrie-Solarprojekte Deutschlands.
  • Industriepark Voerde: Eine Aufdachanlage auf zwei Logistikhallen erzeugt über 7 MWp Strom, der in erster Linie direkt vor Ort genutzt wird.

Agri-PV in Kell am See: Wenn Vieh und Sonne sich ein Feld teilen

Ein Projekt verdient einen eigenen Absatz, weil es zeigt, wie vielfältig moderne Solarenergie sein kann: In Kell am See (Rheinland-Pfalz) entsteht unsere erste Agri-PV-Anlage. Agri-PV steht für Agri-Photovoltaik – also die Kombination aus Landwirtschaft und Stromerzeugung auf derselben Fläche. Das Besondere: Zwischen und unter den senkrecht stehenden Modulen bleibt Landwirtschaft möglich. Die Fläche wird also doppelt genutzt – für Strom und für die Weidewirtschaft. In Kell am See sollen zum Beispiel demnächst Kühe grasen. Für uns ist Agri-PV ein gutes Beispiel dafür, dass der Ausbau der Erneuerbaren nicht gegen andere Formen der Flächennutzung laufen muss, sondern parallel mit ihnen.

Ihr wollt sehen, wo überall in Köln und der Region gerade Anlagen für Erneuerbare Energien entstehen? Auf unserer Übersichtsseite findet ihr alle Projekte auf einer interaktiven Karte: rheinenergie.com/erneuerbare.

Und was hat das mit eurem eigenen Dach zu tun?

Mehr, als ihr denkt. Was wir auf den großen Flächen tun, könnt ihr im Kleinen auch: Eine eigene Photovoltaikanlage macht euch ein Stück weit zu euren eigenen Stromproduzenten. Und genauso wie bei unseren großen Projekten lohnt es sich, das System mitzudenken – also Anlage, Speicher und vielleicht eine Wallbox fürs E-Auto sinnvoll zu kombinieren, intelligent gesteuert über ein Home Energy Management System (HEMS) wie RheinSmart.

Wenn ihr wissen wollt, ob sich Solar auf eurem Dach lohnt, findet ihr bei uns die passenden Angebote und eine Beratung, die von der Planung bis zur fertigen Anlage reicht. 

Schaut einfach unter rheinenergie.com/solar.

FAQ: Häufige Fragen zum Solarpark Köln-Rondorf

Der eigentliche Bau des Solarparks in Rondorf war in gut drei Monaten abgeschlossen. (Bild: RheinEnergie)

Wo entsteht der größte Solarpark in Köln?

Der größte Solarpark auf Kölner Stadtgebiet entsteht in Köln-Rondorf, auf Flächen entlang der Bundesautobahn A555 im Kölner Süden.

Wie groß ist der Solarpark Rondorf?

Die Freiflächen-Photovoltaikanlage hat eine Leistung von rund 10,5 Megawatt peak und ist damit der derzeit größte Solarpark auf Kölner Stadtgebiet.

Wie viele Haushalte kann der Solarpark versorgen?

Rechnerisch kann die Anlage rund 3.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Wann geht der Solarpark Köln in Betrieb?

Die Inbetriebnahme ist für den Herbst 2026 geplant.

Welche weiteren Solarprojekte plant die RheinEnergie in Köln?

Neben Rondorf gibt es Kunden-Anlagen unter anderem auf dem RheinEnergieSTADION oder auf zahlreichen Einfamilienhäusern. Ein weiteres großes Freiflächen-PV-Projekt mit rund 18 MWp einsteht ab Anfang 2027 auf einem Industriegelände in in Köln-Niehl. Zusammen bringen diese Projekte aktuell rund 50 Megawatt neue Solarleistung nach Köln und in die Region. Noch mehr ist bereits in Planung.

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