01.02.2016 Lutz-Peter

Im Schatten des Kraftwerks – neue Schiffs-Tanken versorgen Niehler Hafen

In Reih und Glied: Die Schiffe von Viking Cruisies im Niehler Hafen. Mit Strom werden sie während der Winterpause über unsere Schiffs-Tanken versorgt (Foto: RheinEnergie).

Direkt neben unseren Kraftwerken in Niehl liegen im Winter die Schiffe der Firma Viking Cruises, die im Sommer Flusskreuzfahrten auf dem Rhein anbietet. Dort im Hafenbecken werden die Schiffe überholt und für die nächste Saison vorbereitet. Dafür brauchen sie Strom. Viel Strom. Und den liefern wir mit unseren Schiffs-Tanken.

In langer Reihe liegen die eleganten Flusskreuzfahrt-Schiffe von Viking Cruises nebeneinander. An Bord der Kreuzer wird gehämmert, gesägt, gebohrt, gestrichen. Es riecht nach Lack und frischer Farbe. Den Winter nutzt das Unternehmen, um seine Kreuzer – die im Fachjargon „Fahrgast-Kabinenschiffe“ heißen – flott zu machen für die kommende Saison: Kaputte Teile werden repariert oder ausgetauscht, schadhafte Teppiche und Polster ausgebessert oder erneuert. Kabinen und Salons gründlich gereinigt – Frühjahrsputz im ganz großen Stil. 

Um die Arbeiten ausführen zu können, die schwimmenden Hotels zu beheizen, zu beleuchten und darauf zu kochen, wird Energie benötigt. Strom. Und davon eine ganze Menge: Rund zwei GW/h verbrauchen die Schiffe während der Winterpause. Bislang lieferte diesen Strom ein gewaltiger Dieselgenerator, der eigens im Niehler Hafen aufgebaut wurde. In diesem Winter ist das erstmals anders: Die Energie fürs Leben und Arbeiten an Bord liefern fünf Schiffs-Tanken, die wir neben dem Hafenbecken aufgestellt haben.

„Eine klassische Win-win-Situation“

„Das ist eine klassische Win-win-Situation“, sagt unser Projektleiter Ferdinand Mentzen, „Viking spart gegenüber der bisherigen Lösung richtig Geld, gleichzeitig erzielen wir einen Gewinn.“ Am meisten jedoch profitiere die Umwelt von der Viking-Entscheidung, denn Lärm und CO2-Emissionen gibt es nun neben dem Hafenbecken nicht mehr. Eben darum haben die Stadtwerke Düsseldorf und wir über unsere gemeinsame Tochter RheinWerke Schiffs-Tanken auch am Fluss aufgebaut, wo anlegende Schiffe ihren Strombedarf bislang mit bordeigenen Dieselgeneratoren deckten.

Auch im Rheinauhafen können die Dieselgeneratoren ausbleiben. Umweltfreundlichen Strom liefern dort zehn Schiffs-Tanken (Foto: RheinEnergie).

Deswegen gab es in der Vergangenheit immer mal wieder Ärger mit Anrainern, die sich von Lärm und Abgasen der Schiffe belästigt fühlten. Und Deutschlands wichtigste Wasserstraße nutzen sehr viele Schiffe: „Allein in Köln gibt es jährlich mehr als 10.000 Schiffsbewegungen, da ist es uns ein wichtiges Anliegen, diesen Schiffen einen komfortablen Zugang zu sauberer Energie zu bieten“, sagte unser Vorstandsvorsitzender Dr. Dieter Steinkamp bei der Vorstellung des Projekts. Künftig sollen an den Schiffs-Tanken am Fluss möglichst alle ihren Strom beziehen – ganz gleich ob Frachter oder Fahrgastschiff.

Dieser Beitrag stammt von unserem Kollegen Lutz-Peter Eisenhut. Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr ihn unter lp.eisenhut@rheinenergie.com erreichen.

Wir sind kontaktfreudig. Schreibt uns!