15.05.2017 Adrian

Modellbau – Mitarbeiter erschafft RheinEnergie-Miniaturwelt

Marc Brenner hat in einem Modell Szenen aus seinem Arbeitsalltag nachgestellt (Foto: Brenner).

Nach der Arbeit sind viele von uns bemüht, ihren Kopf frei zu machen und nicht an selbige zu denken. Marc Brenner ist eine Ausnahme. Zum Glück. Er hat in seiner Freizeit eine detailverliebte Miniaturwelt erschaffen, die Teile seines Arbeitsalltags abbildet –Geräuschkulisse und Beleuchtung inklusive.

Sonntag, 20:42 Uhr. Stromausfall in Köln-Dellbrück. Die Störung geht unmittelbar von einer Freileitung am Umspannwerk Iddelsfeld aus. Die Mitarbeiter des Entstördienstes verlieren keine Zeit. Wenn der Tatort im Fernsehen läuft, reagieren die Kunden verschnupft, wenn die Mattscheibe länger schwarz bleibt. Während ein Kollege den Mast in der Dämmerung hochklettert, legen die anderen im Scheinwerferlicht eilig das Material zurecht, das zur Reparatur benötigt wird. Für Marc Brenner hat die Szene nichts Ungewöhnliches. Der 36-jährige betreut seit 2008 beim Entstördienst das rechtsrheinische Stromnetz – seit 2009 als Truppführer.

Für den Hintergrund hat Brenner unser Umspannwerk aus Köln-Dellbrück kurzerhand ins Bergische Land montiert (Foto: Brenner).

Ungewöhnlich ist der Standort der Szene. Denn sie spielt sich, anders als oben beschrieben, in einer 75 x 30 x 30 Zentimeter großen Vitrine mitten in Brenners Wohnzimmerschrank ab. In ihr hat Brenner seinen Berufsalltag im Maßstab 1:43 detailgetreu nachgebildet. Dass sich in der Vitrine sämtliche Lampen einschließlich des Blaulichts der Fahrzeuge ein- und ausschalten lassen und auf Knopfdruck Sirenengeheul ertönt, versteht sich für den Energie-Elektrotechniker von selbst. Ehrensache. 

Marc Brenner arbeitet seit 2008 bei unserem Entstördienst (Foto: Brenner).

Rund 180 Stunden hat Brenner in seiner kleinen Gartenwerkstatt verbracht, bis die RheinEnergie-Miniaturwelt fertig war. Auf die Idee hat ihn eine Gruppe Modellbauer gebracht. „Die Truppe hat sich unsere Entstörfahrzeuge angeschaut, um sie nachzubilden. Daraus ist dann aber nichts geworden. Da ich die Idee toll fand, habe ich sie selbst umgesetzt“, sagt Brenner. Das älteste Fahrzeugmodell in Brenners Vitrine ist ein Ford Transit aus den 1970er Jahren, das jüngste ein Mercedes Sprinter Baujahr 2017. 

Brenner hat sich schon als Kind mit Modellbau beschäftigt – das sieht man (Foto: Brenner).

Ein Oldtimer des Typs Ford Transit dreht übrigens noch heute seine Runden für uns. Die beiden Kinder (zwei und drei Jahre alt) von Marc Brenner drücken sich oft die Nasen an der Vitrine platt und bedienen die Lämpchen. Während der Nacht der Technik am 23. Juni 2017 werden sie darauf verzichten müssen. Dann nämlich stellen wir die Vitrine im Umspannwerk Stadion in Bergisch Gladbach aus. Vielleicht ja eine gute Gelegenheit, Brenners Meisterwerk einmal aus der Nähe zu betrachten?





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