26.10.2015 Adrian

Randale auf Rollschuhen: Graveyard Queens sind Kölns außergewöhnlichster Sportverein

Die Graveyard Queens können sich als Sieger unserer gemeinsamen Aktion "Mein Verein" mit Radio Köln über 1.000 Euro für die Vereinskasse freuen (Foto: The Firm).

Ungewöhnlich? Ist noch untertrieben! Beim Roller Derby fahren Frauen auf Rollschuhen im Kreis und versuchen sich dabei mit vollem Körpereinsatz von den Rollen zu holen. Die Hörer von Radio Köln haben die Graveyard Queens bei unserer gemeinsamen Aktion "Mein Verein" zum außergewöhnlichsten Verein Kölns gewählt. 

Roller Derby ist definitiv nichts für Zartbesaitete. Denn wenn sich die Sportlerinnen der  Graveyard Queens bei rasantem Tempo in einer Turnhalle auf Rollschuhen in den Rundparcours begeben, sind ihnen wilde Rempeleien, Stürze und blaue Flecken sicher. 

Die Sportart ist so spektakulär wie außergewöhnlich: Zwei Teams begeben sich auf Rollschuhen auf eine ovale Bahn. Bei hoher Geschwindigkeit versucht sich eine sogenannte Jammerin einer jeden Mannschaft an einem Block aus vier Gegnerinnen vorbeizukämpfen. Gelingt ihr das, kann sie ab diesem Zeitpunkt weitere Kontrahentinnen überholen und so Punkte gewinnen. Leichtes Spiel hat sie dabei aber nicht. Sowohl die vier „Blockerinnen“ als auch die anderen Gegenspielerinnen auf der Bahn rempeln, was das Zeug hält, um die Fahrt der Jammerin und den Punktegewinn zu unterbinden. 

Bildergalerie: Rempeln erlaubt!

  • Roller Derby ist definitiv nichts für Zartbesaitete (Bild: The Firm).

  • Denn wenn sich die Sportlerinnen bei rasantem Tempo auf Rollschuhen in den Rundparcours begeben, ... (Foto: The Firm)

  • ... sind ihnen wilde Rempeleien, Stürze und blaue Flecken garantiert (Foto: The Firm).

  • Wer glaubt, Roller Derby sei eine junge Sportart, irrt (Foto: RheinEnergie).

  • Das erste Rennen fand bereits 1935 in Chicago statt (Foto: The Firm).

  • Gesine (Mitte) als Glücksbotin: Die Graveyard Queens können sich als Sieger der Aktion "Mein Verein" über 1.000 Euro für die Vereinskasse freuen (Foto: RheinEnergie).

Wer glaubt, Roller Derby sei eine junge Sportart, irrt. Das erste Rennen fand bereits 1935 in Chicago statt. Ab 1940 entwickelte sich der überwiegend von Frauen ausgeübte Sport zu einem wahren Publikumsmagneten, der bis zu 50.000 Zuschauer in die Stadien lockte, bevor er in den 1970er Jahren in der Versenkung verschwand. Seit 1999 erlebt Roller Derby eine Renaissance und erfreut sich auch in Europa zunehmender Beliebtheit. In Deutschland gibt es seit diesem Jahr sogar eine Bundesliga. Mit dabei sind natürlich auch die Graveyard Queens.

Gesine als Glücksbotin: Die Graveyard Queens können sich über 1.000 Euro für die Vereinskasse freuen (Foto: RheinEnergie).

Die ungewöhnliche Sportart hat den Hörern von Radio Köln so gut gefallen, dass sie die Graveyard Queens zu Siegerinnen der Aktion „Mein Verein“ von Radio Köln und der RheinEnergie gewählt haben. Bei „Mein Verein“ wurden die außergewöhnlichsten Kölner Vereine – vom Frauen-Football-Team bis zum Minigolfclub – gesucht und schließlich zur Wahl gestellt. Am Samstag haben die Queens den Siegerscheck in Höhe von 1.000 Euro von Gesine entgegengenommen. „Ich war total angetan von der tollen Stimmung in der Halle. Die Fans stehen wirklich voll hinter ihrer Mannschaft“, sagte Gesine nach der Scheckübergabe. Bei der darauffolgenden Partie unterlagen die Graveyard Queens den Bear City Roller Derbys aus Berlin. Die Meisterschaft haben sie aber dennoch fest im Blick.

Dieser Beitrag wurde am 28. Oktober 2015 geändert.

nathalie

Hallo,
Danke für den netten Artikel.

Aber wo habt ihr denn am Samstag netzstrumpfhosen und miniröcke gesehen? Ich hab nur sporthosen sehen können.. ;)

Viele grüße,
Nathalie

Adrian

Hallo Nathalie,

 

ja, wir waren direkt enttäuscht... ;-) Ich ändere den Text noch dahingehend ab, dass dieses Outfit nicht immer getragen wird. 

 

Liebe Grüße,

 

Adrian

Kala Drewniak

Hallo,

ich finde den Kommentar von Adrian absolut unpassend. Wer auf knappe Outfits aus ist, kommt bestimmt im Internet auf entsprechenden Seiten oder auch an diversen Örtlichkeiten im echten Leben auf seine Kosten. Bei Cologne Roller Derbs handelt es sich um einen Sportverein, vll. ist das beim Verantwortlichen für diesen Beitrag und/oder Kommentar nicht angekommen. Aber wer bei einem Erstligaspiel nur Augen für die Oberarmtatoos der Spieler hat, hat nicht nur die Regeln nicht verstanden, sondern auch in der Berichterstattung nichts zu suchen. Über alle Maßen unprofessionell, Radio Köln. Man sollte meinen, dass wir 2015 nicht mehr auf dem Stand von 1950 sind.

Kala

Adrian

Hallo Kala,

mein Kommentar war natürlich ironisch gemeint und es tut mir leid, wenn er bei dir falsch angekommen ist. Ich hatte auch gehofft, in meinem Beitrag deutlich gemacht zu haben, dass es sich bei Roller Derby um eine ernstzunehmende Sportart handelt. 

Adrian

 

Kala Drewniak

Hallo Adrian,

leider ist dir das nicht so gut gelungen. Aber es bleibt ja immer Raum zur Verbesserung, nicht? Ich bezweifle, dass ich die Ironie der Aussage nicht verstanden haben soll, wohingegen der Subtext, ein ernstzunehmender Sport sei es nicht, aber immerhin seien die Frauen schön anzusehen ganz deutlich mitschwingt. Die Annahme, dass Röcke und Netzstrümpfe nicht immer getragen werden, finde ich übrigens auch äußerst interessant. Beim o.g. Spiel habe ich solche Outfits nämlich in keinem Fall beobachten können und zwischen nicht und nicht immer sehe ich einen sehr großen Unterschied. Aber eine wahre Aussage ist, das wahrscheinlich Spieler des Roller Derby auch mal Röcke tragen - Journalisten wahrscheinlich auch. Im Kontext des Artikels erklärt sich mir der Gund für diese eingestreute Information allerdings irgendwie nicht. Sicherlich kann man das alles mit Humor nehmen, der Rheinenergie-Blog ist ja auch irgendwie außergewöhnlich, aber mit etwas weniger Kleidung bestimmt ganz hübsch anzusehen.

Kala

Adrian

Hallo Kala,

 

ich habe die strittige Passage nun gelöscht, denn verletzen wollen wir niemanden! 

Liebe Grüße

Adrian

Hannes Klug

Die Überschrift über der Bildergalerie schießt den Vogel ab, ach, ja, sorry, ist natürlich auch ironisch gemeint.

Adrian

Nein,

die Überschrift ist nicht ironisch gemeint. Denn Roller Derby ist offentsichtlich eine Sportart, bei der es hart zur Sache geht. Eine sexistische Lesart ist vom Autor nicht beabsichtigt. Ich ändere die Überschrift dennoch ab, um niemanden zu verletzen.

Adrian

 

Hannes Klug

Danke fürs Abändern. Ich fand es schon verletzend, meine Frau unter einer solchen Überschrift abgebildet zu finden.

Adrian

Hallo Hannes Klug,

das ist nachvollziehbar. Jetzt ist es unverfänglich. 

Liebe Grüße

Adrian

 

Kala Drewniak

Hallo,

soweit ich das beurteilen kann, ist im Blogeintrag niemand persönlich geworden, ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand verletzt fühlt.

Ich behalte es mir aber aus ganz unpersönlichen Gründen vor, den Bericht über das Ligaspiel und den Sportverein Cologne Roller Derby zu kritisieren.

Viele Grüße sendet abschließend
Kala

Lisa Goers

Im Zweifel mal hier nachlesen:
https://anticlockwiseblog.wordpress.com/2015/10/22/how-to-write-an-article-about-roller-derby/

Wir sind kontaktfreudig. Schreibt uns!