30.07.2019 Claudia

Wildblumenwiese in der Südstadt: Was lange wächst, wird endlich bunt

Im vergangenen Frühjahr haben wir die Wildblumen am Heizwerk ausgesäht (links). Mittlerweile ist daraus eine bunte Blumenwiese entstanden.

Für die Bienenvölker an unserem Heizwerk in der Südstadt ist der Tisch derzeit reich gedeckt. Denn die im vergangenen Frühjahr ausgesäten Wildblumen stehen in voller voller Blüte. Die bunte Vielfalt wird sich auch auf den Geschmack des Südstadt-Honigs auswirken.

Wilde Natur trifft modernste Technik und das Ganze in – beziehungsweise vor – historischen Gemäuern. Eine spannende Mischung, die es genau so auf dem Gelände unseres Heizwerks in der Südstadt zu erleben gibt. Denn dort erzeugen wir nicht nur seit vielen Jahren Wärme für Köln, sondern bieten auch rund 90.000 Bienen ein buntes und ganz schön wildes Zuhause: Auf einer bisher ungenutzten Fläche entstand in den vergangenen Monaten eine riesige Wildblumenwiese. In Zusammenarbeit mit der „Biologischen Station Bonn-Rhein-Sieg e. V.“ haben wir vergangenes Jahr rund 1,5 Kilogramm Samen ausgesät. Dank der vielen Sonne – und trotz des wenigen Regens – der letzten Wochen hat sich die 750 Quadratmeter große Fläche in ein buntes Blumenparadies verwandelt.

Margeriten und Löwenzahn, Weiße Lichtnelke, Wilde Möhre und viele mehr: Für die rund 90.000 Bienen am Heizwerk Südstadt liefern die Wildblumen wertvollen Nektar.

Mittlerweile blüht es dort in allen Farben und die unzähligen Margeriten, Weißen Lichtnelken, Löwenzähne und anderen Wildblumen machen nicht nur die Südstadt-Bienen glücklich, sondern auch die Imkerinnen Lisa Löffler und Birgit Helberg. Ihnen gehören die Bienenvölker, die schon länger am Heizwerk Südstadt leben und nun zu Zehntausenden die neue Wiese bevölkern. 

Erster Kölner Wildblütenhonig wird bald geschleudert

„Wir sind überzeugt davon, dass unsere Bienen die Wildblumenwiese sehr gut angenommen haben und viel Nektar und Pollen sammeln konnten“, so Lisa Löffler. „Sie haben jetzt ja direkt vor der Tür eine tolle neue Futterquelle, die sich sicherlich auch positiv auf den ersten Kölner Wildblütenhonig auswirken wird“. Wie dieser schmeckt, können die Imkerinnen Ende Juli erstmalig testen. Dann wird der Honig aus diesem Jahr geschleudert und der wird, so sind sich die beiden sicher, aufgrund des neuen Futterangebots ganz anders sein als der bisherige Südstadt-Honig. 

Birgit Helberg bei der Arbeit: Die neue Futterquelle werde sich auf den Geschmack des Honigs auswirken, ist sich die Hobby-Imkerin sicher.

Neben leckerem Honig geht es bei diesem Naturprojekt aber natürlich in erster Linie um eines: den Erhalt der Insektenvielfalt in unserer Stadt. „Eine solche Wiese bietet Bienen und anderen Insekten optimale Lebensbedingungen und ist gerade in einer Stadt ungemein wichtig, da hier das Futterangebot begrenzt ist“, weiß Bienen-Mama Birgit Helberg.  „Deshalb ist die Wiese auf dem Grundstück der RheinEnergie ein fantastisches Vorbild für die Stadt Köln und für andere Unternehmen mit Flächen in der Innenstadt“, so die Imkerin weiter. 

Fressen und gefressen werden …

Über die verbesserten Lebensbedingungen für die Kölner Bienen freuen sich neben den Imkerinnen übrigens auch Vögel, Fledermäuse und andere insektenfressende Tiere – was wiederum den Bienen und den anderen Krabbeltierchen nicht ganz so gefallen dürfte. Aber man kann es ja nun einmal leider nicht jedem recht machen, auch wenn wir mit unserem Naturprojekt in der Südstadt schon ganz nah dran sind …

Dieser Beitrag stammt von unserer Gastautorin Claudia Welkisch. Bei Fragen oder Anregungen erreicht ihr sie unter presse@rheinenergie.com. Weitere Texte von Claudia findet ihr in ihrem Reise-Blog Lieblingsplätze.





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