Reingeblickt
Reingeblickt

Deep Dive hinter die Kulissen der RheinEnergie.

6 Dinge, die ihr wissen müsst, wenn ihr mit einem Kraftwerksingenieur sprecht

Gast
Gast
blog

Erdverkabelung, Leerrohrtrasse, Schubgruben… Wenn ihr bis hierhin nur Bahnhof verstanden habt und bei „Kraftwerk“ nicht unbedingt an Strom, sondern eher an die gleichnamige Band denkt und euch zum Stichwort „Muffen“ nur das dazugehörige Sausen einfällt – dann solltet ihr unbedingt weiterlesen!

Wir liefern euch die wichtigsten Daten, Zahlen und Fakten rund um das neue RheinEnergie-Kraftwerk Niehl 3 und machen euch zum König/zur Königin des nächsten nachbarschaftlichen Smalltalks. Denn immer nur übers Wetter reden, ist schließlich ziemlich langweilig…

1. CO2-Einsparwunder Niehl 3

Ingenieurisch: Niehl 3 hat ein CO2-Einsparungspotential von 400.000 Tonnen.

Smalltalk-Deutsch: Das neue RheinEnergie-Kraftwerk Niehl 3 spart in etwa so viele Tonnen CO2 ein, wie 36.300 Deutsche durchschnittlich im Jahr erzeugen.

2. Tierisch schwer und tierisch hoch

Ingenieurisch: Die Spulen unserer 380-Kilovolt-Erdkabel haben einen Scheibendurchmesser von vier Metern und ein Gewicht von 25 Tonnen.

Smalltalk-Deutsch: Die Kabel für den neuen Kraftwerksanschluss der RheinEnergie wurden auf Spulen geliefert, die so viel wiegen wie fünf Elefanten und so hoch sind wie eine ausgewachsene Giraffe.

3. Verdammt dicke Dinger

Ingenieurisch: Der Außendurchmesser der 380-Kilovolt-Kabel beträgt 122 Millimeter.

Smalltalk-Deutsch: Wusstest ihr schon, dass die Kabel, die die RheinEnergie derzeit verlegt, ungefähr so dick sind wie 32 Handyladekabel zusammen?

Kraftwerk Niehl 3. Quelle: RheinEnergie AG.

4. Niehl 3 heizt mächtig ein

Ingenieurisch: Dank Niehl 3 können 30.000 zusätzliche Haushalte ans Kölner Fernwärmenetz angeschlossen werden.

Smalltalk-Deutsch: Niehl 3 produziert so viel klimaschonende Fernwärme, dass damit ganz Lohmar versorgt werden könnte.

5. Niehl 3 lässt die Haare fliegen

Ingenieurisch: Niehl 3 hat eine Gesamtleistung von 450 Megawatt.

Smalltalk-Deutsch: Die Gesamtleistung von Niehl 3 ist so hoch wie die von 300.000 Haartrocknern.

6. Extrem lange Leitung

Ingenieurisch: Die neue Trasse ist mit neun Kilometern die längste erdverlegte 380-Kilovolt-Trasse, die in einer deutschen Stadt bislang verlegt wurde.

Smalltalk-Deutsch: Das 380-Kilovolt-Kabel für den Kraftwerksanschluss wird neun Kilometer durch Köln verlegt. Das ist so weit wie vom Kölner Dom über die Luxemburger Straße bis nach Hürth.

Niehl 3 - doppelt gut
Niehl 3 ist eine der modernsten und effizientesten Energieanlagen Europas und liefert nicht nur Strom, sondern dank der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung auch noch klimaschonende Fernwärme, die über Rohre direkt in die Kölner Haushalte transportiert wird.

Damit Niehl 3 jederzeit den gesamten Strom ableiten kann, benötigt es einen direkten Anschluss an das Höchstspannungsnetz im Kölner Umfeld. Hierfür wird ein 380-Kilovolt-Erdkabel vom neuen Kraftwerk zum Umspannwerk Merkenich verlegt .

Dort wechselt das Kabel vom Kölner Untergrund hoch in die Luft und wird über eine Freileitung bis nach Leverkusen-Opladen weitergeführt, von wo aus es schließlich eingespeist werden kann.

P.S.: Wenn ein Kraftwerksingenieur der RheinEnergie von einem „Düker“ spricht, dann meint er damit nicht das holländische Wort für Taucher, sondern die Unterquerungsleitung, mit der Stromleitungen unter dem Rhein hindurchgeführt werden, um Niehl 3 an das 110-Kilovolt-Netz anzubinden!

Kommentare

Keine Kommentare gefunden

Schreib uns deinen Kommentar!

Unser Heizkraftwerk Merkenich: Modernisierung für die Zukunft

Seit über 65 Jahren steht hoch im Kölner Norden unser Heizkraftwerk Merkenich. In dieser Zeit ist es oftmals modernisiert worden, um mit den Gegebenheiten der jeweiligen Zeit Schritt zu halten. Auch jetzt finden am Standort umfangreiche Modernisierungsarbeiten statt, die das Heizkraftwerk fit für die Zukunft machen werden.

weiterlesen
Weitere Beiträge
Bild
08Dez

Edelgard schützt: Wir engagieren uns gegen sexualisierte Gewalt

Seit mehr als drei Jahren sind wir Teil von „EDELGARD schützt“ – einem Projekt der „Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt“. Ziel der Initiative ist es, möglichst viele Schutzorte im Kölner Stadtgebiet zu schaffen, an denen Frauen und Mädchen sofort Unterstützung bekommen, wenn sie sich belästigt und bedroht fühlen.

weiterlesen
Weitere Beiträge
Bild
03Dez

Einmal durch den Fernwärmetunnel mit Nicolas

Ihr wolltet schon immer mal wissen, wie es 25 Meter unter dem Rhein in unserem Fernwärmetunnel aussieht? Dann seid bei einer unserer kostenlosen Führungen dabei. Unser neuer Kollege Nicolas erzählt euch sehr spannende Geschichten über den Tunnel und die Fernwärme in Köln. Was dem Geografie-Studenten daran besonders Spaß macht und wie er sich vorbereitet hat, hat er uns erzählt.

weiterlesen
Weitere Beiträge
Bild
08Dez

Bäume – gesund, gut fürs Klima und in höchster Gefahr 

Ein Aufenthalt im Wald wirkt sich nachweislich positiv auf die Gesundheit aus. In Japan weiß man das schon seit den 1980er Jahren. "Shinrin Yoku" nennt sich dort die Gesundheitsmethode des Waldbadens – dem gezielten längeren Aufenthalt im Wald. Er wirkt stimmungsaufhellend sowie beruhigend und wirkt so Stress und Depressionen entgegen. Auch das Immunsystem soll vom Bad im Wald profitieren. Hauptsächlich liegt das an sogenannten Terpenen. Das sind Boten- und Duftstoffe, die von den Pflanzen im Wald produziert werden. 
 

weiterlesen
Weitere Beiträge
Bild
25Dez

Öffentliche Beleuchtung in Köln – wer knipst die Laternen an?

Es ist so sicher wie Tag und Nacht: Die Straßenlaternen und die mächtigen Strahler, die den Kölner Dom, die Rheinbrücken und die Wahrzeichen in der Altstadt beleuchten, schalten sich jeden Tag zuverlässig ein und aus. Doch wer oder was gibt dafür eigentlich den Befehl? 

weiterlesen
Weitere Beiträge
Bild
16Dez