04.08.2014 Adrian

In Kölner Unterführungen: Mit LED gegen die Angst

Dunkel, schmutzig, angsteinflößend: Einige Kölner Unterführungen wirken in den Abendstunden und bei Nacht besonders bedrohlich. Wer kann, macht dann einen großen Bogen um sie herum. Mit modernster LED-Technik wollen wir die Durchgänge nach und nach sicherer und schöner machen.

 

In Kürze ist Köln um eine weitere „Schmuddelecke“ ärmer: Die Unterführung an der  Maybachstraße wird künftig dank modernster LED-Technik auch in den Abendstunden und bei Nacht gut ausgeleuchtet. Passanten, die den Durchgang aus Angst zuvor gemieden haben, können sich dort dann ein gutes Stück sicherer fühlen. Die Beleuchtung ist Teil des Konzepts „Lichtpassagen“, bei dem wir es uns gemeinsam mit der Stadt Köln zum Ziel gemacht haben, Köln Stück für Stück von dunklen Unterführungen und Tunneln zu befreien.

  • In Kürze ist Köln um eine weitere „Schmuddelecke“ ärmer: Die Unterführung an der  Maybachstraße wird künftig dank modernster LED-Technik auch in den späten Abendstunden und bei Nacht gut ausgeleuchtet. 

  • Noch feilen unsere Experten an der optimalen Gestaltung für den Gereonswall. Die Ergebnisse einer ersten Probebeleuchtung konnten sich aber sehen lassen. 

  • 84 LED-Strahler leuchten seit Januar 2014 bereits an der Trankgasse erfolgreich gegen die Angst an.

  • RheinEnergie-Netzvorstand Dr. Andreas Cerbe begutachtet das Ergebnis gemeinsam mit dem OB der Stadt Köln Jürgen Roters.

  • Jedes Jahr wollen wir mit der Stadt Köln eine dunkle Unterführung mittels Beleuchtung aufwerten.

Den Grund für das Engagement nennt RheinEnergie-Netzvorstand Dr. Andreas Cerbe: „Als Kölner Unternehmen mit entsprechendem Know-how tragen wir gerne dazu bei, unsere Stadt sicherer und schöner zu machen.“ Dabei sei es für unsere Experten „eine besondere Herausforderung, Funktion, Ästhetik und Energieeffizienz in Einklang zu bringen und innovative Lösungen zu finden. Wir müssen verstehen, dass Licht auch ein gestalterisches Element ist, mit dem wir Passagen aufwerten können“. 

 

Den Anfang des Projektes hatte Ende 2012 die Ausleuchtung der Bahnunterführung an der Marzellenstraße gemacht, die dank 72 LED-Scheinwerfern von einem düsteren Angstraum in einen annähernd taghellen Durchgang verwandelt werden konnte. Die Projektkosten von 50.000 Euro haben sich die Stiftung „Lebendige Stadt„ und die RheinEnergie geteilt.

30 Prozent weniger Strom

Der Unterführung an der Marzellenstraße ist 2014 jene an der Trankgasse gefolgt. 84 LED-Strahler leuchten dort seit Januar erfolgreich gegen die Angst an. Das türkisfarbene Licht greift das Kölner Brückengrün auf und setzt durch gekonntes Ausleuchten die besonders ausgefeilte Stahlkonstruktion der Unterführung in Szene. Die einzelnen Strahler bestehen aus jeweils 24 LEDs und kommen auf eine Leistung von 40 Watt. Dabei verbrauchen die Leuchten im Vergleich zu herkömmlichen Lampen 30 Prozent weniger Strom. 

 

Noch tüfteln unsere Experten an der optimalen Gestaltung für den Gereonswall. Die Ergebnisse einer ersten Probebeleuchtung konnten sich aber mehr als nur sehen lassen.

 

Kennt ihr besonders schmuddelige Unterführungen und Durchgänge in Köln? Wo fühlt ihr euch besonders unwohl, wo läuft euch Schauer über den Rücken? Sagt uns Bescheid! Vielleicht können wir den Angstraum ja schon bald mit unserer LED-Technik aufwerten.

Chris

Hallo zusammen,
ich finde das Konzept super! Sind hier weitere Unterführungen geplant? Ich persönlich denke die Unterführung der S-Bahn Nippes wäre eine super Gelegenheit. Davon würden auch zahlreiche ihrer RheinEnergie Kollegen profitieren.

Adrian

Hallo Chris,

es werden weitere Lichtpassagen in Köln umgesetzt. Zurzeit findet hier eine Abstimmung mit der Stadt Köln statt. Die Umsetzungen sollen dann ab 2019 erfolgen.

Den Wunsch, die Unterführung in Nippes zu erhellen, gebe ich an die Kollegen weiter.

Beste Grüße

Adrian

Schmitt

Hallo!
Ich würde hier gerne ebenfalls zwei Vorschläge machen, da auch ich das Projekt verdammt gut finde.

Zum einen wäre dies die Unterführung an der S-Bahn-Haltestelle Trimbornstraße auf der gleichnamigen Straße und zum anderen die Unterführung an der Kalker-Hauptstraße, Ecke Walter-Pauli-Ring.
Beide Unterführungen sind nur mit einer bzw. zwei Leuchtstoffröhren "beleuchtet", weisen aber sehr viele Nutzer auf. Besonders die Unterführung auf der Trimbornstraße wird von sehr vielen Fußgängern frequentiert. Sicher fühlt sich in diesem unansehnlichen Schmuddelabschnitt definitiv niemand.
Es riecht penetrant nach Urin, Taubenkot verdreckt den Gehweg und die Fahrbahn, Graffittis und alte Plakate verunstalten die Wände...

Danke und viele Grüße!

Gesine

Hallo Herr Schmitt,

vielen Dank für Ihre Vorschläge. Ich gebe das gerne an die Kollegen weiter. Versprechen kann ich allerdings nichts. Viele Grüße Gesine

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