Reinigung von PV-Anlagen: Leistungsverluste einfach wegwischen

Juliane
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Nur wer PV-Anlagen sauber hält, profitiert von der vollen Leistung der Module. Quelle: AdobeStock.

Pollen, Vogelkot, Feinstaub oder Moos: Mit der Zeit hinterlassen Witterung und Umwelteinflüsse ihre Spuren auf einer PV-Anlage. Viele Anlagen reinigen sich zwar teilweise selbst durch Regen, doch nicht jede Verschmutzung verschwindet von allein. Erfahrt, wann eine Reinigung sinnvoll sein kann, welche Risiken bei starker Verschmutzung entstehen und worauf ihr bei der Pflege eurer Solarmodule achten solltet.

Photovoltaikanlagen sind für den dauerhaften Einsatz im Freien ausgelegt. Dennoch können sich über die Jahre Verschmutzungen auf den Modulen ablagern. Dazu zählen unter anderem Blütenpollen, Vogelkot, Laub, Feinstaub oder Ablagerungen aus dem Straßenverkehr.

Reinigung von PV-Anlagen: Was Verschmutzungen bewirken können

Besonders an Standorten in der Nähe von viel befahrenen Straßen, Bahntrassen, Baustellen oder großen Baumbeständen können sich Rückstände festsetzen. Werden diese nicht entfernt, können sie einzelne Bereiche der Module dauerhaft verschatten. Auch Moos- oder Flechtenbildung an Rahmen und Kanten kann langfristig problematisch werden.

Wann sollte eine PV-Anlage gereinigt werden?

Ob eine Reinigung notwendig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht. Hinweise auf einen möglichen Reinigungsbedarf sind:

  • sichtbare Verschmutzungen auf den Modulen
  • Moos- oder Flechtenbildung an Rahmen und Kanten
  • starke Pollenbelastung
  • Vogelkot, der längere Zeit auf den Modulen verbleibt
  • Standorte in der Nähe von Straßen, Baustellen oder Bahnstrecken

Bei vielen Dachanlagen sorgt Regen bereits für einen natürlichen Reinigungseffekt. Besonders bei ausreichend geneigten Modulen werden lose Verschmutzungen häufig abgewaschen.

Wie oft sollte eine Solaranlage gereinigt werden?

Der optimale Reinigungsintervall hängt vom Standort und von der Montageart der Anlage ab. Anlagen mit sehr geringer Neigung oder Flachdachsysteme sind häufiger von hartnäckigen Ablagerungen betroffen.  Hier kann eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll sein. Auch bei Anlagen in baumreichen Gebieten empfiehlt sich ein genauer Blick auf die Module.

Ein Beispiel ist unser Solarkraftwerk auf dem RheinEnergieSTADION. Die Module haben hier nur eine Neigung von wenigen Grad, sodass sie regelmäßig gereinigt werden müssen.

Wer unsicher ist, sollte seine Anlage regelmäßig prüfen lassen. So lässt sich frühzeitig erkennen, ob eine professionelle Reinigung erforderlich ist oder ob Regen und Witterung für ausreichend Sauberkeit sorgen.

Blick auf die PV-Anlage auf dem RheinEnergieSTADION.
Auch auf den Solarmodulen auf dem Dach des RheinEnergieSTADION sammelt sich schnell Saharastaub, der regelmäßig entfernt werden muss. (Bild: RheinEnergie)

Kann ich meine PV-Anlage selbst reinigen?

Grundsätzlich ist eine Eigenreinigung möglich. Allerdings sollten dabei die Vorgaben des Herstellers beachtet werden. Ungeeignete Reinigungsmittel oder Werkzeuge können Oberflächen beschädigen. Hinzu kommt ein wichtiger Sicherheitsaspekt: Viele PV-Anlagen befinden sich auf Dächern und sind für Laien nur schwer erreichbar. Arbeiten in großer Höhe bergen erhebliche Risiken! Deshalb empfiehlt sich insbesondere bei Dachanlagen die Reinigung durch Fachbetriebe mit entsprechender Ausrüstung und Erfahrung.

Wie funktioniert eine professionelle PV-Reinigung?

Professionelle Reinigungsunternehmen setzen spezielle Verfahren ein, die auf Solarmodule abgestimmt sind. Je nach Verschmutzungsgrad kommen beispielsweise wasserführende Teleskopstangen, spezielle Bürstensysteme oder entmineralisiertes Wasser zum Einsatz.

Ziel ist eine schonende Reinigung der Moduloberflächen sowie von Rahmen und Kanten, ohne die Anlage zu beschädigen.

PV-Anlage reinigen lassen: Darauf solltet ihr achten

Wenn ihr eine Reinigungsfirma beauftragen möchtet, solltet ihr sicherstellen, dass die Reinigung auch fachgerecht durchgeführt wird. Achtet auf folgende Kriterien bei der Auswahl:

  • Erfahrung mit Photovoltaikanlagen
  • geeignete Reinigungstechnik
  • transparente Preisgestaltung
  • ausreichender Versicherungsschutz
  • Berücksichtigung der Herstellervorgaben

Fazit: Regelmässige Sichtkontrollen sind sinnvoll

Nicht jede PV-Anlage muss regelmäßig gereinigt werden. Entscheidend sind Standort, Neigungswinkel und der tatsächliche Verschmutzungsgrad. Sichtbare Ablagerungen, Moosbildung oder hartnäckiger Schmutz können jedoch ein Hinweis darauf sein, dass eine professionelle Reinigung sinnvoll ist.

Wer frühzeitig handelt, schützt seine Anlage und sorgt dafür, dass die Solarmodule langfristig in einem guten Zustand bleiben.

Professionelle Unterstützung gesucht?

Die RheinEnergie vermittelt die Reinigung von PV-Anlagen durch einen zertifizierten Fachbetrieb*. Informiert euch über Leistungen, Voraussetzungen und verfügbare Termine:

* Hinweise zum Angebot: Die RheinEnergie tritt lediglich als Vermittler dieser Leistungen auf. Sie werden durch einen Dritten erbracht, der Vertragsschluss erfolgt zwischen dem Anlageninhaber und dem leistungserbringenden Reinigungsbetrieb. 

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