Es summt in unseren Bienenparadiesen

Juliane
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Hobby-Imker Pierre Jameson prüft, ob seine Bienen an unserem Standort Merheim gut angekommen sind und schon Honig produziert haben. (Bild: RheinEnergie)

Die RheinEnergie bietet Bienen an vielen Standorten ein Zuhause. Egal ob Wildbienenhotel, Wildblumenwiese oder Heimat für zahlreiche Bienenvölker – es summt ordentlich bei uns. Erfahrt mehr über unser Engagement für die Imkerei und die Insektenvielfalt.

Die Bienen sind los bei der RheinEnergie: An unseren Standorten mischt sich immer häufiger ein leises Summen in die Geräuschkulisse. Denn wir ermöglichen zahlreichen Imkerinnen und Imkern, ihre Bienenvölker bei uns anzusiedeln. Erst Ende Juni ist ein Bienenvolk an unserer Hauptverwaltung am Parkgürtel eingezogen. Und am Standort Merheim haben kürzlich 80.000 Bienen ihren Umzug in ihr neues Zuhause erfolgreich überstanden. Auch auf dem Gelände unserer Wasserwerke fühlen sich zahlreiche Bienenvölker heimisch. Darüber hinaus haben wir an verschiedenen Standorten weitere Projekte für den Erhalt der Insektenvielfalt gestartet.

Fleißige Mitbewohnerinnen im Ossendorfpark

Bienen benötigen optimalerweise eine grüne Fläche im Halbschatten, wenig Verkehr und eine süd-östliche Einflugschneise. Im besten Fall steht dann noch ein Gebäude in der Nähe, an dem die Bienen aufsteigen können, um weit über uns loszufliegen und die Umgebung nach leckerem Blütennektar zu erkunden.

Direkt hinter unserer Anlage im Ossendorfpark ist ein Bienenvolk eingezogen. (Bild: RheinEnergie)

Eines dieser Gebäude mit einem Outdoor-Bienenparadies steht in Köln-Ossendorf. Früher waren hier in der Kaserne Klerken belgische Soldaten stationiert. Heute versorgt unser Heizwerk die gesamte Siedlung Ossendorfpark effizient mit Wärme. Vor über 20 Jahren wurde das Gelände zu einem modernen Wohngebiet umgebaut – und in diesem Jahr sind noch einmal ein paar Zehntausend Anwohnerinnen dazugekommen. Denn Imker Marius Schönegge hat hier seine Bienenvölker angesiedelt.

Der Kontakt kam über unseren Energiedienstleistungsbereich „next energy solutions“ zustande. „Wenn wir den Platz haben und die optimalen Gegebenheiten hergestellt sind, freuen wir uns immer lokale Imkerinnen und Imker zu unterstützen“, sagt Anna Ufer, Referentin bei next energy solutions.

Bienen-Wissen

Imker Marius Schönegge hat für uns ein paar Informationen zu den Bienen zusammengetragen:

  • Für ein Glas Honig fliegen Bienen sinnbildlich 2,5-mal um die Erde.
  • Neben der Honigbiene gibt es etwa 30.000 Bienenarten, die man als Wildbienen zusammenfasst. In unseren Breitengraden sind es über 600 verschiedene Arten.
  • Ein Bienenvolk besteht aus Arbeitsbienen, Drohnen und einer Königin.
  • Die weibliche Biene, Arbeiterin genannt, übernimmt abhängig von ihrem Alter unterschiedliche Aufgaben im und außerhalb des Bienenstocks – zum Beispiel als Putzbiene, Ammenbiene, Baubiene oder Sammelbiene.
  • Die männliche Biene, auch Drohne genannt, hat nur eine Aufgabe: die Königinnen verschiedener Völker während des Hochzeitsfluges zu begatten. Wenn es ihr gelingt, bleibt es eine einmalige Angelegenheit. Denn die männliche Biene überlebt den Akt nicht.

Bio-Honig direkt vom Parkgürtel

Unser Team vom "Vertrieb Energiedienstleistungen" fördert ein Bienenprojekt am Parkgürtel. (Bild: RheinEnergie)

Auch an unserer Hauptverwaltung am Parkgürtel wird seit diesem Sommer kräftig Honig produziert. Auf einer Wiese zwischen unserem Wasserlabor und unserem Ausbildungszentrum hat das Team „Vertrieb Energiedienstleistungen“ gemeinsam mit Imker Ralf Heipmann den Einzug von rund 50.000 europäischen Honigbienen gefeiert.

Die Idee hat sich aus einem Teambuilding-Tag im vergangenen Sommer entwickelt, erzählt Isabell Rüttgers. „Wir haben einen Imkerkurs bei der Domimkerei Rommerskirchen gemacht. Um das Ganze fortzuführen und den Team-Gedanken weiterzutragen und ein nachhaltiges Projekt zu fördern, haben wir uns entschieden, für ein Jahr ein Bienenvolk zu sponsern.“ Abteilungsleiter Emil Issagholian ergänzt: „Wir wollten uns als Team abseits unseres alltäglichen Projektgeschäfts auf eine neue Erfahrung einlassen. Das Teamevent letztes Jahr hat unsere Neugier geweckt, deshalb wollten wir ausprobieren, ob wir auch eigenen Honig herstellen können.“

Der Honig von Imker Heipmann ist bio-zertifiziert, denn der Domimker verwendet nur natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel. Die Rasse „Buckfast“ sei „besonders vital“, erklärt er. Selbst gegen den Erzfeind, die Varroa-Milbe, behandelt er seine Bienen nur mit Thymianöl. Auf die Ernte freuen sich die Kolleginnen und Kollegen des Teams daher besonders.

Zwei Bienenvölker als Nachbarn für den neuen Fernwärmespeicher

Am Standort Merheim, in direkter Nachbarschaft zu unserem neuen Fernwärmespeicher, sind im August ebenfalls zwei Bienenvölker eingezogen. Hobby-Imker Pierre Jameson hatte schon länger nach einem neuen Zuhause für seine Bienen gesucht – und dank Ingo Schönfuß, Kraftwerksleiter Süd, auch gefunden. „Die Arbeit mit den Bienen und die nachhaltige Honigproduktion haben mich von Anfang an fasziniert“, sagt Schönfuß. „Und da wir hier den Platz und die optimalen Gegebenheiten für die Bienen haben, musste ich nicht lange nachdenken.“ Schönfuß hat bereits sehr gute Erfahrungen mit der Imkerei an unserem Heizwerk am Zugweg in der Südstadt gemacht. Und jetzt hat er dafür gesorgt, dass die Bienen von Hobby-Imker Pierre Jameson eine neue Heimat finden.

Ingo Schönfuß, Kraftwerksleiter Süd bei der RheinEnergie (links), und Hobby-Imker Pierre Jameson (rechts) freuen sich über den Einzug der Bienen am Standort Merheim. Im Hintergrund ist der noch im Bau befindliche Fernwärmespeicher zu sehen. (Bild: RheinEnergie)

Seit Mitte August wohnen somit in direkter Nachbarschaft zu unserem neuen Fernwärmespeicher zwei Bienenvölker mit jeweils rund 40.000 Bienen. Jedes Volk hat seine eigene Königin. „Hier im linken Kasten, das ist Königin Lilbert, bekannt nach Queen Elisabeth“, erklärt der gebürtige Engländer Jameson. „Die andere Königin heißt Agrippina, nach der Kölner Stadtmutter.“ Im dritten, kleinen Kasten zwischen den beiden großen Völkern versteckt sich noch eine dritte Königin ohne Namen. „Mit ihr könnte man einen neuen, dritten Stock aufbauen. Oder sie als Back-up nutzen, falls es ein Bienenvolk nicht über den Winter schafft“, sagt Jameson.

Den selbst geernteten Honig isst Pierre Jameson zum Teil selbst und verschenkt ihn an Freunde. „Etwa die Hälfte der Ernte gebe ich an die Bienen als Nahrung zurück“, erklärt er. „So kommen sie gut über den Winter und können dann im Frühjahr wieder ausfliegen.“

Ein ganzes Hotel für Wildbienen am Parkgürtel

Unser Wildbienenhotel am Parkgürtel. (Bild: RheinEnergie)

Ein ganzes Hotel für Wildbienen steht seit Ende Juli direkt neben dem Solarberatungszentrum Treffunkt Solar“ am Parkgürtel. „Neben der Technik zur solaren Energieerzeugung ist es uns wichtig, einen ganzheitlichen ökologischen Ansatz zu zeigen“, sagt Sebastian Bock, Leiter „Treffpunkt Solar“. Er und sein Team möchten mit vielen kleinen Ideen die Stadt nachhaltiger machen – zum Beispiel mit einem Echsenhabitat, Möglichkeiten zur Fassadenbegrünung – und nun auch mit einem Wildbienenhotel.

Wenn die Wildbienen auf ihren Touren die Pflanzen bestäuben, tragen sie ganz automatisch zur Fortpflanzung der Blütenpflanzen bei. Diese dienen dann vielen Insekten wieder als Nahrungsquelle. Mit dem Wildbienenhotel leistet der Treffpunkt Solar somit auch einen Beitrag zur Biodiversität.

Das Insektenhotel selbst lieferte das Start-up gartenetage, das nachhaltige Produkte und Lösungen für Unternehmen anbietet. „Die Zusammenarbeit mit der RheinEnergie AG bei dem Projekt „Treffpunkt Solar“ war für uns eine herausragende Gelegenheit, unsere Mission für Nachhaltigkeit und Naturschutz weiter voranzutreiben“, sagt Thomas Klinkau von gartenetage. Sein Team aus Naturliebhabern und Gartenenthusiasten setzt sich dafür ein, die Städte grüner und naturnäher zu gestalten.

Und wo finden die Bienen ihren Nektar?

Unsere Wildblumenwiese am Zugweg in der Kölner Südstadt. (Bild: RheinEnergie)

Schon vor vielen Jahren haben wir damit begonnen, Blumen auf wilden Wiesen auszusäen, damit die Bienen in der Stadt auch genug Nahrung finden. Margeriten und Löwenzahn, Weiße Lichtnelke, Wilde Möhre und viele mehr liefern zum Beispiel den Bienen am Heizwerk Südstadt wertvollen Nektar. Neben leckerem Honig geht es bei unseren Projekten aber natürlich in erster Linie um eines: den Erhalt der Insektenvielfalt in unserer Stadt.

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