09.04.2020 Gesine

Frohe (Öko-)Ostern trotz Corona! Sieben praktische Tipps für ein natürlich schönes Fest

Auch an Ostern lässt sich vieles nachhaltig gestalten (Bild: Adobe Stock).

Blauer Himmel, bunte Eier – grüne Ostern. Wer das viertägige Hasenfest dieses Jahr einmal besonders nachhaltig feiern möchte, für den haben wir hier die sieben besten Tipps:

1. Viel Genuss, wenig Energie

Der Osterbrunch im Lieblingsrestaurant und der Pizza-Abend beim Italiener um die Ecke müssen dieses Jahr ja leider ausfallen. Eine gute Gelegenheit, euch einmal nach Herzenslust in eurer Küche auszutoben und zu kochen, was die Rezeptesammlung (und die teils leeren Supermarkt-Regale) hergeben. Damit dies nicht zu einem bösen Erwachen bei der nächsten Stromrechnung führt, solltet ihr folgendes beachten:

  • immer einen Topf verwenden, der von der Größe zur Herdplatte passt
  • mit Deckel kochen verkürzt die Kochzeiten– und die Wartezeit auf das leckere Essen
  • nach dem Aufkochen den Herd zurückdrehen und zum Weiterkochen die Restwärme nutzen
  • beim Kochen von Pasta, Reis & Co. nur so viel Wasser verwenden wie nötig
  • beim Backen statt Ober- und Unterhitze lieber Heißluft verwenden. Diese verteilt sich gleichmäßiger im Ofen und ihr könnt die Temperatur um etwa 20 Grad niedriger einstellen als angegeben. Vorheizen ist übrigens grundsätzlich nicht erforderlich.

2. Osterausflug in die Natur

Ob mit oder ohne Motor: Eine Fahrradtour an Ostern tut gut (Bild: Adobe Stock).

Da derzeit alle beliebten Familien-Ziele wie Zoos und Tierparks, Museen und Schwimmbäder geschlossen haben, bleibt eigentlich nur der Oster-Ausflug in die Natur. Und das ist gar keine schlechte Alternative: Denn wo kann man besser den empfohlenen Mindestabstand einhalten als auf dem Bike oder beim Spazierengehen? So tut ihr etwas für eure Fitness, seid an der frischen Luft und könnt zudem einmal eure nähere Umgebung erkunden. Außerdem gibt es gerade für Kinder im Wald und auf den Feldern rund um Köln einiges zu entdecken.

Wo ihr am besten eine Runde spazieren gehen könnt, erfahrt ihr hier: 

Wenn ihr lieber mit dem Rad unterwegs seid und nicht wisst, wohin ihr fahren sollt, werdet ihr an dieser Stelle sicher fündig. 

3. Eier färben? Aber natürlich!

Ohne chemische Farbstoffe: Eierfärben mit Roter Beete oder Zwiebelschalen (Bild: Adobe Stock).

Verwendet statt E 102 und E 129 zum Eierfärben doch mal Rote Beete, Spinat oder Zwiebelschalen. Dazu das Gemüse oder die Kräuter einfach kleinschneiden und in einem Topf mit Wasser aufkochen. In diesem Sud kocht ihr die Eier bis sie die gewünschte Farbintensität angenommen haben.

4. Und wohin mit den gefärbten Eiern?

Osternester aus dem Supermarkt bestehen häufig aus Kunststoff oder anderen umweltbelastenden Materialien. Unser Tipp: Das selbstgemachte Zero-Waste-Osternest aus Kresse, das nicht nur schön aussieht, sondern auch noch essbar ist. Die Kresse dafür etwa 4-6 Tage vor Ostern in einer flachen Schale auf feuchter Watte aussäen und an einen warmen, hellen Platz stellen.

5. Apropos Eier

Augen auf beim Eierkauf: Je kleiner die aufgedruckte Zahl auf den Eiern, desto besser. Kauft am besten nur Null-Eier, denn diese stammen von glücklichen Hühnern aus Biohaltung. Die beste Adresse für den nächsten Eierkauf sind natürlich die zahlreichen Hofläden in und um Köln, von denen die meisten trotz Corona-Krise geöffnet haben. Die schönsten findet ihr hier.

6. Kein Ostern ohne Schokohasen

Schokolade an Ostern? Klar doch. Und zwar fair und ökologisch produziert (Bild: Adobe Stock).

Schokohasen gehören zu Ostern wie Lebkuchen zu Weihnachten. Darauf verzichten? Schlechte Idee. Bio-Schokohasen? Sehr gute Idee. Diese werden mit Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau hergestellt und enthalten in der Regel keine Farbstoffe oder andere fragwürdigen Inhaltsstoffe. Zudem ist der Kakao fairgehandelt, was bedeutet, dass der Kakaobauer für seine Arbeit und sein Produkt fair bezahlt wird – eben so, wie es sein soll.

Extratipp: Holt euch den Dom ins Wohnzimmer

Bei allem Eierfärben und Schoko-Hasen essen sollte nicht vergessen werden, dass Ostern das älteste und wichtigste Fest der Christenheit ist. Gottesdienst-Besuche müssen dieses Jahr zwar ausfallen, aber wenn ihr schon nicht in den Dom könnt, kommt der Dom eben zu euch – und zwar per Live-Übertragung im Fernsehen oder im Internet. Eine Übersicht, wann welche Messen (auch Familien- und Kindergottesdienste) übertragen werden, findet ihr auf den Seiten des Erzbistums Köln.

Dort gibt es auch praktische Tipps, wie man Zuhause seinen ganz eigenen, privaten Gottesdienst feiern kann.

Und wer am Ostersonntag um 9.30 Uhr schon wach ist, sollte unbedingt die Fenster öffnen, denn dann läuten die Glocken aller katholischen und evangelischen Kirchen in ganz NRW gleichzeitig – ein schönes Zeichen für den Zusammenhalt in dieser besonderen Zeit.

In diesem Sinne wünschen wir euch trotz Einschränkungen, Ungewissheiten und Ängsten frohe (und nachhaltige) Ostern!

Dieser Beitrag stammt von unserer Gastautorin Claudia Welkisch. Bei Fragen oder Anregungen erreicht ihr sie unter presse@rheinenergie.com. Weitere Texte von Claudia findet ihr in ihrem Reise-Blog Lieblingsplätze.





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