Das ist Kölns leistungsfähigster Springbrunnen

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Große Brunnen, kleine Brunnen, alte Brunnen, neue Brunnen – die Anzahl der Wasserspiele in Köln ist groß. Eine Anlage übertrumpft die Kölner Brunnen in Sachen Wasserdurchsatz aber deutlich. Kein Wunder: Ihre Bestimmung ist von der eines gewöhnlichen Brunnes grundverschieden.

Die „Domfontäne“ auf der Kölner Domplatte? Nicht der Rede wert. Der „Petrusbrunnen“ an der Südseite des Kölner Doms? Peanuts! Der „Heinzelmännchenbrunnen“ in der Altstadt? Schön, ja, aber in Sachen Wasserdurchsatz auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn unsere Verdüsungsanlage in Köln-Esch versprüht jedes Jahr rund 9,5 Millionen Kubikmeter Wasser. Mit dieser Menge könnte man 66,5 Millionen Badewannen auffüllen. Damit dürfte unsere Anlage der produktivste Springbrunnen in Köln sein. Natürlich hinkt der Vergleich etwas. Denn die Bestimmung von Verdüsungsanlage und Brunnen ist grundverschieden.

Video: Drohnenflug über Kölns größten Springbrunnen

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Über unseren Escher „Springbrunnen“ reichern wir das Grundwasser mit zuvor in Langel-Worringen gefördertem Rohwasser an – einer Mischung aus Grundwasser, das dem Rhein zufließt, und Uferfiltrat. Dieses Rohwasser weist einen verhältnismäßig geringen Härtegrad auf und hilft so, den Härtegrad des Grundwassers zu senken, welches wir in unserem Wasserwerk in Weiler fördern. Aber der Reihe nach: Über eine mehrere Kilometer lange Leitung fließt das Wasser von Worringen aus nach Esch. Dort sprühen wir es über feine Düsen in große Becken, in denen es versickert. Das Wasser reichert sich dabei mit Sauerstoff an. Der fördert das Wachstum von Mikroorganismen, die das kühle Nass in einem natürlichen Prozess zusätzlich reinigen. So angereichert sickert das Wasser über reinigende Bodenschichten in den Untergrund und vermischt sich schließlich mit dem Grundwasserstrom.

Erstes Kölner Wasserwerk 1872 errichtet

Doch wie gelangt das Wasser zurück ins Wasserwerk in Weiler? Dabei machen wir uns die Regeln der Physik zunutze. Das frisch aufgefüllte Grundwasser fließt von Esch aus in Richtung Rhein. Der ist der tiefste Punkt in dem Gebiet und zieht das Wasser damit an. Auf seinem Weg zum Rhein muss der unterirdische Strom auch unser Wasserwerk in Weiler passieren. Und genau an dieser Stelle zapfen wir ihn mit unseren 29 Brunnen an.

Video: Woher kommt unser Trinkwasser?

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Zurück zu den Kölner Brunnen. Die stellten lange Zeit die Wasserversorgung in der Stadt sicher, bevor wir diese Aufgabe im Jahr 1872 mit unserem Wasserwerk an der Alteburg übernommen haben. Die Kölner Brunnen sind natürlich um einiges dekorativer als unsere Anlage in Esch. Doch aus der Vogelperspektive macht auch unser Springbrunnen einiges her, oder etwa nicht?

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