Reingeblickt
Reingeblickt

Deep Dive hinter die Kulissen der RheinEnergie.

Niehl 3 – eine der modernsten Energieanlagen der Welt

Claudia
Claudia
blog

Am 1. September 2016 haben wir unser neues Gas-und-Dampfturbinen-Heizkraftwerk Niehl 3 nach nur 2,5 Jahren Bauzeit offiziell in Betrieb genommen. Das Heizkraftwerk zählt zu den flexibelsten und effizientesten der Welt und ist ein wichtiger Pfeiler der Energiewende. Wir stellen euch die Anlage vor.

Andreas Müggenburg ist mehr als zufrieden: Nach rund sieben Jahren Planungen und Bautätigkeiten hat unser neues Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk Niehl 3 seine Arbeit aufgenommen. „So ein Großprojekt im Zeit- und Budgetplan erfolgreich abzuschließen ist schon etwas Besonderes“, sagt Müggenburg.

Klimaschonend erzeugter Strom für 1 Million Haushalte

Nur rund 2,5 Jahre nach Baubeginn Ende 2012 konnte Niehl 3 nach umfangreichen Tests und erfolgreichem Probebetrieb abgenommen werden. Ende April 2016 hat es den kommerziellen Regelbetrieb aufgenommen – und ist seitdem als eines der weltweit effizientesten und flexibelsten Kraftwerke offiziell am Netz. Das Projekt war sowohl für die beteiligten Kolleginnen und Kollegen, die für das Bauherren-Engineering zuständig waren, als auch für den Generalunternehmer Alstom ein hochspannendes und anspruchsvolles Projekt. Bis zu 500 Menschen waren teilweise auf der Baustelle tätig.

Video: So funktioniert Kraft-Wärme-Kopplung

Wir benötigen Ihre Zustimmung.

Dieser Inhalt wird von YouTube bereit gestellt.

Wenn Sie den Inhalt aktivieren, werden ggf. personenbezogene Daten verarbeitet und Cookies gesetzt. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Zustimmen

Die Einhaltung der geplanten Bauzeit war dabei eine hohe logistische und koordinative Herausforderung. „Es galt alle Phasen, beginnend vom Bau über die Montage, die Inbetriebsetzung und den Probebetrieb, verzahnt zu steuern. Dabei hatte die Arbeitssicherheit immer den höchsten Stellenwert“, blickt Andreas Müggenburg zurück. Mit einer Gas- und einer Dampfturbine erzeugt Niehl 3 in Kraft-Wärme- Kopplung bis zu 450 Megawatt Strom für eine Million Haushalte sowie 265 Megawatt klimaschonende Fernwärme, von der rund 30.000 Haushalte profitieren können.

Von Standby auf Volllast – in 15 Minuten

Die Anlage wandelt dabei bis zu 88 Prozent des eingesetzten Gas-Brennstoffs in nutzbare Energie um, der elektrische Wirkungsgrad beträgt über 60 Prozent. Niehl 3 spart rund 500.000 Tonnen CO2 ein und hilft so dem Klimaschutz. Außerdem unterstützt unser neues Kraftwerk mit seiner hohen Flexibilität die Versorgungssicherheit in Zeiten der Energiewende: Es dauert nur 15 Minuten, bis die Anlage aus dem Standby ihre volle Leistung erreicht. So kann sie problemlos Leistungsschwankungen von Sonnen- und Windenergie ausgleichen – nämlich dann, wenn kein Lüftchen weht oder die Sonne nicht scheint. Zudem lässt sich bei Bedarf die Leistung innerhalb von 10 Minuten um über 100 Megawatt erhöhen oder auch wieder verringern.

Diese flexible Laststeuerung ist ein Alleinstellungsmerkmal dieses modernsten Heizkraftwerkstyps und macht es zu einem wichtigen Baustein der Energiewende. Und das Beste: Der im neuen Kraftwerk erzeugte Strom kommt dabei nicht nur den Kölnern zu Gute: Niehl 3 kann gleichzeitig Strom in das deutsche Verbundnetz auf Höchstspannungsebene und in das Kölner Verteilnetz einspeisen.

Winter is coming. Unsere Fernwärme ist schon da

Niehl 3 wird zudem eine wichtige Rolle für die energieeffiziente und emmissionsarme Erzeugung der Fernwärme übernehmen und unser Unternehmen wird neue Gebiete im Kölner Westen und Nordwesten sowie ganze Quartiere im Rechtsrheinischen an das Fernwärmenetz anschließen. „Die energieeffiziente, zentrale Erzeugung von Wärme in Kraft- Wärmekopplung ist im Vergleich zum Betrieb von vielen kleineren, weniger effizienten Anlagen ein wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz in Köln“, sagt Andreas Müggenburg.

Hat das Kraftwerksprojekt von Anfang bis Ende begleitet: Projektleiter Andreas Müggenburg (Foto: RheinEnergie).

Niehl 3 nutzt Synergien und teilt sich wichtige Infrastruktur mit dem benachbarten Kraftwerk Niehl II. Bereits bestehende Gasleitungen, das Kühlsystem samt Kühlturm und Werkstätten werden ebenso mitgenutzt wie der lediglich um weitere Anlagentechnik ergänzte Leitstand. Die Anlagenfahrer der können beide Heizkraftwerke nun von einer Warte aus zentral überwachen und steuern. Auch wenn unser neues Kraftwerk nun im Regelbetrieb zuverlässig Strom und Wärme bereitstellt, ist für Andreas Müggenburg und sein Team die Arbeit nicht abgeschlossen. „So ein Großprojekt hat immer eine gewisse Nachlaufzeit, bis die letzten, wenigen Punkte zur 100 prozentigen Fertigstellung bearbeitet sind“, sagt der Leiter des Kraftwerksprojekts und freut sich bereits auf weitere spannende Aufgaben rund um unsere Energieanlagen.


Video: Niehl 3 – Energie für die Zukunft der Region

Wir benötigen Ihre Zustimmung.

Dieser Inhalt wird von YouTube bereit gestellt.

Wenn Sie den Inhalt aktivieren, werden ggf. personenbezogene Daten verarbeitet und Cookies gesetzt. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Zustimmen

Kommentare

Keine Kommentare gefunden

Schreib uns deinen Kommentar!

Diese Karnevals-Promis haben bei der RheinEnergie gearbeitet (oder tun es noch)

Was haben Hans Süper, „Tommy“ Engel und „Erry“ Stoklosa gemeinsam? Richtig! Sie alle haben einige Jahre bei der RheinEnergie (bzw. GEW) gearbeitet. Wir verraten euch, wann und wo und welche Promis auch heute noch zur Belegschaft gehören.

weiterlesen
Weitere Beiträge
Bild
02Dez

Ununterbrochene Fernwärme, besonders im Winter

Wir produzieren Fernwärme – ununterbrochen. Und zwar mit Kraft-Wärme-Kopplung. Das heißt, wir setzen Erdgas ein, um gleichzeitig Strom und Wärme zu erzeugen. Erfahrt hier, wie das funktioniert!

weiterlesen
Weitere Beiträge
Bild
17Dez

Bei Minusgraden – warum frieren die Kölner Trinkwasserleitungen nicht ein?

Das gab es schon lange nicht mehr. Eine Unwetterwarnung der Warnstufe drei für weite Teile Kölns und die Region. Der Grund: starker Schneefall. Schlittenfahren bei knackig-kalten Minusgraden wird manch einer denken. Wir haben uns indes gefragt, warum bei diesen Verhältnissen die Kölner Trinkwasserleitungen nicht einfrieren? Die Antwort ist so verblüffend wie einfach.

weiterlesen
Weitere Beiträge
Bild
18Dez

Bei Gewitter: Stecker ziehen oder nicht?

Durch Blitzeinschläge entstehen in Deutschland jährlich Millionenschäden an Elektrogeräten. Konsequentes Steckerziehen schafft Abhilfe. Doch nur die wenigsten von euch mögen etwa auf ihre Lieblingsserie verzichten, während es draußen blitzt und donnert. Das müsst ihr auch nicht unbedingt.

weiterlesen
Weitere Beiträge
Bild
03Dez

RheinEnergieSTADION ist Europas größter Adventskranz

Zur Vorweihnachtszeit gehört ein Adventskranz für viele ganz selbstverständlich dazu. Auch für die Kölner Sportstätten. Mit einem handelsüblichen Modell geben sie sich aber nicht zufrieden. Im Gegenteil: Mit unserer Hilfe verwandeln sie das RheinEnergieSTADION in Europas wohl spektakulärsten Adventskranz. 

weiterlesen
Weitere Beiträge
Bild
21Dez