28.05.2015 Adrian

Hochschulprojekt eMotorsports Cologne: Dieses Kölner Elektrorennauto ist ein Sprintstar

Sprintstark: das Elektrorennauto eMC2014 (Bild: eMotorsports Cologne).

Studenten der FH Köln haben ein elektrisch angetriebenes Rennauto entwickelt, dass im Sprint locker mit den Schnellsten mithalten kann. In einigen Wochen will das Team bei der Rennserie Formula Student Electric auf dem Hockenheimring antreten. Wir unterstützen die jungen Forscher.

Von Null auf 100 km/h in unter vier Sekunden? Das schafft ein Porsche. Klar. Wohl auch ein getunter Audi oder BMW. Allesamt Autos mit Verbrennungsmotor. Unter den Elektroautos gibt es mit dem Tesla Model S einen ähnlich sportlichen Vertreter: Der sprintet aus dem Stand in 3,4 Sekunden auf 100 km/h. Was die Ingenieure um den milliardenschweren Investor Elon Musk geschafft haben, ist auch einer Gruppe von Studenten der Kölner Fachhochschule gelungen. Mit weitaus weniger Geld, aber mindestens so viel Engagement, baut das interdisziplinäre Hochschulteam eMotorsports Cologne bereits seit 2010 Rennwagen mit Elektromotor. Das Vorjahresmodell eMC14 spurtete in 3,8 Sekunden auf 119 km/h. Ein Spitzenwert. 

Am Freitag, 29. Mai, hat das Team ihr diesjähriges Modell, den eMC15, in den AbenteuerHallenKalk der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dem neuen Flitzer wollen die Studenten in einigen Wochen bei der Rennserie Formula Student Electric am Hockenheimring (Warteliste) antreten. Die Teilnahme bei der Formular Student in Silverstone Anfang Juli und bei der Formular Student Ende August in Barcelona ist schon bestätigt. 

  • Das Team von eMotorsports Cologne hat ihr neues Elektrorennauto eMC15 am Freitag, 29. Mai, feierlich der Öffentlichkeit präsentiert (alle Bilder: Stiehl).

  • Entwickelt hat den Elektroflitzer eine ...

  • ... 46 köpfige interdisziplinäre Mannschaft aus Studenten der Fachhochschule Köln.

  • Die Arbeit hat sich gelohnt. Das neue Modell steht seinem Vorgänger in Sachen Leistung in nichts nach.

  • E-man, das Maskottchen der Truppe.

Ziel von Rennserie ist es, das Studium um intensive Erfahrungen mit Konstruktion und Fertigung sowie mit den wirtschaftlichen Aspekten des Automobilbaus zu erweitern. Die Studierenden arbeiten dabei ganz so, als ob sie von einer Produktionsfirma engagiert worden seien, um einen Prototypen herzustellen. Neben der Konstruktion und Entwicklung des Rennwagens müssen sich die Teammitglieder auch betriebswirtschaftlich bewähren und das Projekt mit Hilfe von mehreren Sponsoren und vielen Partnern verwirklichen. Bei der Formula Student gewinnt nicht automatisch der schnellste Rennwagen, sondern das Team mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion und Rennperformance, Finanzplanung und Verkaufsargumenten.

Uns haben die Studenten mit ihrem Projekt vollends überzeugt und früh als Sponsor gewonnen. So können wir den akademischen Nachwuchs und zugleich den Wissenschaftsstandort Köln stärken. Denn gut ausgebildete, tatkräftige Nachwuchskräfte mit Entwicklergeist sind für Unternehmen, auch für uns, unverzichtbar. In die Zukunft der Studenten wollen wir schon heute gerne investieren.

Wir sind kontaktfreudig. Schreibt uns!