07.12.2016 Adrian

Biogasanlage Randkanal-Nord nach Umbau noch flexibler

Nach der Modernisierung wird die Biogasanlage am Randkanal-Nord flexibler und wirtschaftlicher arbeiten können (Bild: RheinEnergie).

Wir erweiterern unsere Biogasanlage Randkanal-Nord. Und zwar um ein weiteres Blockheizkraftwerk. Das ist genauso groß und leistungsstark wie das bestehende. Nach der Erweiterung wird die Anlage noch flexibler Strom liefern können als zuvor. 

Bereits seit 2011 erzeugt die Biogasanlage Randkanal-Nord in Köln-Roggendorf/ Thenhoven zuverlässig Ökostrom und Wärme aus Energiepflanzen sowie Wirtschaftsdünger. Nun wird die Anlage ausgebaut und den Anforderungen des Energiemarkts angepasst. Dazu wird zum bestehenden 1.200-Kilowatt-Blockheizkraftwerk (BHKW) ein zweites BHKW mit gleicher Leistung installiert. Die Anlage wird weiterhin bis zu 9,9 Gigawattstunden Strom liefern, der Rohstoffeinsatz wird sich also nicht erhöhen. 

Gesamtwirkungsgrad von rund 85 Prozent

„Wir schöpfen die Stromerzeugungs-Kapazität aus der Biomasse voll aus und machen die Anlage fit für die bedarfsgerechte Stromeinspeisung“, sagt Thomas Saure, Projektleiter für Erneuerbare Energien bei der RheinEnergie. Der elektrische Wirkungsgrad des neuen BHKW liegt bei rund 43 Prozent, dank zusätzlicher Nutzung der Prozesswärme beträgt der Gesamtwirkungsgrad rund 85 Prozent. Lieferte die Biogasanlage bisher stets konstant Strom und Wärme, wird sie nach der Leistungserweiterung flexibler betrieben, als Teil des virtuellen Kraftwerks der RheinEnergie optimal am Markt orientiert arbeiten.

Video: Flexible Biogasanlage im virtuellen Kraftwerk

Wenn die Sonne nicht scheint, der Wind nicht weht und die Stromnachfrage groß ist, dann arbeitet die Anlage mit maximaler Leistung. Ist die Stromnachfrage geringer, wird die Leistung reduziert oder die Anlage stundenweise sogar ganz abgeschaltet. Kurzfristige Stromnachfragen der Netzbetreiber können flexibel bedient werden. Damit leisten die Biomethan-BHKW, wie viele Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen der RheinEnergie, ihren Beitrag zur Netzstabilität in Zeiten der Energiewende. Der neue BHKW-Komplex geht voraussichtlich im ersten Quartal 2017 ans Netz.





Annalena Guckeisen

Hallo,
Ich habe mal eine Frage zu diesen Biomüll-Tüten, die biologisch abbaubar sind. Ich habe mal gehört, dass sie in der Biogasanlage eher zu erhöhten Kosten führen, da sie sich viel langsamer zersetzen als Lebensmittel und deshalb aussortiert werden müssen und dann in den Restmüll kommen.
Stimmt das? Also sollte man die Tüten für den Biomüll nicht verwenden?
Und macht es Sinn, diese Tüten für den Restmüll zu verwenden?

Liebe Grüße,
Annalena Guckeisen

Adrian

Hallo Annalena,

Tüten aus biologisch abbaubaren Kunststoffen werden in Kompostieranlagen in der Regel entfernt, da sie sich nicht schnell genug zersetzen. Für den Restmüll kann man sie verwenden. Inwiefern am Ende ein Vorteil für die Umwelt entsteht, wesentlich davon ab, wie der Abfallentsorger mit den verschiedenen "Wertstoffen" verfährt.  

Am besten erkundigst du dich diesbezüglich bei der AVG. Im Bereich Kompostierung ist Michael Tegetmeier (Tel.: +49(0)221 7170-0; E-Mail: info@avgkoeln.de) der richtige Ansprechpartner für dich.

Beste Grüße

Adrian

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